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03.03.2016|Information|JaS

"Die Trainingsbedingungen in Berlin sind überragend" - Europameister Steffen Fäth im Interview

Für die Füchse Berlin geht es in den verbleibenden neun Spielen in der DKB Handball-Bundesliga um einen Europapokalplatz. Mit dem gestrigen Sieg beim VfL Gummersbach (28:26) haben die Berliner Platz 5 verteidigt und haben mit 29:17 Punkten nun zwei Zähler mehr als die Verfolger, aber auch ein Spiel mehr. Einer der Konkurrenten im Kampf um Platz 5 ist die HSG Wetzlar. Im nächsten Heimspiel am 17. April empfangen die Füchse die HSG, unter anderem mit Europameister Steffen Fäth. Im Sommer wechselt Fäth nach Berlin und hat seinem zukünftigen Zuhause einen Besuch abgestattet.

Steffen Fäth bei der EM in Polen
© Bildnachweis: picture-alliance

Steffen, einen guten Monat ist es mittlerweile her, denkst du noch viel an die Europameisterschaft zurück?

Sofern es die Zeit zulässt teilweise schon, ja. Wir haben da halt viel erlebt, da erinnert man sich gerne immer mal wieder dran zurück, aber man ist natürlich jetzt auch wieder im Alltag angekommen, dass dafür eigentlich gar nicht so viel Zeit bleibt.

Als du das letzte Mal in der Max-Schmeling-Halle warst, war das beim Empfang nach der EM. Wie ist deine Erinnerung an den Tag?

(grinst) Die ist natürlich sehr gut. Da war ja eine Heidenstimmung und es hat allen Beteiligten einen Riesenspaß gemacht. Und ich hoffe natürlich, dass nächste Saison, wenn ich dann hier spiele, die Stimmung genauso gut ist.

Die Euphorie und das Interesse am Handball sind seit der EM nach wie vor groß - für das Spiel gegen euch am 17. April gibt es nur noch wenige Karten. Glaubst du, dass das anhalten wird?

Schwer zu sagen. Damals, 2007 nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft, wurde es ja leider verpasst, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, damit es anhält. Allerdings glaube ich, dass jetzt die Leute, die vorne stehen und das Sagen haben, das auf jeden Fall besser machen werden und ich hab da echt die Hoffnung, dass das länger anhält. Ist vielleicht auch ganz gut, dass jetzt bald schon die Olympischen Spiele kommen und ein halbes Jahr später schon wieder die nächste WM, so bleibt das alles schön im Fokus. Und wenn man da dann vielleicht noch gute Ergebnisse erzielt, dann ist das alles noch langanhaltender.

Die Füchse und Wetzlar sind Konkurrenten im Kampf um einen Europapokalplatz. Du möchtest mit Wetzlar natürlich am Ende auf Platz 5 stehen - würdest aber natürlich auch mit den Füchsen nächste Saison gern international spielen. Komische Situation für dich, oder?

(grinst) Ich wusste, dass die Frage kommt. Was heißt komische Situation. Ich sehe es einfach so: Ich bin bis zum 30. Juni Spieler der HSG Wetzlar und bis zu dem Zeitpunkt werde ich alles dafür tun, so erfolgreich wie möglich zu sein. Wenn wir am Ende auf Platz 5 landen und die Füchse auf Platz 6, dann tut es mir zwar sehr leid, aber dann ist es so und dann hat es vielleicht die HSG Wetzlar in dem Moment einfach mehr verdient.

Du kommst ja schon vor dem Ligaspiel nochmal nach Berlin - für das Freundschaftsspiel gegen Katar am 13. März. Freut man sich nach dem Erfolg bei der EM jetzt noch mehr, wieder mit der Truppe auf die Platte zu gehen?

Ja, auf jeden Fall. Bei der EM sind wir unheimlich zusammengewachsen als Mannschaft und hatten auch einen Haufen Spaß - und vor allem natürlich auch auf dem Feld. Und wenn das der Fall ist, dann freut man sich immer, die Jungs wiederzusehen und einfach zusammen Handball zu spielen.

Ist es dann auch mal ganz schön, wenn es „nur" ein Freundschaftsspiel ist?

Ja gut, der Druck ist natürlich nicht ganz so hoch, allerdings ist es nach wie vor ein Länderspiel und das sollte man schon ernsthaft angehen. Aber es stimmt schon, der Druck und die Anspannung sind dann nicht ganz so riesig wie es bei einer EM der Fall ist.

Du hast zusammen mit deiner Frau deine erste Wohnungsbesichtigungs-Tour hinter dir - wie sind eure Eindrücke von Berlin?

Wir hatten so das Gefühl, dass wir nur in einer Ecke waren die ganze Zeit (lacht). Nein, es ist auf jeden Fall eine schöne Stadt. Es gibt natürlich auch Teile, die nicht so schön sind, aber die gibt es ja in jeder Stadt. Aber der erste Eindruck ist schon mal ganz gut.

Hast du auch im Trainingszentrum Füchse Town vorbei geschaut?

Wir hatten ja mit der Nationalmannschaft im Dezember dort trainiert und auch mit der HSG Wetzlar haben wir vor den Spielen ein paar Mal in der Halle trainiert. Also ich war schon öfter mal da.

Was hast du für einen Eindruck von den Trainingsbedingungen?

Die sind natürlich überragend. Ich war jetzt auch schon bei zwei drei Vereinen und kenne ja auch viele Leute, die dann von ihren Vereinen erzählen. Solche Trainingsmöglichkeiten gibt es schon selten, dass wirklich alles so zentral an einem Ort ist und man da alles machen kann und nicht weg muss.

Du wirst dir mit Paul Drux die Königsposition im linken Rückraum teilen. Ihr kennt euch aus der Nationalmannschaft - glaubst du, dass ihr euch gut ergänzen werdet?

Ich denke schon. Aber wenn ich mir die Rechtshänder im Rückraum angucke, denke ich, sind das vier Leute, die alle sowohl links als auch in der Mitte spielen können. Von daher sehe ich dem ganz positiv entgegen. Mit vier Leuten auf zwei Positionen, da kann man dann viel wechseln und es gibt viele Möglichkeiten.

Du bist in Wetzlar Kapitän - willst du auch hier in Berlin von Anfang an Verantwortung übernehmen?

Kapitän sein und Verantwortung auf dem Feld übernehmen, das sind ja nochmal zwei unterschiedliche Dinge. Auf dem Feld möchte ich auf jeden Fall Verantwortung übernehmen, ansonsten ist das ja für mich auch was Neues, wo ich mich erstmal reinfinden muss. Die Zeit wird dann einfach zeigen, inwieweit ich dann auch neben dem Feld Verantwortung übernehmen muss.

Obwohl du neben dem Spielfeld ja eher ein ruhiger Typ bist, oder?

(grinst) Ja, kann man so sagen.

Wo wird man dich hier in Berlin sehen können, wenn weder Spiele noch Training anstehen?

Wahrscheinlich wird man mich öfter auf dem Spielplatz sehen (lacht) mit unserer Tochter. Nee, wenn Zeit ist, verbringen wir die meist zu dritt und unternehmen was mit unserer Tochter oder sind auch einfach mal Zuhause. Und natürlich wollen wir ja die Stadt dann auch kennenlernen.




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