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10.05.2018|Spielbericht|rom

Glanzloser aber souveräner Sieg in Wetzlar

Die Füchse konnten zum Auftakt einer intensiven Schlussphase der Saison ihr Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar gewinnen. In einem wenig spektakulären Spiel gewann das Team von Trainer Velimir Petkovic an dessen früherer Wirkungsstätte mit 31:26 (16:14). Bester Torschütze der Füchse war der vor zwei Jahren aus Wetzlar gewechselte Steffen Fäth mit zehn Treffern.

ZEHN (!) Treffer von Steffen Fäth
© Bildnachweis: Foto Lächler

Die Füchse starteten in Wetzlar wieder mit der Rückraumachse von Steffen Fäth, Fabian Wiede und Mattias Zachrisson. Im Tor war Silvio Heinevetter von Beginn an hellwach und konnte gleich den ersten Angriff der Hausherren im Nachwurf wegfischen, so dass Wiede für die erste Führung sorgte. Die Füchse gaben den Ton an, Jakov Gojun und Drago Vukovic organisierten eine stabile Abwehr und das Team setzte sich über 6:3 auf 11:7 ab. Am Kreis musste Johan Koch für den verletzten Erik Schmidt durchspielen, phasenweise bekam er Entlastung und auch Unterstützung durch Abwehrchef Gojun.

Nach der ersten 4-Tore-Führung gab es dann aber die erste kleine Schwächephase. Unkonzentrierte Abschlüsse und teilweise auch Wurfpech wurde von den Hausherren blitzschnell bestraft. Vor allem mit Joao Ferraz hatten die Füchse zunächst ihre Mühe, dann kam bei der HSG Wetzlar auch noch Alexander Hermann in Schwung. Beim 11:11 glich Stefan Kneer für die Hessen aus.

Doch die Füchse schafften es wieder in Tritt zu kommen und eine Führung des Gegners zu verhindern. Die Füchse legten vor, Wetzlar glich aus, bis Steffen Fäth gegen seinen früheren Club mit seinem Treffer zum 14:12 wieder auf zwei Tore erhöhte. Mit 16:14 ging es dann auch in die Pause. Im zweiten Durchgang erwischten die Füchse gleich den besseren Start und schraubten den Vorsprung langsam in die Höhe. Als Hans Lindberg mit seinem vierten Strafwurf zum 21:16 traf, lagen die Füchse erstmals mit fünf Toren in Führung.

Velimir Petkovic begann nun verstärkt zu Wechseln und zu variieren, einerseits kam Jakov Gojun gelegentlich auch im Angriff und auf der anderen Seite Paul Drux nicht nur gelegentlich in der Abwehr sondern auch im Angriff. Zwar wehrte sich die HSG Wetzlar und gab nie auf, doch die Füchse hatten die Partie im Griff. Noch einmal reagierte Petkovic mit einer Auszeit und forderte seine Mannen Mitte der Halbzeit auf den Sack zuzumachen.

Die Füchse sicherten weiterhin ihren Vorsprung von vier oder fünf Toren, ohne sich allerdings mehr absetzen zu können. Souverän brachte die Mannschaft unter der Regie von Fabian Wiede das Spiel zu Ende. Taktische Überlegungen von Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, so auch eine sehr offensive Abwehr in den letzten Minuten, nahmen die Füchse gelassen hin und suchten stattdessen die Lücken. Am Ende siegen die Füchse in einem glanzlosen aber souveränen Spiel mit 31:26.

HSG Wetzlar - Füchse Berlin 26:31 (14:16)
Heinevetter, Stochl;
Wiede 3, Elisson 3, Milde, Vukovic 1, Struck, Gojun 1, Lindberg 9/7, Zachrisson 2, Fäth 10, Reißky, Koch 2, Drux

Stimmen zum Spiel:

Toptorschütze Steffen Fäth, Füchse Berlin:
Mir ist jemand auf die Hüfte gesprungen, ich werde das morgen auch noch spüren, aber am Sonntag werde ich wieder fit sein.
Wir haben eine ganz gute Abwehr gespielt. Vor allem am Anfang, dann zwar etwas nachgelassen, aber am Ende unser Ding durchgezogen.

Velimir Petkovic, Trainer Füchse Berlin:
Wir haben gesehen, dass das nicht so einfach war. Wir haben mit einem hochmotivierten Gegner gerechnet, gerade nach diesem Wetzlarer Debakel im Halbfinale des DHB-Pokal. Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir hier zwei Punkte holen wollen. Wir standen richtig gut in der Deckung, wir haben Bälle geklaut. Wir haben es zum Ende der ersten Halbzeit ein wenig spannend gemacht, weil wir die Bälle nicht reingemacht haben. Aber im zweiten Durchgang haben wir über die Abwehr gezeigt, was wir hier leisten können. Wir haben am Ende hochverdient gewonnen.

Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin:
Das war ein wichtiger Sieg und starker Auftakt für die kommenden Spiele. Leider mit dem Wermutstropfen, dass wir nicht alle Spieler eingesetzt haben, denn ohne die werden wir das in den nächsten Spielen nicht schaffen.




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