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07.09.2017|Spielbericht|pb

Auftakt nach Maß: Füchse behalten kühlen Kopf und siegen auch im Derby in Magdeburg

Riesenjubel im Lager der Füchse Berlin: Die Hauptstadthandballer sind blendend in die neue Bundesliga-Saison gestartet und haben auch das schwere Auswärts-Derby beim SC Magdeburg mit 30:26 (13:13) gewonnen. Überragender Mann auf Seiten der Berliner war Rückraumspieler Steffen Fäth.

Steffen Fäth war überragender Mann im Derby und erzielte zehn Treffer.
© Bildnachweis: Pöhland

Auch SCM-Trainer Bennet Wiegert musste es neidlos anerkennen: „Steffen Fäth war heute richtig stark." Der Nationalspieler der Füchse war in der Tat der überragende Mann auf der Platte und führte die Berliner mit zehn Treffern zum Auswärtssieg. „Mir ist egal, wie ich gespielt habe", sagte Fäth hinterher ganz bescheiden. „Wichtig ist, dass wir das Spiel auswärts gewonnen haben."

Aber nicht nur Fäth, das gesamte Füchse-Team legte einen ganz starken Auftritt hin. Und das, obwohl man vor dem Spiel den Ausfall von Hans Lindberg verkraften musste. Der Routinier und Rechtsaußen musste krankheitsbedingt absagen und drückte in Berlin von der Couch aus die Daumen. Sein Kollege Mattias Zachrisson sprang ein und leistete einen Top-Job ab.

Die Füchse kamen gut ins Spiel. Eigengewächs Kevin Struck, der wie schon beim Auftakt gegen Ludwigshafen eine starke Leistung zeigte, brachte die Gäste vor 6472 Fans in Führung. Vom Anpfiff weg zeigte sich, dass auf die Füchse ein ganz harter Brocken wartet - denn die Magdeburger spielten mit acht Mannen. Die hitzige Atmosphäre von den Rängen schwappte auch aufs Parkett über. „Magdeburg ist für seine hitzige Stimmung bekannt", sagte auch Trainer Velimir Petkovic, der aber auch auf die eigenen Fans verwies: „Die Unterstützung unserer mitgereisten Anhänger war klasse."

In einem umkämpften Derby behielten die Füchse insgesamt einen kühleren Kopf. Zwar scheiterten sowohl Petar Nenadic als auch Fabian Wiede vom Strich am guten Keeper Jannick Green, doch das tat dem Füchse-Spiel keinen Abbruch. Die Hauptstadthandballer gingen im Hexenkessel in Sachsen-Anhalt sogar durch Steffen Fäth erstmals in Führung - 9:8 (17.).

In der Endphase der ersten Halbzeit mussten die Füchse in doppelter Unterzahl spielen, weil Jakov Gojun und Kevin Struck aufgrund von kleinlichen Entscheidungen der Schiedsrichter Zweitstrafen sahen. Ein Gegentor aber kassierten die Berliner nicht - im Gegenteil: Zachrisson brachte seine Farben sogar mit 13:12 in Führung. Zur Pause stand es 13:13.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter umkämpft und hitzig. Angeführt vom gut aufgelegten Fäth, der an diesem Abend zusammen mit Petar Nenadic für die wichtigen Tore zuständig war, gingen die Berliner in Führung und bauten diese gar auf 17:14 auf (36.). Mittlerweile war auch Rückkehrer Paul Drux im Spiel.

In der Crunch-Time zogen die Füchse trotz erneuter doppelter Unterzahl davon und gewannen letztlich verdient mit 30:26. Trainer Velimir Petkovic überglücklich: „Ich bin total stolz auf meine Truppe und überglücklich nach diesem Sieg. Wie wir auch in Unterzahl attackiert haben, das war richtig stark."

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning war nach dem Auswärtssieg verwundert und zufrieden zugleich: „Ich bin positiv überrascht. Damit habe ich in dieser Form nicht gerechnet. Wir haben sehr clever und verantwortungsbewusst gespielt.

Entscheidend war, dass wir die beiden Überzahlsituationen für uns entscheiden konnten." Hanning weiter: „Wiede, Drux und Vukovic sind alle noch nicht im Ansatz da, wo wir sie haben wollen. Lindberg und Elisson haben gefehlt. Demnach sind wir total zufrieden."

Einziger Wermutstropfen: Rückraum-Riese Marko Kopljar ging mit Adduktorenproblemen aus dem Spiel.

Die Füchse sind nach dem Derbysieg in Magdeburg Tabellenzweiter. Das nächste Spiel bestreiten die Berliner am 17. September beim TV Hüttenberg.

Spielfilm: 0:1 (2.), 3:3 (6.), 5:4 (10.), 7:7 (12.), 8:8 (16.), 8:9 (17.), 11:12 (22.), 12:12 (24.), 13:13 (30.), 17:17 (37.), 18:19 (42.), 20:23 (52.), 22:26 (55.), 24:28 (57.), 26:30 (60.)

Statistik: Stochl, Heinevetter - Vukovic, Struck (4,), Nenadic (4), Wiede (1), Gojun (1), Jimenez (1), Zachrisson (6), Fäth (10), Schmidt (2), Kopljar (1), Drux.




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