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31.05.2006|Information|red

Wilczynski: "Drei Titel in vier Jahren, so kann man gehen!"

Mit A1 Bregenz wurde er soeben Österreichischer Meister. Mit diesem Titel verabschiedet sich Konrad Wilczynski nach Berlin zu den Füchsen. Sport1.at führte ein Interview mit dem neuen Füchse-Flügelflitzer, dass wir mit freundlicher Genehmigung von sport1.at hier wiedergeben.


Konrad Wilczynski, Gratulation zum dritten Titel en suite. Ein besonderer in der Sammlung?

Wilczynski: Er ist schon besonders, weil er zum Abschied von Bregenz eine schöne Sache ist. Es ist eine große Erleichterung, dass wir es geschafft haben. Wir haben den Pokal gewonnen, haben Champions League gespielt, dort Magdeburg geschlagen - es ist ein perfekter Abschluss einer super Saison.

Also schon ein Abschied mit Wehmut Richtung Berlin?

Wilczynski: Auf jeden Fall. Es waren vier super Jahre in Bregenz, sowohl privat als auch sportlich. Es fällt nicht leicht, aber ich freue mich auf die neue Herausforderung. Deshalb war der Titel auch so besonders. So kann man gehen!

Was gab am Ende den Ausschlag zugunsten von Bregenz?

Wilczynski: Ein großer Vorteil waren einfach die zwei Heimspiele. Vor so einem Publikum wie vor unseren Fans zu spielen war schon ein Traum. Ein zweiter Grund waren sicher auch unsere Routine und unsere Abgeklärtheit. In den internationalen Spielen wie gegen Magdeburg und Montpellier haben wir sicher viel Erfahrung gesammelt. Und sowas wirkt sich in solchen Endspielen immer positiv aus.

Also war die Meisterschaft schon nach Platz eins im Meister-Playoff praktisch entschieden?

Wilczynski: So kann man das nicht sagen. Das erste Spiel haben wir ja erst in der Verlängerung gewonnen. Da hat man schon gesehen, dass die Margaretner sehr knapp dran sind. Sie haben auch eine sehr gute Saison gespielt. Aber ich glaube wir haben im Endeffekt verdient gewonnen: Wir waren Erster nach dem Grunddurchgang und Erster nach dem Meister-Playoff und sind jetzt auch zum Schluss Erster. Und wir können gut damit leben.

Die Verletzungs-Sorgen bei den Wienern haben die Sache auch nicht schwerer gemacht....

Wilczynski: Das ist bei solchen Spielen egal. Man hat in Wien gesehen, als sich Vitas Ziura verletzt hat, ist einfach Michael Gangel in seine Rolle geschlüpft und hat die Sache fast besser gemacht als der andere. Natürlich ist es für uns kein Nachteil, wenn ein Ziura nicht ganz fit ist, aber in solchen Spielen ist es eigentlich egal wer spielt. Es kann einer die Rolle vom anderen übernehmen. In Wien war es sicher unser Nachteil, dass sich Ziura verletzt hat und kein Vorteil.

Ab kommender Saison heißt die Herausforderung zweite deutsche Liga. Warum die Entscheidung zugunsten von Berlin?

Wilczynski: Bob Hanning der Manager hat mich eingeladen und mir das ganze Projekt vorgestellt. Und das hat mich ziemlich begeistert. Es gibt dort ein Riesen-Potenzial. Die Mannschaft ist erst am Entwickeln und man will Handball in Berlin etablieren. Wenn das Projekt aufgeht ist es sicher einer super Sache. Es war mir lieber in der zweiten Liga spielen zu müssen, als vielleicht bei einem Abstiegskandidaten in der ersten, da die Perspektive eine ganz andere ist.

Was überwiegt, die Vorfreude oder die Nervosität?

Wilczynski: Schon die Vorfreude, ganz klar. Zuvor steht ja sowieso noch das Nationalteam am Programm. Aber ich freue mich schon sehr auf die Herausforderung und bin auch sehr optimistisch. Ich möchte mich auf alle Fälle schnell einleben und gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die erste Liga schaffen.

Mit Stefan Kretzschmar soll starke Konkurrenz auf deiner Position (Linker Flügel, Anm.) Interesse an einem Wechsel nach Berlin haben....

Wilczynski: Ich würde mich freuen, mit so einem "Typen" einmal in einer Mannschaft spielen zu können. Es ist aber nicht geklärt in welcher Funktion, ob als Spieler oder Trainer, er kommen soll. Also ich mache mir darüber noch keine Gedanken. Und man sieht auch bei uns in der Bundesliga: Auf jeder Position gibt es mehrere Spieler, daher zerbreche ich mir den Kopf.

Zum Abschluss kurz zum Nationalteam, wie blickst du Richtung WM-Quali gegen Slowenien?

Wilczynski: Am Anfang haben wir uns eigentlich ganz gute Chancen ausgerechnet, jetzt müssen wir realistisch sein. Durch die vielen Ausfälle wird es natürlich von Tag zu Tag schwieriger. Wir müssen jetzt einfach noch enger zusammenrücken, denn wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir dürfen nur nicht schon im Vorfeld aufgeben, sondern einfach versuchen die minimale Chance zu nutzen. Vielleicht gibt es ja ein kleines Wunder!

Spielt man auf Sieg oder will man einfach nur die Niederlage in Grenzen halten?

Wilczynski: Wir müssen schon auf Ergebnis spielen. Wir können sicher nicht nach Slowenien fahren und sagen, wir wollen unbedingt gewinnen. Das wird ganz schön schwierig werden. Aber nur mit vier, fünf Toren zu verlieren wäre schon ganz o.k., weil diesen Vorsprung können wir auf jeden Fall auch gegen Slowenien zuhause aufholen. Ganz auf Ergebnis spielen kann man natürlich nicht, aber im Hinterkopf spielt das schon immer eine Rolle.

Das Gespräch führte Karl Huber




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