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15.02.2018|Spielbericht|rom

Füchse mit dem besseren Ende in Lund

Nach einem miserablen Start konnten sich die Füchse Berlin bei Lugi HF im zweiten Durchgang zurückkämpfen und am Ende mit 32:27 (12:16) gewinnen. Lange sah es nicht danach aus, in der ersten Halbzeit lagen die Füchse Berlin bereits mit sieben Toren zurück. Am Ende wurden dann aber doch die ersten beiden Punkte im Europapokal eingefahren. Treffsicherster Fuchs war Hans Lindberg mit 11 Toren.

© Bildnachweis: Füchse Berlin

Die Füchse Berlin sind weiter dabei neue Spielsysteme zu etablieren, neben dem Verletzten Paul Drux musste Trainer Velimir Petkovic im schwedischen Lund auch nochmals auf Fabian Wiede verzichten. Dafür begann er mit Steffen Fäth auf der Mitte, auf den Halbpositionen fingen Stipe Mandalinic und Marko Kopljar an. In den ersten Minuten war die Partie bei Lugi HF ausgeglichen. Nachdem die Hausherren aber beim 5:4 erstmals in Führung lagen, übernahmen sie die Regie, während bei den Füchsen die Fehlerzahl immer mehr zunahm.

Früh reagierte Petkovic mit der ersten Auszeit, brachte auch Drago Vukovic als Spielmacher. Eine Wende konnten die Füchse allerdings noch nicht herbeiführen. Weiterhin war die Fehlerzahl zu hoch und das Umschaltspiel zwischen Angriff und Abwehr funktionierte nicht schnell genug. Beim 13:6 drohte den Füchsen nun die Partie vollständig zu entgleiten, bereits in der 20. Minute nahmen die Hauptstädter ihre zweite Auszeit.

Die letzten zehn Minuten bis zur Pause wurde nun deutlich besser gestaltet. Endlich funktionierte die Abstimmung in der Abwehr und nun wurde Lugi zu Fehlern gezwungen. Zwar noch mit einem deutlichen Rückstand, aber dem Aufwind der letzten Minuten ging es mit 12:16 in die Pause. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir besser und schneller zwischen Angriff und Abwehr umstellen", kündigte Co-Trainer Max Rinderle für die zweite Halbzeit an, „außerdem müssen wir die Zahl der Fehlwürfe, in der ersten Halbzeit 13 Stück, reduzieren."

Nach der Pause konnten die Füchse das Spiel zumindest ausgeglichen gestalten, verpassten aber zunächst noch die Chance zu verkürzen. Auch eine über das gesamte Spiel hinweg zu schwache Torhüterleistung war keine Hilfe. Erst ab der 40. Minute wurde dann Tor um Tor aufgeholt. Die Abwehr konnte den schnellen schwedischen Angriff besser ausbremsen und Johan Koch war es dann vergönnt zum 22:22 auszugleichen.

Mit einem Heber vom Siebenmeterpunkt sorgte Hans Lindberg für die 23:22-Führung, doch die Gegenwehr der Schweden war noch nicht geknackt. Erst der Treffer zum 26:28 in der 57. Minute in Überzahl brachte die Füchse endgültig auf die Siegerstraße. Zwar reagierte Lund nochmals mit einer Auszeit, beging aber direkt danach einen Wechselfehler und war wenige Sekunden in doppelter Unterzahl. Marko Kopljar erhöhte mit seinem sechsten Treffer auf 26:29. So nehmen die Füchse am Ende zwar verdient, aber nach schwerem Start und hartem Kampf beim 32:27 beide Punkte mit.

Stimmen zum Spiel:

Co-Trainer Max Rinderle in der Halbzeitpause:
„Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet. Die Abwehr konnten wir dann durch die Umstellung stabilisieren. Wir müssen jetzt schauen, dass wir besser und schneller zwischen Angriff und Abwehr umstellen. Außerdem müssen wir die Zahl der Fehlwürfe, in der ersten Halbzeit 13 Stück, reduzieren."

Trainer Velimir Petkovic:
„Die erste Halbzeit war desolat. In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben die Tore aus der zweiten Welle gemacht und die Abwehr ist besser gestanden. Aber so hätten wir das ganze Spiel über spielen müssen."

Mattias Zachrisson:
„Es war schön in meiner schwedischen Heimat zu spielen. Aber das Spiel hatten wir uns anders vorgestellt. Gerade mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein."

Marko Kopljar:
„Nach dem Spiel können wir mit der ganzen Mannschaft zufrieden sein. Aber wir sind nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit. Gerade von sechs Metern haben wir zu viel verworfen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit mehr Herz und auch mehr Kopf gespielt. Wir haben in der Abwehr besser gespielt, sind so in die zweite Welle gekommen und hatten mehr Selbstbewusstsein."




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