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16.11.2017|Spielbericht|pb

Füchse feiern elften Saisonsieg in Minden - Drux von GWD-Arzt mit vier Stichen genäht

Die Füchse Berlin feiern ihren elften Saisonsieg: die Hauptstädter haben das Auswärtsspiel bei GWD Minden souverän mit 37:29 (14:17) für sich entschieden und bleiben damit Spitzenreiter der DKB Handball-Bundesliga.

Erfolgreich: Die Füchse gewinnen souverän in Minden
© Bildnachweis: Lächler

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning: „Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt, auch wenn wir durch die vielen Ausfälle innerhalb des Spiels immer wieder neue Lösungen finden mussten. Zufrieden bin ich mit der Anzahl der schnellen Gegenstoßtore."

Die Füchse starteten mit Petr Stochl im Tor für den angeschlagenen Silvio Heinevetter, zudem mit den fünf deutschen Akteuren Erik Schmidt, Kevin Struck, Steffen Fäth, Fabian Wiede und Paul Drux. Der leicht angeschlagene Spielmacher Petar Nenadic (Wade), der am frühen Vormittag mit dem Zug aus Berlin nachgereist war, blieb zunächst auf der Bank. Und auch ohne Spitzenspieler Nenadic legten die Füchse einen konzentrierten Beginn hin. Schon früh führten sie mit 5:2 (7.).

Allerdings schlichen sich Unkonzentriertheiten im Spiel der Berliner ein. Minden kam nach 17 Minuten zum 7:7-Ausgleich und führte nach 25 Minuten sogar mit 12:11. Trainer Velimir Petkovic: „Wir haben konzentriert angefangen und hatten immer eine Antwort auf Mindens Tore parat. Dann sind wir aber plötzlich zu überheblich aufgetreten. Das hat mir nicht gefallen. Wir haben viele leichte Fehler im Angriff gemacht und einfache Tore kassiert."

Letztlich fing sich seine Mannschaft aber wieder vor 2150 Zuschauer in der Kampa-Halle in Ostwestfalen und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeit.

Aus der Pause kamen die Berliner gegen die seit fünf Spielen ungeschlagenen Mindener allerdings nicht so wie gewünscht. Ganze fünf Minuten brauchte es, bis Steffen Fäth das erste Füchse-Tor zur 18:17-Führung warf. Angeführt von Petar Nenadic, der in wichtigen Phasen zum 21:18 (39.) und 24:21 (40.) traf, zogen die Füchse dann aber davon. Letztlich setzten sich die Berliner dank ihrer individuellen Klasse deutlich gegen Minden durch. Mattias Zachrisson, der mit sechs Treffern ein gutes Spiel machte, sorgte für den Endstand von 37:29. Bester Werfer bei den Füchsen war Steffen Fäth mit sieben Toren.

Fabian Wiede, der zwischenzeitlich wegen Knieproblemen vom Feld musste: „Wir haben uns wie gewohnt in Minden schwergetan. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme. Mitte der zweiten Halbzeit standen wir dann in der Abwehr wesentlich besser und sind zu einfachen Tore gekommen."

Mattias Zachrisson befand: „Wir haben uns streckenweise sehr schwer getan. Aber mit unserer Routine konnten wir das Spiel in der zweiten Hälfte zu unseren Gunsten entscheiden."

Das Team von Velimir Petkovic bleibt nach dem elften Saisonsieg in Minden an der Tabellenspitze, vor der SG Flensburg-Handewitt, die deutlich gegen Hüttenberg gewann (38:23), und den Rhein-Neckar Löwen, die überraschenderweise in Melsungen patzten (26:29).

Morgen früh fliegen die Füchse von Münster über Frankfurt am Main nach Porto. Dort bestreiten die Berliner am Freitagabend eine Trainingseinheit, ehe am Samstagabend um 19.30 Uhr die Partie in der dritten Quali-Runde des EHF-Pokals gegen den FC Porto angepfiffen wird.

Die Füchse bedanken sich im Übrigen bei Mindens Team-Arzt, der Paul Drux in der Halbzeit mit vier Stichen an einer Platzwunde am Kinn genäht hat!

Statistik: Stochl, Heinevetter - Wiede (5), Elisson (1), Vukovic (1), Struck (2), Gojun (1), Nenadic (6), Lindberg (3/2), Zachrisson (6), Fäth (7), Simak, Schmidt, Kopljar (1), Drux (3)

Paul Drux wurde in der Halbzeit von Mindens Teamarzt mit vier Stichen genäht.
© Bildnachweis: Füchse



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