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26.12.2017|Spielbericht|pb/eliT

23:23-Remis: Heinevetter hält Punktgewinn im Emotions-Derby gegen Magdeburg fest

Die Füchse Berlin haben sich mit einem Remis in die Winterpause verabschiedet. Die Hauptstädter trennten sich in einem emotionalen Weihnachts-Derby vom SC Magdeburg mit 23:23 (11:16). Silvio Heinevetter rettete mit einem gehaltenen Siebenmeter in der Schlussphase den Punktgewinn.

Silvio Heinevetter entschärfte den entscheidenden Siebenmeter gegen Robert Weber.
© Bildnachweis: Lächler

Alles spitzte sich auf diesen einen Siebenmeter zu. Nach vorangegangenen 60 intensiven Minuten bekam der SC Magdeburg beim Stand von 23:23 einen Siebenmeter zugesprochen. Die ausverkaufte Max-Schmeling-Halle kochte über. Robert Weber, eigentlich ein todsicherer Schütze, nahm sich den Ball - und scheiterte an Silvio Heinevetter.

„Silvio ist zurückgekommen - und zwar genau im richtigen Moment. Er hat heute ein starkes Spiel gemacht und 15 Bälle gehalten, so viele wie in noch keinem Spiel", lobte Füchse-Trainer Velimir Petkovic. Damit hielt Heinevetter den Punktgewinn fest.

Vor dem Anpfiff wurde zunächst Spielmacher Petar Nenadic gebührend verabschiedet, der die Füchse in Richtung Veszprem verlässt. Doch mit Spielbeginn war das vergessen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Es war das erwartete emotionale Kampf-Derby.

Den besseren Start erwischten die Hausherren. Nach einem Abspielfehler war Silvio Heinevetter sofort zur Stelle und parierte einen Gegenstoß von Robert Weber. Steffen Fäth traf auf der Gegenseite und brachte seine Mannschaft in Führung. Bis zum 3:3 durch Kopljar blieb der Spielstand ausgeglichen, dann zogen die Füchse mithilfe ihres Torhüters und dem durch Lindberg verwandelten Siebenmeter auf 7:4 (10.) davon.

In der Folge hatten die Berliner jedoch zunehmend Probleme im Abschluss und machten einige einfache Fehler. Die Magdeburger nahmen diese Geschenke dankend an und Mads Christiansen vollendete den 4:0-Lauf zum 7:8 (16.) und damit der Gästeführung. Velimir Petkovic entschied sich für die Auszeit und brachte nun Wiede für Kopljar. Es lief dennoch noch nicht wieder rund bei den Berlinern. Nach Fehlwürfen auf beiden Seiten fiel erst vier Minuten später der nächste Treffer. Michael Damgaard netzte aus dem Rückraum zum 7:9 (20.) ein.

Die Füchse agierten nun offensiver in der Abwehr. Wiegert rief seine Mannschaft zusammen, um sie auf die neue Situation einzustellen. Als die Magdeburger mit fünf Toren führten, entschied sich Petkovic für die zweite Auszeit. Petkovic, der mit einigen Pfiffen der Schiedsrichter nicht zufrieden war, beschwerte sich lautstark und erhielt dafür eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. In Unterzahl sorgte Zachrisson für das 11:15. Beim Stand von 11:16 ging es dann in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel blieb es spannend und dramatisch. Die Füchse, angetrieben von 9000 Fans im ausverkauften Fuchsbau, lagen zwar zwischendurch mit 12:18 zurück, kämpften sich aber fortan in unnachahmlicher Manier ran. Petar Nenadic verringerte den Abstand mit seinem sechsten und siebten Treffer beim 19:21 (53.) auf zwei Tore. Steffen Fäth kam zurück in die Partie und machte das 20:22 (54.). Der Ausgang des Spiels war wieder vollkommen offen.

Dann spitzte sich alles zu: Petar Nenadic sorgte per Siebenmeter für den 22:23-Anschluss. Heinevetter zeigte in der Schlussphase wichtige Paraden und ermöglichte seiner Mannschaft so die Möglichkeit zum Ausgleich. Nenadic trat erneut gegen Green an und glich zum 23:23 aus. Es waren noch 14 Sekunden auf der Uhr, Wiegert zog die grüne Karte. Der SCM holte einen Siebenmeter heraus. Silvio Heinevetter hielt bei abgelaufener Uhr seinen Kasten gegen Robert Weber sauber und sicherte seinem Team damit einen Punkt.

Nenadic war mit neun Treffern bester Werfer. Sportkoordinator Volker Zerbe: „Petar wollte unbedingt gewinnen. Seine Einstellung war unglaublich. Er hat gezeigt, dass er mit dem Kopf noch nicht in Veszprem ist, sondern weiterhin voll bei uns. Das zeigt seinen großartigen Charakter."

Die Füchse verabschieden sich jetzt in die Winterpause. Am 11. Januar bittet Petkovic zum offiziellen Trainingsstart - allerdings mit einem dezimierten Kader. Die Nationalspieler vertreten nämlich bei der EM in Kroatien ihre Länder.

Statistik: Heinevetter, Stochl - Wiede, Elisson (1), Vukovic, Struck, Mandalinic (2), Gojun (2), Nenadic (9), Lindberg (2), Zachrisson (1), Fäth (4), Urios, Schmidt, Kopljar (2), Drux




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