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09.09.2015|Information|JaS

Das ist für uns etwas ganz Besonderes - Petr Stochl im Interview

Die Füchse Berlin stehen im Finale der Vereins-WM in Doha. Am morgigen Donnerstag treffen sie auf den ungarischen Meister Veszprem. Einen großen Anteil am Erfolg gegen den FC Barcelona im Halbfinale hatte Petr Stochl. Wir haben am freien Tag mit dem Torwart der Füchse gesprochen.
 

Was sagst du zu dem Turnier im Allgemeinen, zur Organisation, zum ganzen Drumherum?

Ich hab schon ein Turnier in Katar erlebt – die WM im Januar. Ich wusste deshalb, dass die Hotels und die Halle super sind. Für mich ist aber wichtiger, dass es um die Klub-WM geht. An so einem Turnier teilzunehmen, ist für uns ganz toll und nach dem Sieg gestern gegen Barcelona ist das schon jetzt ein Riesenerfolg für uns. Die Frage ist, was wir morgen im Finale schaffen, aber auch da haben wir Chancen. Das heißt, das Turnier ist für uns sehr positiv.

Wie gefallen dir die Temperaturen – wäre das auch was für Deutschland?

(lacht) Natürlich war es auch in Europa in diesem Sommer schon sehr heiß, aber das sind hier schon manchmal fast 50 Grad, das ist teilweise nicht so angenehm. Aber wir sind ja hauptsächlich im Hotel oder in der Halle und überall ist es klimatisiert – so kann man das ganz gut aushalten.

Und seht ihr auch was vom Land, konntest du dir schon was angucken oder ist man nur im Hotel und in der Halle beim Training?

Wir sind vor allem hier, um Handball zu spielen – und bei dem Wetter hat man auch nicht so richtig Lust, draußen spazieren zu gehen, das ist klar. Heute haben wir einen freien Tag und wollten uns was angucken, aber wegen der Temperaturen ist das fast nicht möglich. 

Vergangenes Wochenende gegen Leipzig, jetzt drei Spiele in Katar, danach in Eisenach – das sind 5 Spiele in einer Woche. Siehst du da Probleme für die Mannschaft im Hinblick auf die künftigen Aufgaben in der Bundesliga?

Vor dem Turnier hatte ich im Kopf, dass wir 5 Spiele in 8 Tagen haben und dass das für unseren Kader nicht einfach wird. Aber jetzt sehe ich das positiv. Denn die gute Stimmung nach dem Sieg gegen Barca hilft der Mannschaft auch. Die Müdigkeit ist nicht so groß wie wenn man alles verlieren würde. Für mich als Torwart ist das natürlich einfacher als für die Feldspieler, weil die Belastung für den Torwart nicht so hoch ist wie z.B. für Petar (Nenadic) oder Dragon (Vukovic), die fast die ganze Zeit durchspielen. Wir werden sehen, was am Samstag in Eisenach passiert, aber wir sind eine professionelle Mannschaft und wir müssen uns auf jedes Spiel voll konzentrieren, ob das jetzt der Super Globe oder das Spiel in Eisenach ist – das ist für uns das Gleiche. Wir wollen jedes Spiel gewinnen.

Hat der Trainer auch mal Gnade – oder lässt er euch auch zwischendurch immer noch trainieren?

(lacht) Ich denke, auch der Trainer muss auf jede Situation reagieren. Wir sollten heute trainieren, aber die Mannschaft war sehr müde. Das ist sein Job, zu sehen, wie die Mannschaft drauf ist und er muss uns so gut wie möglich auf das nächste Spiel vorbereiten. Ob das heißt, dass wir trainieren oder einen freien Tag bekommen, das muss der Trainer entscheiden.

Mit 4:2 Punkten seid ihr in die Liga gestartet – wie schätzt du den bisherigen Saisonverlauf ein – gut, schlecht, hätte es besser laufen können?

Es kann immer besser sein. Wir haben schon zwei Punkte verloren. Aber die Niederlage in Melsungen kann man akzeptieren - auch wenn wir natürlich gewinnen wollten - weil Melsungen eine starke Mannschaft ist. Obwohl wir auch die Chance hatten, da zu gewinnen. Und in Wetzlar haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht, hatten es fast die ganze Zeit im Griff. Dann passiert es uns aber, dass wir Zuhause gegen Leipzig phasenweise nicht stark spielen und dann kämpfen müssen bis zum Ende, um die Punkte zu holen. Das ist ärgerlich, weil das Kraft gekostet hat. Trotzdem haben wir jetzt 4 Punkte. Jetzt geht es gegen Eisenach und dann gegen den nächsten Aufsteiger – das sind 4 Pflichtpunkte. Und wenn wir dann die 8 Punkte haben, dann bin ich zufrieden. 

Es gibt viele Neuzugänge – wie wurden die denn bisher in die Mannschaft integriert?

Das war für mich eine sehr positive Überraschung, wie wir das bis jetzt geschafft haben. Die neuen Spieler waren sofort integriert, sonst dauert das oft etwas länger. Auch mit unserem neuen Kreisläufer, der ist ja erst kurz vorm Saisonstart dazu gekommen – und trotzdem war er sofort dabei. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, das ist für mich die schönste Überraschung. Und darauf kann man natürlich aufbauen. 

Was glaubst du, wohin es diese Saison für die Füchse gehen kann?

(lacht) Ich glaube, das ist noch zu früh, das zu sagen. Aber wir haben eine relativ junge Mannschaft und die Neuzugänge sind schon gut integriert – und wenn Paul (Drux) und Zacke (Mattias Zachrisson) zurückkommen, dann glaube ich, dass die Mannschaft besser ist als die Jahre zuvor. 

Du bist jetzt die 10. Saison bei den Füchsen, hast den Aufstieg mitgemacht, DHB-Pokal gewonnen, EHF-Pokal gewonnen und stehst jetzt im Finale des Super Globes. Wie ordnest du denn diesen Erfolg gestern gegen Barcelona in deine Erfolgsstatistik ein?

Ein Sieg gegen Barcelona ist für uns natürlich etwas ganz Besonderes, denn Barcelona ist zurzeit die beste Mannschaft der Welt. Wenn wir gegen Barca in einem Halbfinale um einen Pokal gewinnen, ist das ein großer Erfolg für uns. Wenn wir das Finale gewinnen sollten, wäre das natürlich ein Riesenerfolg für den ganzen Verein. Für mich persönlich war wahrscheinlich am Anfang der Aufstieg in die erste Liga das Tollste – und dann natürlich der erste europäische Titel in diesem Jahr. Das war wahrscheinlich das Beste, das wir bisher gezeigt haben. 

Du hattest gestern im Halbfinale viele Paraden und warst der starke Rückhalt für die Mannschaft. Wie schätzt du deine eigene Leistung ein?

Ich hab schon mal gesagt, dass die Torwartleistung zur Abwehr dazu gehört. Ich muss sagen, dass die Jungs wirklich gut gestanden und mir sehr geholfen haben. Dann hab ich 5, 6, 7 einfache Bälle gehalten, die ich halten musste. Dann hatte ich natürlich auch ein größeres Selbstvertrauen, so dass dann noch ein paar Paraden dazu kamen. 

Am Abend vor dem Halbfinale hast du mit deinem Freund Filip Jicha in der Lobby gesessen – habt ihr eine Wette abgeschlossen, wer gewinnen wird?

(lach) Eine Wette haben wir nicht abgeschlossen, aber natürlich haben wir auch über das Spiel gesprochen. Aber auch über alles, was so in den vergangenen Monaten passiert ist, über seinen Umzug nach Barcelona, das war ein Gespräch unter Freunden. Natürlich haben wir auch ein paar Witze über das Spiel gemacht, aber keine Wette. 

Morgen geht es gegen Veszprem – beim Sparkassen-Cup habt ihr ja schon gegen die Ungarn gespielt. Wie schätzt du eure Chancen ein?

Das ist das Gleiche wie Barcelona. Beide Mannschaften haben im Champions League Finale gespielt, das heißt, das ist eine absolute Topmannschaft in Europa. Und da müssen wir wieder unsere100 prozentige Leistung zeigen, gemeinsam als Mannschaft, das ist unsere einzige Chance, denn die Mannschaft ist so stark besetzt. Aber mit einer Leistung wie gestern gegen Barcelona können wir auch gegen Veszprem gewinnen. 




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