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14.09.2016|Spielbericht|SvN

Vereinsweltmeister trumpft erneut auf - Füchse Berlin feiern deutlichen Heimsieg gegen Minden

Einen perfekten Saisonstart haben die Füchse Berlin auch zu Hause hinlegen können. Vor 5.870 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle feierte der alte und neue Vereinsweltmeister gegen Aufsteiger GWD Minden einen deutlichen 36:26 (20:13)-Erfolg. Die Hausherren kontrollierten das Spiel nach Belieben und behielten vor allem dank einer starken Angriffsleistung die Oberhand. Bester Werfer der Berliner war Rechtsaußen Mattias Zachrisson mit neun Toren, für Minden traf Aleksandar Svitlica siebenmal.

Bei ihrem ersten Bundesliga-Heimauftritt der aktuellen Saison in der Max-Schmeling Halle hatten die Füchse Berlin bereits vor dem Anpfiff Feierlaune. Diesmal lief Kapitän Petr Stochl als letzter Spieler auf, um den Pokal des Vereinsweltmeisters unter tobendem Applaus zu präsentieren. Dementsprechend starteten die Hausherren mit mächtig Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen GWD Minden.

Obwohl die Gäste, die ohne die angeschlagenen Dalibor Doder und Moritz Schäpsmeier antraten, zum Spielbeginn durch Treffer von Christoffer Rambo und Sören Südmeier für einen offenen Schlagabtausch sorgten, zeigte daraufhin die Füchse-Abwehr eine starke Leistung. Zusammen mit Nationalspieler Silvio Heinevetter, der den Vorzug vor Petr Stochl erhielt, wehrten die Hausherren vier Angriffe der Mindener hintereinander ab. Im Angriff blieben die Füchse kaltschnäuzig, kamen durch den ersten Siebenmeter von Fabian Wiede zur 3:2-Führung (4.).

Während der Aufsteiger zu früh abschloss und an der kompakten 6:0-Verteidigung der Füchse hängen blieb, zogen die Berliner in der Folge davon. Nach der Anfangsviertelstunde erhöhte unter anderem Neuzugang Kresimir Kozina vom Kreis und Linksaußen Bjarki Elisson per Tempogegenstoß zum 10:4. Mindens Trainer Frank Carstens nahm umgehend die Auszeit. Dessen Worte zeigten erste Wirkung auf die Spielweise der Gäste, die sich nun mehr Zeit im Sielaufbau ließen und die Außenpositionen mehr in das Spiel einbezogen. Dadurch ergaben sich zwangsläufig auch Freiräume im Zentrum der Füchse, die von Marian Michalczyk mit kraftvollen Würfen zum Torerfolg umgemünzt wurden.

Zwischenzeitlich kam Minden durch den dritten Treffer von Rambo bis auf 13:10 heran (23.). Allerdings besannen sich die Füchse nach einer Auszeit von Trainer Richardsson auf ihre Stärken und nutzten bis zur Halbzeitpause nahezu jedes Angriffsspiel aus. Vor allem die Tempogegenstöße mit Bjarki Elisson und Mattias Zachrisson wurden ohne Fehl und Tadel ausgenutzt, sodass die Füchse den Vorsprung erneut erhöhten und zur Halbzeitpause auf 20:13 davonzogen.

Ein ähnliches Geschehen verfolgten die Zuschauer auch nach dem Seitenwechsel. Minden versuchte viel, scheiterte allerdings häufig an einer gut gestaffelten Berliner Defensive. Lediglich Aleksandar Svitlica konnte für die Gäste mehrfach erfolgreich abschließen und kurzzeitig auf fünf Treffer verkürzen. Auf der Gegenseite blieben die Berliner in der Offensivbewegung gnadenlos, trafen aus nahezu allen Lagen. Vor allem die Bronzemedaillengewinner von Rio drückten jetzt dem Spiel ihren Stempel auf. Während Silvio Heinevetter die nächste Parade zeigte, stellten Paul Drux und Steffen Fäth mit ihren Treffern wieder eine Sieben-Tore-Führung her. Das erfolgreiche Berliner Nationalmannschafts-Quartett wurde kurz darauf durch Fabian Wiede komplettiert, der mit einem Doppelschlag auf 29:21 erhöhte (47.).

Als die letzten zehn Minuten der Begegnung anbrachen, hatten die Füchse Berlin bereits frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt. In der Zwischenzeit wurde der Lautstärkepegel in der Max-Schmeling-Halle noch einmal erhöht, als Petr Stochl für Silvio Heinevetter eingewechselt wurde. Die Berliner Fans feierten ihre Mannschaft bereits frühzeitig. Spätestens nachdem Mattias Zachrisson mit seinem siebten Tor auf 33:26 erhöhte und direkt im Anschluss Fabian Wiede erfolgreich konterte, war die Partie bei noch vier zu spielenden Minuten entschieden.

Minden bemühte sich um Ergebniskorrektur, doch auch Petr Stochl konnte sich mit mehreren Paraden auszeichnen. Hinzu kamen mehrere Pfostentreffer, die den Gästen ein besseres Ergebnis verwehrten. Die Füchse erhöhten erneut und feierten ihren ersten Heimsieg in der Bundesligasaison 2016/2017.




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