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20.09.2015|Information|Gla

Erster Heimsieg als Vereinsweltmeister - Füchse gewinnen gegen Aufsteiger Stuttgart

Die Berliner Vereinsweltmeister sind seit ihrem Titel in Doha weiterhin ungeschlagen. 8171 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen gegen den Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart ein lange umkämpftes Spiel, dessen Ausgang jedoch nie wirklich in Gefahr war. Die Füchse katapultierten sich durch den 26:20-Erfolg vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Fabian Wiede und Petar Nenadic trafen jeweils fünfmal.

Angefacht durch das Hochziehen des Super Globe-Banners unter die Hallendecke startete der frisch gebackene Vereinsweltmeister gut in sein erstes Heimspiel nach der Rückkehr aus Katar. Der erste Treffe der Partie ging zwar durch einen verwandelten Siebenmeter auf das Konto von TVB-Spieler Michael Spatz, doch Drago Vukovic gelang im Gegenzug direkt der Ausgleich. Zwei Minuten später hatten sich die Füchse bereits die erste Zwei-Tore-Führung erspielt. So erfolgreich ging es aber erstmal nicht mehr weiter. Die Stuttgarter zeigten, dass sie als Aufsteiger kein Kanonenfutter für den EHF-Pokalsieger sein wollten. Djibril N"Bengue egalisierte das Defizit folglich schnell wieder. 

Das wiederum löste bei den Berlinern eine beherzte Gegenaktion aus. In der zwölften Minute erzielte Drago Vukovic das 8:4. Hätten die Hauptstädter in den folgenden Angriffen nicht das eine oder andere Mal etwas überhastet abgeschlossen, die Führung wäre weiter gewachsen. Auch zwei Fehlwürfe von der Siebenmeterlinie fielen in diese Phase. So gelang Kasper Kisum beim 8:7 der Anschluss für den TVB. Anschließend hatte sein Teamkamerad Michael Schweikardt sogar den Ausgleich auf der Hand. Doch Heinevetter parierte und leitete den Gegenstoß ein, den Fredrik Petersen verwandelte. 

Generell konnten sich die Füchse in den letzten zehn Minuten vor der Pause bestens auf ihre Defensive verlassen. Michael Spatz musste schon einen sehenswerten Dreher von Rechtsaußen anwenden, um das nächste Tor für Stuttgart zu erzielen. Ansonsten stand dem Liganeuling immer wieder der Berliner Abwehrblock oder eben Silvio Heinevetter im Weg. Vorne hingegen ging die Idee von Füchse-Coach Erlingur Richardsson, Fabian Wiede auf die Rückraum-Mitte-Position zu stellen, eher weniger auf. Die beiden Tore, die der 21-Jährige zu Halbzeit geworfen hatte, datierten aus dem rechten Rückraum und einem Gegenstoß. 

So gingen die Berliner zwar mit einem 13:10 in die Halbzeit, doch entschieden war die Partie damit noch lange nicht. Dasselbe schien auch Gästetrainer Thomas König in der Pause angesprochen zu haben. So eröffnete erneut Michael Spatz den Spielabschnitt mit einem Tor für seine Stuttgarter. Im Gegensatz zur ersten Hälfte war dieser Treffer auch kein Einzelgänger. Die Baden-Württemberger schlossen drei ihrer ersten vier Angriffe erfolgreich ab. Erst als Silvio Heinevetter Spatz zuerst zu einem Fehlwurf aus sieben Metern zwang und danach noch einen Feldwurf hielt, nahm das Spiel wieder seinen erwarteten Verlauf an. 

Bjarki Elisson stellte in der 39. Minute wieder den alten drei-Tore-Vorsprung auf, den Vrazalic und Wiede in der Folge um zwei weitere Treffer erhöhten. Für den größten Aufreger des Spiels sorgte einige Minute später TVB-Linksaußen Tobias Schimmelbauer, als er Heinevetter unabsichtlich aber dennoch mit voller Wucht und aus kürzester Distanz im Gesicht traf. Der deutsche Nationalspieler zeigte sich nach einer kurzen Schmerzenspause jedoch unbeeindruckt und konnte den nächsten Wurf auf seinen Kasten direkt wieder abwehren. 

Nichtsdestotrotz kämpften sich die ehemaligen Bittenfelder noch einmal ran und verkürzten zehn Minuten vor Schluss wieder bis auf zwei Treffer. Plötzlich schien den Berlinern die Ruhe, die sie in knappen Situation beim Super Globe noch ausgezeichnet hatte, völlig abzugehen. Djibril M"Bengue gelang wenig später sogar das 20:19. Die Füchse hatten es anschließend Bjarki Elisson zu verdanken, dass die Gäste nicht noch näher ran kamen. Der amtierende Torschütze der zweiten Liga verdoppelte den Vorsprung per Heber. Fabian Wiede setzte mit seinem fünften Tor noch einen drauf. Genauso erfolgreich war am Sonntagnachmittag für die Hauptstädter nur noch Petar Nenadic. Dessen Wurf zum 24:19 entschied die Partie dann auch endgültig. In der Folge wurden noch einige Tore ausgetauscht, die aber nichts mehr am Heimsieg der Füchse änderten. Die Partie endete 26:20 und die Berliner Fans konnten nach dem Abpfiff besten Gewissens den Triumph im Super Globe bei Freibier vor der Halle feiern.

Die Torschützen: Wiede (5), Nenadic (5), Vrazalic (4), Elisson (3), Vukovic (3), Tönnesen (2), Nielsen (2), Petersen (1), Weyhrauch (1).




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