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21.09.2017|Information|pb

Sky-Moderatorin Christina Rann traut Füchsen im Interview den ganz großen Wurf zu

Sie spricht fünf Sprachen fließend: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch. Das kommt Christina Rann bei ihrer täglichen Arbeit zugute. Die 35-jährige wird bei Sky als Moderatorin in der Handball-Bundesliga eingesetzt - und traut den Füchsen Berlin im Interview vor dem Heimspiel gegen den TVB Stuttgart den ganz großen Wurf zu. Wir haben mit der Hamburgerin gesprochen.

Für Sky interviewte Christina Rann in Magdeburg unseren Rückraumspieler Steffen Fäth

FUCHSBAU: Christina, du wechselst ständig zwischen Fußball und Handball. Letzte Woche warst du noch bei der Fußball Europa League in London, Freitags moderierst Du die 2. Bundesliga, am Sonntag bist du beim Handball. Kommst du da nicht durcheinander?

Christina Rann: Es sind sehr viele Sendungen, da muss ich meinen Kopf schon immer wieder leeren, das stimmt. Dann drücke ich Reset und weiter geht&rsquot;s. Wenn Du mich jetzt nach den möglichen Aufstellungen meiner Handball-Partie der nächsten Woche fragst, dann muss ich passen (lacht). Ich brauche immer erst ein bisschen Vorbereitungszeit.

FUCHSBAU: Was sind für dich die grundlegenden Unterschiede zwischen Handball und Fußball?

Christina Rann: Bei der Fußball-Berichterstattung ist man wetterabhängiger (lacht). Der Handballsport ist viel familiärer. Die Interviews nach dem Spiel sind oft persönlicher als beim Fußball. Außerdem ist der Spielfluss ein anderer, beim Handball fallen Tore im Minutentakt, das hat eine andere Dynamik.

FUCHSBAU: Woher kommt deine Begeisterung für Handball eigentlich?

Christina Rann: Ich habe selbst sehr lange Handball gespielt. Im Alter von 14 bis dann im Jahr 2008 war ich beim THB Hamburg 03. Also habe ich mich damals sofort gemeldet, als ich hörte, dass Sky in die Handball-Berichterstattung einsteigt. Es war wirklich ein Traum für mich. Ich kann mich noch gut daran erinnern: im Abi-Buch habe ich damals unter Wünsche geschrieben: "Die Handball-Bundesliga moderieren".

FUCHSBAU: Ist es als Frau eigentlich schwieriger, sich im Sportgeschäft durchzusetzen?

Christina Rann: Ich muss schon zugeben, dass es 2008, als ich noch bei kicker.TV gearbeitet und mit der Videokamera auf dem Fußballplatz aufgeschlagen bin, eine andere Welt war. Jetzt haben wir das Jahr 2017. Es hat sich sehr viel geändert. Die Akzeptanz für Frauen in der Sportberichterstattung ist mittlerweile voll da. Für mich spielt es keine Rolle, ob ein Mann oder eine Frau berichtet.

FUCHSBAU: Die Bundesliga-Saison ist noch am Anfang, dennoch gab es viele Überraschungen. Wie stufst du die HBL in diesem Jahr ein?

Christina Rann: Es ist eine völlig verrückte Liga, die viel Spaß macht. Hannover schätze ich sehr stark ein. Beeindruckend, was die in den ersten Spielen hingelegt haben. Die Liga ist in der Spitze noch breiter zusammengewachsen. Das zeigt das Straucheln von Kiel und Flensburg. Auch Magdeburg, Melsungen und den Füchsen traue ich viel zu.

FUCHSBAU: Du sprichst uns an. Was glaubst du: wo landen wir am Ende der Saison?

Christina Rann: Ich durfte euer Spiel in Magdeburg begleiten. Das war schon stark. Ich traue den Füchsen durchaus den Sprung auf Platz zwei zu und mit etwas Glück könnte es für den ganz großen Wurf reichen.




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