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22.03.2017|Spielbericht|EliT, CG

Heinevetter und Lindberg führen die Füchse zum Sieg gegen Wetzlar

Die Füchse Berlin holten sich am Mittwochabend einen 27:24 (12:13)-Sieg gegen die HSG Wetzlar. Vor 6334 Zuschauern brauchten sie in der heimischen Max-Schmeling-Halle gut 45 Minuten, um ins Spiel zu finden. Vor allem Jannik Kohlbacher von der HSG bereitete den Gastgebern immer wieder Probleme. Am Ende setzten sich die Füchse allerdings dank einer guten Leistung von Silvio Heinevetter und den acht Treffern von Hans Lindberg mit drei Toren Abstand durch. Für Wetzlar waren Philipp Weber und Jannik Kohlbacher jeweils sechs Mal erfolgreich.

Silvio Heinevetter und Jannik Kohlbacher waren überragende Akteure des Spiels
© Bildnachweis: Wolfgang Strack

Wetzlar startete hellwach. Jannik Kohlbacher traf schnell zum 0:1 und legte kurz darauf zum 0:2 nach. Erst danach konnte Kent Robin Tönnesen für die Füchse den ersten Treffer markieren. Auf der Gegenseite erhöhte Lindskog wieder auf 1:3. Im Angriff taten sich die Füchse schwer, Kohlbacher konnte beim 2:4 bereits sein drittes Tor werfen. Trotz der defensiv agierenden Abwehr bekamen die Hauptstadthandballer den Nationalspieler am Kreis nicht in den Griff. Petar Nenadic konnte dennoch den Anschlusstreffer erzielen und nur wenige Augenblicke später gelang Elísson per Konter nach langen Pass von Silvio Heinevetter das 4:4 (8.).

Die Füchse schienen nun ins Spiel gefunden zu haben. Elísson, der eingelaufen war, bekam einen Pass von Tönnesen und verwandelte zum 5:5, Hans Lindberg sorgte dann per Gegenstoß für das 6:5 und damit auch für die erste Füchse-Führung in dieser Begegnung. Die nächsten Minuten gestalteten sich ausgeglichen und erst in der 17. Minute konnte Philipp Weber nach einem verwandelten Siebenmeter gegen Petr Stochl sein Team beim 8:9 in Front bringen.

Die Mannschaft von Velimir Petkovic bekam Kohlbacher auch weiterhin nicht unter Kontrolle und so machte dieser das 8:10. Einige Augenblicke später bekam die HSG bereits ihren sechsten Siebenmeter. Silvio Heinevetter war jedoch warmgelaufen, parierte gegen Philipp Weber und Hans Lindberg nutzte die Möglichkeit zum 10:10-Ausgleich. In Unterzahl konnte Wetzlar in der Folge erneut auf 10:12 davonziehen.

Nach einer vergebenen Chance von Plaza hatten die Gäste nun die Möglichkeit, den Abstand auf drei Treffer zu erhöhen. Kai Wandschneider rief seine Mannschaft zusammen, um den nächsten Angriff zu besprechen - allerdings mit wenig Erfolg. Silvio Heinevetter parierte den Wurf und nach einer Auszeit der Füchse traf Hans Lindberg bereits zum vierten Mal zum 11:12 und Petar Nenadic legte das 12:12 nach. Philipp Weber markierte vom Siebenmeterstrich den 12:13-Halbzeitstand.

Der zweite Durchgang startete wie der erste. Wetzlar machte zwei schnelle Tore und setzte sich auf 12:15 ab. Es ging weiter hin- und her, eine gelungene Offensivaktion des einen Teams wurde abgelöst von der nächsten des anderen. Jedoch fand Berlin ab der 45. Minute immer mehr zu gewohnter Stärke. Die Halle trieb die Berliner zusätzlich an. Heinevetter gab seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt und Hans Lindberg und Steffen Fäth stellten mit ihren Treffern zum 23:20 (50.) die erste Drei-Tore-Führung her.

Beim 26:23 nahm Kai Wandschneider die nächste Auszeit. Diese fruchtete und so konnte Stefan Cavor auf 26:24 verkürzen. Damit wurde es in den letzten zwei Minuten erneut spannend. Wiede übernahm bei seinem ersten Heimspiel seit der Schulter-Operation im Dezember Verantwortung, setzte sich durch und sorgte für das 27:24. Philipp Weber trat nochmal zum Siebenmeter gegen Silvio Heinevetter an, warf jedoch über das Tor, wodurch der Endstand fixiert war.

„Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung heute, wir waren mit viel Herz und einer tollen Abwehr dabei. In der ersten Halbzeit haben wir von unseren Gegenstößen profitiert, in der zweiten leider nicht mehr. Dadurch haben wir uns mehr anstrengen müssen, was Kraft geraubt hat. Jannik Kohlbacher hat einen tollen Tag erwischt und war eine Waffe", sagte Wetzlar-Trainer Kai Wandschneider nach der Partie.

Füchse-Coach Velimir Petkovic war zufrieden mit den zwei Punkten, die sein Team erkämpft hat. Dennoch kritisierter er: „Wir hatten keine gute Abwehr und keinen guten Angriff. Wetzlar hat uns am Anfang richtig in Bedrängnis gebracht und unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. In Halbzeit zwei hat sich unsere Abwehr stabilisiert, dadurch haben wir Selbstvertrauen getankt und souverän gewonnen."

Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl, Lindberg (8,/2), P. Nenadic (7, eine Zeitstrafe), Elísson (5), Wiede (3), Tönnesen (2), Fäth (2), Gojun (eine Zeitstrafe), Plaza, Kozina (eine Zeitstrafe), D. Nenadic, Drux, Struck, Zachrisson

HSG Wetzlar: Buric, N. Weber, P. Weber (6/5), Kohlbacher (6), Cavor (3), Björnsen (2, eine Zeitstrafe), Mirkulovski (2), Berggren (2), Kvist (2), Lindskog (1, eine Zeitstrafe), Hahn, Klesniks (eine Zeitstrafe), Schreiber, Kraft




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