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12.03.2015|Information|ATz

Füchse mit deutlicher Niederlage in Kiel

Eine elfminütige Torflaute und eine schwache Chancenverwertung kostete den Füchse Berlin jegliche Siegchance. Während die Gäste lediglich viermal in den ersten 25 Minuten trafen, netzte der THW Kiel 15mal ein und stellte damit die Weichen früh auf Sieg. Nach einem Berliner Endspurt im ersten Durchgang war der Halbzeitstand von 9:16 aus Füchse-Sicht angesichts des Spielverlaufs fast noch akzeptabel, das Spiel aber trotzdem bereits entschieden. Der deutsche Rekordmeister ließ sich seinen Sieg in den zweiten 30 Minuten nicht mehr nehmen und feierte am Ende einen verdienten 32:18-Kantersieg. 


Wer in der Kieler Sparkassen-Arena auf einen heißen Fight gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht - denn es spielte nur eine Mannschaft. Nach dem 1:1 in der Anfangsphase setzte sich der THW angeführt von Domagoj Duvnjak über 3:1 (5.) und 8:4 (13.) auf 15:4 (24.) ab. Beeindruckend im Spiel der souveränen Gastgeber waren dabei sowohl die über weite Strecken extrem stabile Abwehr mit einem starken Andreas Palicka dahinter und die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, der die Füchse nichts entgegenzusetzen wussten. 

Die 6:0-Formation um Pavel Horak und Jesper Nielsen im Mittelblock bekam den Kieler Rückraum einfach nicht in den Griff. Drei der ersten vier Tore gingen auf das Konto von Duvnjak und auch im weiteren Spielverlauf brillierten Joan Canellas, Marko Vujin, Duvnjak und Co. aus der zweiten Reihe. Dagur Sigurdsson suchte verzweifelt nach einer Lösung: Er brachte zunächst Petr Stochl für den glücklosen Silvio Heinevetter und vertraute dann auf Evgeni Pevnov, um die Deckung weiter zu stabilisieren. Mit zunehmender Spieldauer funktionierte es dann - trotz doppelten Angriff-Abwehr-Wechsels besser; gerade Stochl konnte einige Male entscheidend eingreifen. 

Doch zufrieden konnte der Berliner Coach deshalb nicht sein, denn nicht nur die Abwehr war an diesem Abend eine Baustelle - der Angriff war eine noch größere. In den ersten 25 Minuten gelangen den Gästen gerade einmal vier Treffer. Drei davon gingen auf das Konto von Petar Nenadic - dem einzigen Fuchs mit Torgefahr. Fabian Wiede bemühte sich zwar, fand aber kein Durchkommen und auch Iker Romero und Konstantin Igropulo, die eingewechselt wurden, konnten zunächst keine Akzente setzen.

Frederik Petersen brach den Torfluch in der 25. Minute mit dem Treffer zum 15:5. Es war der Start eines ob des bisherigen Spielverlaufs absurden Torreigen: Innerhalb von drei Minuten erzielten die Füchse mehr Tore als in den ersten 25 Minuten der Partie. Die Treffer von Petersen, Nenadic, Zachrisson und Drux sorgten dafür, dass der Zwischenstand beim 15:9 (28.) schon nicht mehr ganz so schlimm aus. Die Kieler verloren in dieser kurzen Phase die Bälle reihenweise und wurden überlaufen. Vujin stoppte den Berliner Spielfluss mit seinem Tor zum 16:9-Halbzeitstand. 

Die zweite Halbzeit eröffneten die Füchse: Bartolomiej Jaszka traf zum 16:10. Nach einer Zeitstrafe gegen Pavel Horak agierten die Berliner jedoch in Unterzahl, was Kiel nutzte,um sich wieder auf acht Tore abzusetzen (18:10, 33.). Dieser Abstand blieb bestehen, auch wenn Jaszka für frischen Wind sorgte und sich auch seine Mannschaftskollegen nicht hängenließen. Die Effektivität blieb jedoch das Manko an diesem Abend: Nenadic scheiterte von der Siebenmeterlinie am gerade erst ins Spiel gekommenen Johan Sjöstrand. 

Kurz darauf hatte der Schwede gegen den Strafwurf von Wiede jedoch keine Chance und der deutsche Nationalspieler erzielte das 13:21 (40.) aus Berliner Sicht. Der junge Linkshänder legte einen Minute später den nächsten Treffer - ebenfalls per Strafwurf - nach. Der neuformierte Rückraum des THW - Rasmus Lauge war erstmals im Spiel, zudem war Steffen Weinhold wieder gekommen - agierte nun druckloser und Stochl konnte den Wurf von des ehemaligen Flensburgers entschärfen. Der Keeper schickte Petersen, der auf 15:21 verkürzte. Gislason hatte genug gesehen und legte die Auszeit. 

Das Spiel der Kieler stabilisierte sich wieder und zwang die Füchse wie schon in der ersten Halbzeit wiederholt zu (technischen) Fehlern im Angriff, die zu Ballverlusten führten. So konnte der THW seinen Vorsprung in der 37. Minute durch Vujin wieder auf 24:15 ausbauen. Filip Jicha erhöhte wenig später auf 25:15 und stellte damit den Zehn-Tore-Vorsprung wieder her. 

Die noch verbleibende Spielzeit wurde zu einem Schaulaufen der Kieler vor ihrem eigenen Anhang. Acht Minuten vor dem Ende ließen die höchst zufriedenen Anhänger in schwarz-weiß eine LaOla-Welle durch die Arena laufen, während Vujin unten auf dem Feld per Strafwurf auf 29:16 erhöhte (53.). Da Sjöstrand an die Leistung seines Landsmannes anknüpfte, konnten die Berliner den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende siegte Kiel verdient mit 32:18. 

Nun gilt der volle Fokus auf die entscheidende EHF Cup Partie am Sonntag um 17:15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gegen den FC Porto. 




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