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15.10.2017|Spielbericht|pb

Siegesserie gegen Ex-Fuchs Romero gerissen: Füchse kassieren in Hannover erste Saisonniederlage

Die Serie ist gerissen: Die Füchse Berlin haben ihr erstes Saisonspiel in der DKB Handball-Bundesliga verloren. Beim TSV Hannover-Burgdorf kamen die Hauptstadthandballer mit 27:33 (14:17) unter die Räder. Die erste Saisonniederlage ist vor allem einer ganz schwachen Abwehrleistung geschuldet.

© Bildnachweis: Lächler

5617 Zuschauer in der TUI Arena sahen vom Anpfiff weg einen schwachen Spitzenreiter. Der Ligaprimus aus Berlin agierte im Spitzenspiel in der Abwehr viel zu zimperlich und spielte zudem im Angriff zu hastig. Folglich lag man nach neun Minuten mit 3:7 zurück. Füchse-Trainer Velimir Petkovic war demnach überhaupt nicht zufrieden und nahm eine Auszeit. „Wir müssen vorne geduldiger spielen und hinten mehr attackieren", sagte der Trainer und redete in der kurzen Ansprache intensiv auf seine Spielern ein. Den Worten ihres Trainers folgten die in weißen Trikots auflaufenden Hauptstädter aber nur bedingt.

Gegen die zu Hause ungeschlagenen Hannoveraner, bei denen die Ex-Füchse Iker Romero, Sven-Sören Christophersen, Runar Karason, Fabian Böhm und Evgeni Pevnov unter Vertrag stehen, waren die Füchse an diesem Sonntagmittag meist einen Schritt zu langsam. Hannover hingegen war wacher, bissiger und konsequenter. Angeführt von einem bärenstarken Martin Ziemer im Tor und einem starken Casper Mortensen, bauten die Gastgeber ihre Führung sogar auf 12:6 (18.) aus.

Wieder nahm Petkovic eine Auszeit. Wieder redete er auf seine Mannen ein. „Wir spielen zu statisch. Bewegt euch mehr!", sagte der 61-Jährige. Doch die Spritzigkeit, die die Berliner in den ersten acht Spielen noch ausgezeichnet hatte, wollte zur frühen Anwurzelt (12.30 Uhr) einfach nicht zurückkommen.

Wenn die Berliner zu Toren kamen, dann oft nur durch Einzelaktionen wie beispielsweise bei den Anschlusstreffern zum 11:15 und 14:17 durch Nenadic. Das war auch letztlich der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Berliner etwas besser in die Partie. Petr Stochl stand jetzt im Kasten und hielt einen Ball; vorne markierte Paul Drux mit seinem 200. Treffer den Anschluss zum 16:18 (34.). Doch die Füchse wurden vor allem in der Abwehr wieder schwächer und lagen nach 40 Minuten folglich mit fünf Toren zurück (17:22). Hannover drehte in Person von Morten Olsen auf. Der 33-jährige Däne riss das Spiel an sich und traf zum 24:20 (42.) und 25:21 (45.). Die Berliner stellten die Deckung auf eine offensivere Variante um und rissen nun ab. Letztlich stand die erste Saisonniederlage fest.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning resümierte: „Uns hat von allem etwas gefehlt. Wir waren im Kopf zu langsam und in den Beinen zu schwerfällig. Die Niederlage geht völlig okay."

Trainer Velimir Petkovic nach dem Spiel: „Der Sieg geht verdient. Wir haben ab der ersten Minute nicht zur richtigen Einstellung gefunden. Wir haben viele Tore über die zweite Welle bekommen. In der Abwehr waren wir sehr schwach."

Rückraumspieler Fabian Wiede sagte nach dem Abpfiff: „Wir müssen ehrlich sein: wir hatten heute keine Chance. Wir waren in der Abwehr zu statisch und haben im Angriff keine Lösung gefunden. Das war kein guter Tag für uns. Die Niederlage ist völlig verdient."

Paul Drux: „Wir haben verdient verloren. Glückwunsch an Hannover. Wir haben alles probiert, aber es war einfach nicht mehr drin."

Nach der deutlichen Auswärtspleite in Niedersachsen haben die Berliner ihre Tabellenführung verloren. Spitzenreiter sind jetzt wieder die Rhein-Neckar Löwen, die in Wetzlar erfolgreich waren.

Für die Füchse geht es am Mittwoch im Pokal in Flensburg weiter. Drux: „Wir wissen, was wir können. Bei uns ändert sich jetzt nicht viel. Wir haken dieses Spiel ab und fokussieren uns jetzt auf Flensburg!"

Statistik: Stochl, Heinevetter - Wiede (5), Elisson, Vukovic, Struck (3), Gojun, Nenadic (9/2), Plaza Jimenez (1), Lindberg (1), Zachrisson (2), Drux (4), Fäth (1), Schmidt (1)




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