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03.09.2017|Spielbericht|pb/EliT

„Patient" Stochl führt Füchse zum Auftakt-Sieg gegen Ludwigshafen

Die Füchse Berlin haben sich die ersten beiden Punkten der neuen Bundesliga-Saison gesichert. Zum Auftakt schlugen die Berliner den starken Aufsteiger Die Eulen! Ludwigshafen mit 31:24 (17:14). Zum Matchwinner avancierte einer, der eigentlich gar nicht hätte spielen sollen.

Er wuchs über sich hinaus: Petr Stochl zog den Friesenheimer Handballern den Zahn.
© Bildnachweis: Lächler

Oft kommt es anders als man denkt. Am frühen Morgen wollte Petr Stochl seinem Trainer eigentlich eine Absage erteilen. Der Keeper und Publikumsliebling der Füchse fühlte sich wegen einer Erkältung schlapp. „Er wollte eigentlich gar nicht spielen", verriet Petkovic hinterher. Doch er musste. Denn den anderen Keeper, Silvio Heinevetter, hatte es noch viel schlimmer erwischt. Heinevetter lag mit Fieber flach war gar nicht erst in der Halle. Während „Heine" das Bett hütete, wuchs sein Keeper-Kollege über sich hinaus. Mit etlichen Paraden zog der Tscheche den Handballern aus Süddeutschland den Zahn. Sportkoordinator Volker Zerbe: „Petr hat wirklich überragend gehalten."

Sechs Tage nach dem Vize-Titel bei der Klub-WM in Doha erwischten die Füchse vor 6332 Fans im Fuchsbau den besseren Start. Steffen Fäth sorgte mit einem Doppelschlag für das 2:0 für die Gastgeber. Auf den Treffer von Jan Remmlinger hatte Kevin Struck die passende Antwort parat und nachdem die Eulen bei angezeigtem passiven Spiel mehr als sechs Pässe zum Abschluss benötigten, erhöhte Marko Kopljar in der fünften Minute bereits auf 4:1. In der Anfangsphase bestachen die Berliner vor allem durch eine starke Abwehr und einen gut aufgelegten Stochl, der bereits in den ersten Minuten einige Würfe parieren konnte. Als Hans Lindberg vom Siebenmeterpunkt das 6:2 markierte, hatte Matschke genug gesehen und zog nach sieben Minuten die grüne Karte.

Der Eulen-Coach wechselte das Deckungssystem und brachte nun Patrick Weber, der im Angriff im linken Rückraum agierte und in der Defensive an der Spitze der 5:1-Abwehr stand. Djozic verkürzte zunächst auf 6:3, doch Erik Schmidt stellte mit seinem Treffer zum 7:3 den Vier-Tore-Vorsprung wieder her. Doch langsam kamen auch die Gäste in Fahrt. Angeführt von Patrick Weber verkürzten sie trotz Unterzahl zum 9:7. Die nächsten beiden Tore fielen erneut für die Füchse, sodass nach fünfzehn Minuten ein 11:7 auf der Anzeigetafel stand.

Kurz vor der Pause bekamen die Eulen noch einen Siebenmeter zugesprochen, doch Stochl war nicht zu bezwingen und so gingen die Füchse mit drei Toren Vorsprung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit blieb es zunächst eng. Doch dank der starken Lindberg und Fäth sowie des überragenden Stochl konnten die Berliner letztlich davonziehen. Stochl erwies sich zum Ende der Partie als regelrechter Angstgegner für die Gäste. Während die Eulen den Ball einfach nicht an dem Tschechen vorbeikamen sorgten Petar Nenadic und Fabian Wiede für das 29:21 (55.). Damit war die Vorentscheidung bereits gefallen.

In der Folge verkürzten die Eulen noch einmal, an der Niederlage ließ sich jedoch nichts mehr ändern. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Velimir Petkovic mit 31:24 durch. Nach dem Abpfiff sagte Stochl mit krächzender Stimme: „Als ich hörte, dass Heine auch krank ist, war für mich klar, dass ich spiele. Ich freue mich, dass ich dem Team helfen konnte."

Beste Schützen ihrer Mannschaften waren Hans Lindberg und Steffen Fäth für die Füchse und Denni Djozic und Patrick Weber mit jeweils sechs Treffern. Am Donnerstag reisen die Füchse zum Derby nach Magdeburg. Petkovic: „Wir sind mit einem Sieg gestartet. Das stimmt mich zufrieden. Doch gegen Magdeburg müssen wir uns steigern. Da erwarte ich ein ganz anderes Spiel."

Jaaa! Jakov Gojun brüllt seine Freude über den Auftaktsieg heraus.
© Bildnachweis: Lächler



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