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18.11.2017|Spielbericht|pb

EHF-Cup: Füchse gewinnen Hinspiel beim FC Porto mit 30:27 und legen Grundstein fürs Weiterkommen

Die Füchse Berlin haben den Grundstein für ein mögliches Weiterkommen im EHF-Pokal gelegt. Beim FC Porto gewann der Handball-Bundesligist mit 30:27 (14:12), versäumte es allerdings, sich ein noch komfortableres Polster zu erspielen.

© Bildnachweis: Lächler

Vor 1091 Zuschauern im Dragao Caixa kamen die Berliner, die wenige Stunden vor dem Anpfiff noch mit dem gesamten Team einen Spaziergang am Strand bei angenehmen 19 Grad absolvierten, nur ganz schwer in Tritt. Nach drei Minuten lagen sie mit 1:2 zurück. Zu allem Überfluss sah Abwehrchef Jakov Gojun nach nur acht Minuten auch noch wegen eines Foulspiels von den ungarischen Schiedsrichtern die Rote Karte. Folglich mussten die ohnehin dezimierten Berliner, die ohne den verletzten Fabian Wiede (Knie) nach Portugal gereist waren, mit nur zwölf Mann auskommen.

Der Motor des Spitzenreiters der DKB Handball-Bundesliga, der 48 Stunden zuvor noch ein Ligaspiel bei GWD Minden mit 37:29 gewann, wollte zu keiner Zeit des Spiels so wirklich in Fahrt kommen.

Zwar drehten die Füchse das Spiel und gingen durch Hans Lindberg (7:5) und Petar Nenadic (8:6) wieder in Führung, doch die Portugiesen glichen nach 23 Minuten wieder aus (10:10). In die Halbzeit ging es mit einer knappen 14:12-Führung.

Aus der Pause kam Porto wesentlich besser. Die vom Dänen Lars Walther (früher unter anderem Hildesheim und Emsdetten) trainierten Portugiesen wirkten frischer, wacher und nutzten die Lücken in der Füchse-Deckung. Porto kam zum Ausgleich und hielt die Partie offen.

Das lag vor allem aber auch daran, weil die Füchse mit ihren Chancen im Angriff zu fahrlässig umgingen. Mehrfach ließen sie gute Möglichkeiten aus und gaben einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung (44./22:18) aus der Hand. Porto glich kurz darauf zum 23:23 aus.

Vor allem in den Schlussminuten ließ die Konzentration nach, was sich in zwei vergebenen Top-Chancen durch Lindberg und Drux (scheiterten beide an Hugo Laurentino) zeigte. Am Ende stand dennoch ein 30:27-Arbeitssieg zu Buche.

Bester Werfer bei den Füchsen war Hans Lindberg mit elf Treffern.

Für den Vorjahres-Finalisten Füchse Berlin geht es schon am Donnerstag zu Hause im Fuchsbau mit dem Rückspiel der 3. Quali-Runde weiter. Das Petkovic-Team peilt den Einzug in die Gruppenphase des EHF-Pokals ein.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning nach dem Spiel: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, wenngleich es sehr gefährlich ist. Wir dürfen uns im Rückspiel nicht zu sicher fühlen und müssen konzentriert bleiben."

Füchse-Trainer Velimir Petkovic: „Das war ein sehr hartes Spiel. Wir haben zehn bis 15 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel und zur richtigen Einstellung gefunden haben. Wir waren in vielen Aktionen zu unkonzentriert. Dennoch haben wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeitet und haben nun gute Chancen auf ein Weiterkommen."

Statistik: Stochl, Heinevetter - Elisson (3), Vukovic, Struck, Gojun, Nenadic (6), Lindberg (11/4), Zachrisson (1), Fäth (1), Schmidt (3), Kopljar (3), Drux (2).




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