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27.04.2018|Vorbericht|Björn Pazen / eurohandball.com

Wiede: „Wir glauben fest an unsere Chancen!"

Er gewann den EHF-Pokal in heimischer Halle im Jahr 2015 und war Finalist im letzten Jahr, als die Füchse in Göppingen verloren. Insgesamt hat Fabian Wiede mit den Füchsen an drei Finalturnieren teilgenommen. Nur jetzt ist der Weg zum Finalturnier für Wiede und seine Teamkollegen besonders steinig. Das Hinspiel im Viertelfinale ging bei RK Nexe im kroatischen Nasice mit 20:28 verloren und sie müssen nun auf eine ähnliche Sensation hoffen wie 2012 im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League. Mit der Unterstützung der Fans hofft der 24-jährige Europameister und Olympia-Bronzegewinner von 2016 auf den nötigen Erfolg im morgigen Rückspiel.

Gewann 2015 den EHF-Pokal und 2016 die Europameisterschaft: Fabian Wiede
© Bildnachweis: www.foto-laechler.de

Herr Wiede, was lief falsch beim Hinspiel in Nasice?

Wir haben zu viele Bälle verworfen, das war eigentlich das größte Problem. Wir kamen mit dem 7 gegen 6 nicht so gut klar und hatten Probleme mit dem Kreisläufer.

Wie sehr belasten die verletzungsbedingten Ausfälle derzeit das Spiel der Füchse?

Natürlich ist das immer schwierig, wenn man immer wieder neue Verletzte hat und sich nicht so richtig einspielen kann. Wir haben dadurch einfach zu wenig Vielfalt um das Spiel zu gestalten. Das ist aber auch schwierig, weil wir dadurch für den Gegner zu berechenbar werden.

Wie groß sehen Sie angesichts des 20:28 die Chancen, beim EHF Cup Finals in Magdeburg dabei zu sein?

Wir wissen, dass wir in den letzten Wochen zuhause extrem gut drauf sind. Wir haben hier auch Göppingen mit 15 Toren geschlagen. Wir haben eine Chance im Rückspiel gegen RK Nexe das aufzuholen. Dafür muss viel, wenn vielleicht nicht sogar alles klappen. Dafür werden wir alles tun.

Wie wird die Taktik aussehen - von Beginn an Vollgas, oder erst einmal mit dosiertem Tempo?

Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Wir haben erst einmal das Hinspiel analysiert und gehen jetzt ins Detail, wie wir vorgehen und was unser Plan sein wird. Wir wollen jetzt aber auch nicht zu viel verraten und am Samstag überraschen.

Wie wichtig werden die Fans im Rückspiel sein?

Wenn die Halle voll wird und die Fans ordentlich Gas geben, dann ist das für uns auch nochmals ein extra Kick. Wenn die ganze Halle heiß ist, dann pushen wir uns gegenseitig.

Schauen Sie sich zur Einstimmung noch einmal Szenen aus dem Champions-League-Viertelfinale 2012 gegen Leon an, als die Füchse einen Elf-Tore-Rückstand zuhause aufgeholt haben?

Wir haben uns Mal das Motivationsvideo angeschaut und natürlich erinnert man sich an das Spiel gegen Leon. Aber eigentlich brauchen wir keine Extramotivation. Wir wissen, was für uns an dem Spiel hängt und werden uns voll reinhängen.

Kann man den Geist von Leon nochmal auf die Platte bringen?

Wir verstehen den Vergleich, aber jetzt geht es gegen RK Nexe und wir wissen alle, welche Aufgabe uns bevorsteht. Deshalb wollen wir auch nicht vom Geist von Leon sprechen, aber es ist klar, dass wir als Mannschaft gemeinsam die Emotionalität und die Einstellung brauchen um das zu schaffen.

Wie bewerten Sie generell bislang die internationalen Auftritte der Füchse?

Bis auf das erste Spiel gegen Saint Raphael haben wir alle Spiele gewonnen. Daher können wir sehr zufrieden sein. Gerade im Rückspiel gegen Saint Raphael haben wir phänomenal gespielt. Wir dachten auch, dass wir in Nexe genauso souverän auftreten können. Da wurden wir eines Besseren belehrt. Im Rückspiel müssen wir nochmals alle Kräfte mobilisieren und dann schaffen unser Leistungsvermögen abzurufen.

Wie wichtig ist es generell für die Füchse und für Sie persönlich, international zu spielen?

Das ist extrem wichtig - wichtig für alle Spieler, denn wir alle wollen international spielen. Natürlich ist das auch aus finanzieller Sicht für den Verein wichtig. Und auch für die Fans ist es ein besonderer Reiz gegen internationale Mannschaften zu spielen.

Gibt es momentan eine Priorität: Titelrennen in der Bundesliga oder Finalturnier EHF Cup? Oder haben beide die gleiche Bedeutung?

In dem Sinne gibt es keine Priorität, denn wir bereiten uns auf alle Spiele intensiv vor und wollen alle Spiele gewinnen. Im EHF-Pokal haben wir es aber noch selbst in der Hand, insofern hat das Erreichen des Finalturniers vielleicht eine etwas höhere Bedeutung.

Sie waren schon bei drei EHF Cup Finals dabei, haben den Cup 2015 - was macht diese Turniere so besonders?

Das Besondere ist vor allem die Atmosphäre. Fans aus den Ländern und Regionen der vier Teams, eine tolle Kulisse. Es ist immer besonders bei diesen Turnieren einzulaufen, den Block mit den eigenen Fans zu sehen und diese Stimmung zu spüren. Sportlich ist das besondere an den Turnieren, dass wirklich jeder jeden schlagen kann und die Spiele fast immer auf Augenhöhe stattfinden. Sehr spannend und interessant.




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