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16.01.2018|Nationalmannschaft|rom

EURO: Deutschland nach Krimi in der Hauptrunde, Dänemark folgt

Es war ein Spiel, es war ein Krimi und es wird noch viel darüber zu reden sein. Deutschland spielt gegen Slowenien letztlich 25:25, der entscheidende Siebenmeter für Deutschland fällt nach dem Videobeweis. Dänemark ist trotz eines 27:28 gegen Tschechien wie Deutschland auch in der Hauptrunde. Für Island fällt die Entscheidung über die Hauptrunde heute.

© Bildnachweis: WORKS

Das Spiel des deutschen Teams gegen Slowenien wird die Mannschaften, Offiziellen, Fans und Medien sicher noch Tage begleiten und ist nur schwer in Worte zu fassen. Einerseits spielte Deutschland in allen Belangen schlechter als gegen Montenegro und schlechter als der Gegner aus Slowenien. Zwischenzeitlich lag Deutschland beim 9:15 schon mit sechs Toren zurück. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel in doppelter Überzahl dann gedreht, bevor Slowenien in der Schlussphase wieder in Führung ging. In der Schlussminute dann das 24:24 durch Paul Drux mit seinem einzigen Treffer, doch den Slowenen gelingt gegen Silvio Heinevetter noch das 25:24.

War das Spiel schon packend genug, der eigentliche Krimi begann jetzt erst. Silvio Heinevetter fischte den Ball aus dem Netz und spielte ihn zu Paul Drux. Der wollte den Anwurf ausführen, wurde aber von drei Slowenen behindert. Die Zeit schien abgelaufen und das Spiel entschieden, doch Heinevetter wies die Schiedsrichter darauf hin, dass die Behinderung von Drux eigentlich Konsequenzen haben müsste. Daraufhin bemühten die Unparteiischen den Videobeweis und mussten dabei vor allem feststellen, ob die Behinderung von Drux vor oder nach dem Ende der Spielzeit erfolgte. Die TV-Bilder sind übrigens hier keine Hilfe zur Interpretation, da die dort angezeigte Spielzeit nicht mit der Hallenuhr und dem Kampfgericht gekoppelt ist sondern manuell gestoppt wird und hier ging es um Sekunden. Außerdem war die Frage, ob Paul Drux den Anwurf ausführen konnte oder nicht. Sie entschieden letztlich nach bangen Minuten für ein Vergehen Sloweniens, für Deutschland gab es einen Siebenmeter und den verwandelte Tobias Reichmann souverän zum 25:25.

Da Slowenien gegen das Spielergebnis Protest eingelegt hat, wird es hierzu am Vormittag noch zu einer Entscheidung der EHF kommen. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir darüber informieren. In der Zwischenzeit kann jeder das Spiel nochmals in der Wiederholung unter handball-deutschland.tv anschauen. Dort gibt es auch weitere Bewegtbilder zum Videobeweis und eine Spielzusammenfassung, laufend neue News gibt es auf derEURO-Seite von handball-world.news.

Während in Deutschland sicher noch lange diskutiert wird, spielt Bjarki Elisson mit Island im letzten Spiel um den Einzug in die Hauptrunde. Gegen die punktlosen Serben reicht schon ein Punkt aufgrund der besseren Tordifferenz und der mehr geworfenen Tore - ein Sieg wäre natürlich schöner. Dafür treffen im zweiten Spiel in Split unsere Kroaten Gojun, Kopljar, Mandalinic auf die Schweden mit Zachrisson. Wenn man so will, dann ist es das erste Spiel der Hauptrunde, denn beide Teams sind schon qualifiziert und die Punkte aus diesem Spiel gehen damit auf jeden Fall mit in die Hauptrunde.

Dafür hat sich Hans Lindberg gestern schon qualifiziert. Allerdings nicht ganz so wie gewünscht, denn mit seinen Dänen unterlag er Tschechien mit 27:28. Aufgrund des spanischen Sieges über die weiterhin punktlosen Ungarn hat Dänemark schon vor dem letzten Spiel morgen aber mindestens den dritten Platz sicher, der für das Weiterkommen reicht. Zum Showdown kommt es heute Abend dafür in Gruppe B ohne Füchse-Beteiligung - während Frankreich schon durch ist, kann zwischen Norwegen, Österreich und Weißrussland theoretisch noch alles passieren.




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