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23.11.2016|Spielbericht|CG

Hinspiel-Sieg für die Füchse gegen RK Velenje im EHF-Cup

Die Füchse Berlin haben am Mittwochabend mit 29:24 (13:10) gegen RK Velenje gewonnen. Mit fünf Toren Vorsprung gehen sie am Samstag ins Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde vor heimischem Publikum, um in die Gruppenphase des EHF-Cups einzuziehen. In Slowenien konnten sie auf eine starke Abwehr und dahinter auf einen glänzend aufgelegten Silvio Heinevetter vertrauen, sodass technische Fehler im Angriff größtenteils ohne Konsequenzen blieben.

Im slowenischen Velenje gewannen die Füchse mit fünf Toren Differenz

Im Voraus der Partie hatte Drago Vukovic sein Team gewarnt: „Unterschätzt dieses Team nicht, die haben fast Champions League gespielt und sind immer ein sehr unangenehmer Gegner!" Dazu hat er einen alten Kollegen von sich wiedergetroffen: Der 104-Kilo-Kreisläufer Alem Toskic ist ein ehemaliger Weggefährte Vukovics.

Die ersten fünf Minuten gingen gut los aus Berliner Sicht, die Gäste legten ein 3:0 vor durch die Treffer von Petar Nenadic und Kresimir Kozina. Dazu stand die Abwehr sehr gut, bei den daraus resultierenden Kontern wirkte Velenje überfordert. Deren erstes Tor fiel erst in der achten Minute von rechtsaußen zum 4:1 - verwandelt durch Matjaz Brumen. Dies war der Startschuss für den einzigen wirklichen Aufholversuch der „Wespen", wie die Velenjer wegen ihrer schwarz-gelben Trikots heißen. Sie konnten innerhalb der nächsten fünf Minuten drei Mal einnetzen und erzielten sogar den Anschlusstreffer (5:6, 13.). Doch knapper wurde es nicht mehr, denn die Berliner spielten munter ihre Taktik und kamen so regelmäßig zu Torerfolgen, während die Abwehr weiterhin stabil stand. So ging es hin- und her, Berlin lag stets mit bis zu fünf Toren vorn und es sah zu keinem Zeitpunkt so aus, als würden die Vereinsweltmeister etwas anbrennen lassen. Dabei setzten sich die Füchse mit einzelnen Aktionen zusätzlich in Szene, beispielsweise mit einem Hüftwurf von Petar Nenadic ins obere linke Eck (9:5, 17. Minute). Im Anschluss daran nahm Velenje-Trainer Borut Plaskan die erste Auszeit.

Velenje kam häufig einen Schritt zu spät und ließ sich zu taktischen Fouls hinreißen, mit Hans Lindberg hatten die Berliner einen sicheren Siebenmeterschützen in ihren Reihen, der Däne traf fünf von fünf Strafwürfe.

Zur Halbzeit stand es verdient 13:10 für die Füchse, gestützt durch einen starken Silvio Heinevetter, der sich zudem auf seine Abwehr verlassen konnte. Es hätte aber auch eine deutliche Führung geben können, wenn nicht individuelle Fehler zu Hauf begangen worden wären. Wie beispielsweise ein Fehlpass von Nenadic aus der Mitte nach außen, der einfach in den Händen des Gegners landete.

Nach Seitenwechsel begrüßte der Fanclub „Saleski grascaki" seine „Wespen" lautstark, sie hatten zudem Anwurf. Heinevetter parierte direkt und leitete einen erfolgreichen Konter ein - die Fans waren daraufhin wieder ruhiger. Als die Berliner drohten, mit sechs Toren davonzuziehen, erlaubten sich die Hausherren einen Torerfolg durch Kempa-Trick von halbrechts nach halblinks zu Rok Ovnicek (14:18, 37. Minute).

Nur selten waren die Männer von Trainer Erlingur Richardsson dermaßen gefordert, dass sie Fouls begehen mussten - wie Ignacio Plaza Jiménez in der 40. Minute, in der er für zwei Minuten vom Platz gestellt wurde. Doch auch die Unterzahl machte den Gästen nicht viel aus, hatten sie doch im schulterverletzten Fabian Wiede einen wieselflinken Halblinken, der seinen Gegenspieler Vid Levc in der 42. Minute mit einer Drehung einfach zum 20:16 hat stehen lassen. Das Spiel hatte abgesehen davon wenige Höhen und aus Füchse-Sicht auch kaum Tiefen. Nach wie vor waren die Hauptstädter mal mit drei, mal mit vier Toren vorn. Die Chancen auf fünf Tore vergaben sie allerdings regelmäßig, in Minute 50 war es Bjarki Elísson. Allerdings machte er den einen Fehlwurf wenige Minuten später mit einem Konter-Doppelpack wieder gut (21:27, 55. Minute).

Als es dreißig Sekunden vor Abpfiff 29:24 für Berlin stand, nahm Richardsson nochmal eine Auszeit, denn das Torverhältnis ist für das Rückspiel womöglich entscheidend. Durch einen Ballverlust von Fabian Wiede bekamen die Gastgeber allerdings nochmal die Möglichkeit, auf vier Tore heranzukommen - doch auch in dieser letzten Situation war Heinevetter parat und hielt die Fünf-Tore-Führung und damit eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel fest.

Drago Vukovic sagte nach dem Spiel: „Es war am Ende ein super Ergebnis, es hätte aber höher ausgehen können. Wir haben uns zu viele technische Einzelfehler erlaubt. Vielleicht ist es aber auch besser so, als mit zehn Dingern zu gewinnen, dann sind wir für das Rückspiel konzentrierter!"

Sportkoordinator Volker Zerbe zieht ein ähnliches Fazit: „Es war das erwartet schwierige Spiel. Velenje ist ein heimstarkes Team, glücklicherweise habe wir gut in die Partie gefunden. Unsere Abwehr stand stabil, vorne waren wir erfolgreich, leider hat sich aber eine hohe Fehlerzahl eingeschlichen, die uns ein höheres Ergebnis verwehrt hat. Obwohl die Fehler nicht nachgelassen haben, konnten wir mit fünf Toren gewinnen - jetzt haben wir alle Karten in der Hand, um am Samstag im Fuchsbau in die Gruppenphase einzuziehen."

Am Samstag spielen beide Teams wieder gegeneinander, dann in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Ab 19:30 Uhr geht es um den Einzug in die Gruppenphase des EHF-Cups. Tickets gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet.




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