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01.03.2017|Information|CB, CG

Ein bisschen EHF-Geschichte zur Einstimmung auf heute Abend

Zum Glück sind wir in die Gruppenphase des diesjährigen EHF-Pokals eingezogen, sonst könnten wir nicht zum mittlerweile vierten Teil unserer Serie und damit zum schönsten Teil der Berliner EHF-Pokal-Geschichte kommen ... der Saison 2014/15!

Europapokalsieger 2015!

Als frischgebackener DHB-Pokalsieger brauchten die Füchse diesmal nicht zu rechnen, zu hoffen oder zu bangen. Es stand schon früh fest: sie werden auf jeden Fall wieder im EHF-Pokal starten dürfen.
Doch mit Nantes wartete bereits in Runde drei vor der Gruppenphase eines der schwierigsten Lose (die Franzosen waren im Jahr 2013 Ausrichter des Final Fours und unterlagen in eigener Halle erst im Endspiel den Rhein-Neckar Löwen.)
Das Hinspiel im Fuchsbau ging mit einem 23:18-Sieg an die Füchse. Baba Jaszka gab nach längerer Verletzung sein Comeback und spielte, als wäre er nie weggewesen. Fünf Tore Vorsprung waren erfreulich, aber ein Ruhekissen sollte es nicht sein.

50 Minuten lang taten die Füchse im Rückspiel alles dafür, diesen Vorsprung aus dem Hinspiel zu halten. Dann aber lief plötzlich kaum noch etwas zusammen. Nantes holte Tor um Tor auf und siegte am Ende mit 28:23 - was dank des besseren Verhältnisses der Auswärtstore für Berlin reichte. Länger hätte das Spiel sicherlich nicht dauern dürfen. Auf jeden Fall war der Weg frei für ein erneutes Ausrichten des Final Fours in Berlin, die Füchse bekamen den Zuschlag im Februar.

Nun musste die Gruppenphase überstanden werden. Mit Porto und Vojvodina gab es zwei lösbare Aufgaben. Nur die Dänen aus Skjern konnten die Füchse in eigener Halle ärgern. „Katastrophe" war ein erstes Statement von Dagur Sigurdsson nach der 28:32-Niederlage in Dänemark. Doch bereits im Rückspiel konnten die Füchse mit einem 29:24-Heimsieg erfolgreich Revanche nehmen. Weitere Siege gegen Porto und Vojvodina bedeuteten den Gruppensieg und die automatische Qualifikation für das Final Four - das Viertelfinale wird vom Gastgeber des Turniers regelkonform übersprungen.

Hamburg, Velenje, Skjern und die Füchse hießen die vier Teilnehmer im Mai - und die Füchse bekamen es im Halbfinale mit den Slowenen aus Velenje zu tun. An dieser Stelle erneut auszuscheiden, war die große Angst der Berliner - deshalb gingen sie sehr konzentriert zu Werke und konnten sich am Ende verdient mit 27:24 durchsetzen. Tino Igropulo und Fredrik Petersen warfen zusammen knapp die Hälfte der Füchse-Tore.

Zum ersten Mal standen die Hauptstädter nun in einem internationalen Finale - mit dem HSV Hamburg wartete ein Gegner aus der Bundesliga auf Sigurdssons Team. Das Endspiel wurde - wie sollte es auch anders sein - ein Krimi. Die 16:13-Halbzeitführung war fünfzehn Minuten vor Schluss wieder vergeben. 24:24 stand es auch noch in der 51. Minute, anschließend schlug die Stunde unserer Jugend: Fabian Wiede und Paul Drux behielten die Nerven und übernahmen die Verantwortung in den angespannten letzten Minuten. Sie gewannen mit 30:27 und somit ihren ersten internationalen Titel.

Tobte die Halle? Na und ob! Ein freudiger, kurzzeitiger Weltuntergang schwappte über die 9.000 Sitze der Max-Schmeling-Halle. Klar, die HSV-Fans hielten sich dezent zurück mit ihrer Freude, der „Bärenfuchs" zierte aber dennoch die Brust der meisten anwesenden Handball-Enthusiasten.
Als der frischgebackene EHF-Pokalsieger 2015 schließlich den Pokal in eigener Halle hochstemmte, wurde allen klar: Wir hatten es endlich und tatsächlich geschafft!
Die Stimmung im Fuchsbau war einmalig - und auch heute können wir gegen GOG wieder für eine tolle Stimmung und dafür sorgen, dass der nächste Pokal etwas näher an die Hände unseres Teamkapitäns Petr Stochl heranrückt.




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