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04.10.2015|Information|SvN

Klarer Heimsieg gegen Lemgo - Füchse weiter im Aufwind

Die Füchse Berlin bleiben weiterhin erfolgreich. Der Vereinsweltmeister sicherte sich am Sonntagnachmittag gegen den TBV Lemgo einen souveränen 37:27 (16:11)-Heimerfolg. Die Berliner haben damit das 12. Spiel in Serie gegen die Lipperländer für sich entscheiden. Vor 7156 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle führten die Hausherren schon früh mit vier Treffern und bauten diesen Vorsprung immer weiter aus. Berlin belegt nach dem Sieg gegen Lemgo nun den 3. Tabellenplatz in der DKB Handball-Bundesliga. Beste Werfer waren Petar Nenadic mit zehn und Jesper Nielsen mit sieben Toren. Berlins Kapitän Fredrik Petersen sah in der ersten Halbzeit die rote Karte, weil er bei einem Siebenmeter Nils Dresrüsse im Gesicht traf und die Schiedsrichter Schulze/Tönnies diese Aktion als Absicht ahndeten.

Berlin erwischte mit einer kompakt stehenden 6:0-Defensive direkt einen guten Start. Torhüter Silvio Heinevetter fand ebenfalls schnell in die Partie und leitete nach seiner ersten Parade den Gegenstoß ein, den Fredrik Petersen zum 2:0 verwandelte (3.). Lemgo fand selten ein Durchkommen und agierte sehr statisch zu Beginn. Tim Hornke sorgte nach fünf Minuten mit einer Einzelaktion aus dem Rückraum für das erste Erfolgserlebnis der Gäste. Der ehemalige Fuchs Jonathan Stenbäcken tankte sich derweil durch die Abwehr der Berliner durch. Solche Angriffe hatten allerdings Seltenheitswert. Meistens waren die Hausherren einen Schritt schneller als Lemgo.
 
Die Füchse behielten in der Folge die Oberhand und nutzten fast jeden Angriff zum Torerfolg. TBV-Torhüter Nils Dresrüsse bekam kaum einen Ball zu halten, sodass sich die Füchse nach elf Minuten auf 8:4 absetzten. Selbst als die Berliner in Person von Plaza Jimenez die erste Zeitstrafe des Spiels hinnehmen mussten, ließ Lemgo den Vorteil ungenutzt, weil Silvio Heinevetter den gut herausgespielten Wurf von Rolf Hermann entschärfte und auch den nächsten Angriff von Tim Hornke parierte. Weiterhin gelangen den Füchsen gute Anspiele an den Kreis auf Jesper Nielsen. Der holte nach einer Viertelstunde den nächsten Siebenmeter für Berlin heraus, welcher von Fredrik Petersen zum 10:5 verwandelt wurde. Zumindest Andrej Kogut und Anton Mansson waren im Spiel der Gäste die treibenden Kräfte, harmonierten in der Offensive gut und bewahrten den TBV Lemgo vor einem größeren Rückstand.
 
Einen Rückschlag mussten die Füchse dafür in der 23. Minute hinnehmen, weil Kapitän Fredrik Petersen die rote Karte sah. Bei einem Siebenmeter des Schweden bekam Nils Dresrüsse den Ball direkt ins Gesicht. Die Schiedsrichter Schulze/Tönnies ahndeten dies als absichtliche Aktion. Große Diskussion kamen danach auch an der Seitenlinie auf, doch nach einer Minute Unterbrechung wurde die Begegnung fortgeführt.
 
Florian Kehrmann nahm kurz nach der Aufregung die erste Auszeit, um seinen noch in Überzahl agierenden Spielern neue Instruktionen zu geben. Max Höhning kam derweil in die Partie. Allerdings schlossen Kehrmanns Schützlinge den nächsten Angriff erneut deutlich zu früh und ohne klare Torchance ab, sodass die Füchse auch diese Phase ohne Probleme überstanden. Ebenso gingen die Siebenmeterduelle jetzt an die Füchse. Heinevetter parierte gegen Tim Hornke und Petar Nenadic vollstreckte auf der anderen Seite gegen den eingewechselten Jonas Maier zum 16:11, womit die Hausherren auch in die Pause gingen.
 
Während sich der TBV Lemgo zum Seitenwechsel noch Hoffnungen auf einen Punktgewinn machte, wurde diese Vorstellung schnell zu einer Illusion umgewandelt. Ein früher Doppelschlag von Bjarki Elisson sorgte erneut für einen guten Auftakt der Berliner, Heinevetter parierte gegen den freistehenden Patrick Zieker. Es folgte sofort die nächste Auszeit von Florian Kehrmann, weil bei seiner Mannschaft nichts zusammenlief. Er wollte vor allem die zahlreichen Gegenstöße unterbinden, sollte mit seiner Ansprache allerdings nur bedingt Erfolg haben.
 
Im Angriff zeigte derweil der eingewechselte Erwin Feuchtmann eine gute Leistung und verkürzte zunächst zum 20:12 (35.). Weil jedoch der stark aufspielende Jesper Nielsen abermals zweimal am Kreis erfolgreich für Berlin war, konnten die Gastgeber die hohe Führung halten. Kurz darauf unterliefen dem TBV zwei weitere mitentscheidende Fehler, denn innerhalb kürzester Zeit wurden Stenbäcken und Hermann auf die Strafbank verwiesen (40.). Berlin hatte daraufhin leichtes Spiel, Elisson erzielte zunächst von Linksaußen das 24:15. Nach dem nächsten Ballgewinn sorgte Petar Nenadic für den Zehn-Tore-Vorsprung, der mit einem Heber beim Siebenmeter wieder einmal seine Qualitäten unter Beweis stellte.
 
Bereits eine Viertelstunde vor der Schlusssirene war die Begegnung entschieden. Die Füchse hatten keine Probleme, den Vorsprung zu verwalten. Nach einem Gegenstoß von Fabian Wiede zum 32:19 musste der TBV versuchen, die letzten acht Minuten mit Würde zu beenden. Zumindest konnten die Gäste durch Feuchtmann, Stenbäcken und Hornke auf zehn Treffer verkürzen, während sich die Füchse bereits frühzeitig von ihren Fans in der Max-Schmeling-Halle feiern ließen.

Torschützen: Nenadic (10), Nielsen (7), Wiede (5), Elisson (3), Vukovic (3), Vrazalic (3), Weyhrauch (2), Petersen (2), Tönnesen (1), Fritz (1)




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