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15.04.2007|Information|RM

Füchse am Ende mit deutlichem Sieg im Derby

Im Nachbarschaftsduell mit dem abstiegsbedrohten 1. VfL Potsdam behielten die Füchse Berlin die Oberhand. War die erste Halbzeit mit dem Pausenstand 15:15 noch ausgeglichen wurde nach der Pause alles klar gemacht. Stetig setzten sich die Berliner gegenüber den Brandenburgern ab und gewannen am Ende deutlich mit 34:26. Erfolgreichster Torschütze war wieder einmal Konrad Wilczynski, der fünf seiner sechs Strafwürfe verwandelte und es am Ende auf 8/5 Treffer brachte.

Im Nachbarschaftsderby Berlin gegen Potsdam mussten sich die gastgebenden Füchse Berlin früh an das Hinspiel erinnern. Damals präsentierte sich der Abstiegskandidat sehr gut vorbereitet und überraschend stark, am Ende konnten die Füchse ihren Sieg damals nur knapp mit 25:27 einfahren. Im Rückspiel hatten die Füchse kurz einen Vorteil, als der Potsdamer Jaroslaw Galus bereits in der ersten Minute eine Zeitstrafe erhielt und Konrad Wilczynski den zugeteilten Strafwurf verwandelte. „Der Angriff hat bei uns in der ersten Halbzeit gestockt“ analysierte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel die Hintergründe für die Übernahme der Führung durch die Gäste bis zum 1:3.

Über die gesamte erste Halbzeit präsentierte sich der 1. VfL Potsdam nicht als potenzieller Absteiger, sondern sehr gut vorbereitet auf den Spitzenreiter. „Ich habe das Team vor den starken Potsdamer Werfern genannt“ war Lommel von der Angriffsstärke der Gäste nicht überrascht. Sein eigenes Team konnte dann auch lediglich mithalten und zwischenzeitlich die Führung übernehmen ohne sich abzusetzen. Bis zum Halbzeitstand von 15:15 war das Spiel ausgeglichen beide Mannschaften waren sich ebenbürtig. Entsprechend zufrieden war dann auch Potsdams Trainer Pawel Kaniowski: „Wir konnten 30 Minuten gut mithalten, sind dann aber gleich zu Beginn der 2. Halbzeit in Rückstand geraten.“

Füchse spielen ihre Stärke in Halbzeit 2 aus

Denn zu Beginn des zweiten Durchgangs starteten die Füchse engagierter und zeigten dem Gegner die eigene Dominanz und Leistungsfähigkeit. In Torerfolgen bezahlt machte sich da dann auch eine Umstellung der Abwehr durch Lommel. Stück für Stück setzten sich die Füchse ab und profitierten vor allem von ihrer stärkeren Physis. Überzeugend im Berliner Spiel war vor allem auch Sascha Detlof, der es am Ende mit fünf Treffern die zweitmeisten Treffern hinter Konrad Wilczynski (8/5) erzielte. Bereits mit einem deutlichen Vorsprung beim 24:18 profitierten die Hausherren dann auch noch von einer doppelten Überzahlt. Einer Zeitstrafe gegen Lars Melzer folge die direkte Disqualifikation von Maciek Tluczynski, der mit einem groben Foul einen Tempogegenstoß von Frank Schumann stoppte.

„Die Rote Karte gegen Tluczynski war natürlich eine große Hilfe für uns“ sah Lommel darin einen Vorteil. Dass die Füchse ihren Vorsprung problemlos verwalten und noch geringfügig ausbauen konnten lag dann auch an den fehlenden Wechselmöglichkeiten für VfL-Coach Kaniowski. Potsdam versuchte zwar über Kampf und Engagement in das Spiel zurück zu kommen, am Ende stehen auf Seiten der Gäste 12 Strafminuten zu Buche. Die Souveränität der Füchse erlaubt dem Gegner aus der Nachbarstadt wenig Chancen, am Ende sichern sich die Füchse den wichtigen Sieg mit 34:26. Mit dem vorletzten Treffern zum 33:25 (58.) erzielte Konrad Wilczynski dann auch das 900. Saisontor. Nachdem die A-Jugend zuvor in ihrem Hinspiel gegen den THW Kiel siegreich den ersten Schritt für die NOHV-Meisterschaft bewältigt haben, stehen für die erste Mannschaft nur noch vier Siege auf dem Pflichtprogramm zur Meisterschaft und dem Aufstieg.



Füchse Berlin – 1. VfL Potsdam 34:26 (15:15)

Füchse Berlin: Stochl, Vortmann;
Wilczynski 8/5, Detlof 5, Schumann 4, Brack 4, Prokopec 4/3, Richwien 3, Stelmokas 3, Hartensuer 2, Roemling 1, Matas, Veta

1. VfL Potsdam: Pahl;
Melzer 6/2, Wendlandt 5, Galus 4, Pohlack 4, Tluczynski 3, Baumgart 2, Böhm 1, Kuhnigk 1, Bolduan, Kaniowski, Thiele, Herholz, Pieske

Zuschauer: 2.418
Zeitstrafen: 4 : 12 Minuten (Schumann, Stelmokas - Galus, Tluczynski, Melzer 2x, Kuhnigk, Pohlack)
Disqualifikation: Maciek Tluczynski (42., Potsdam, nach groben Foulspiel)
Siebenmeter: 8/10 – 2/3 (Fehlwürfe/Paraden: Wilczynski, Prokopec - Pohlack)
Schiedsrichter: Maik Bolus und Sven Foitzik

Spielfilm:
1:0 (1.), 1:3 (5.), 2:3 (5.), 2:4 (7.), 5:4 (9.), 5:5 (10.), 6:5 (10.), 6:7 (13.), 8:7 (17.), 8:8 (19.), 9:8 (17.), 9:9 (19.), 11:9 (23.), 11:10 (24.), 12:10 (25.), 12:12 (26.), 13:12 (27.), 13:13 (27.), 14:13 (28.), 14:14 (29.), 15:14 (30.), 15:15 (HZ)
19:15 (34.), 19:16 (34.), 21:16 (36.), 21:17 (37.), 22:17 (38.), 22:18 (39.), 25:18 (42.), 25:19 (43.), 26:19 (45.), 26:20 (46.), 28:20 (48.), 28:23 (51.), 30:23 (54.), 30:24 (55.), 31:24 (56.), 31:25 (57.), 33:25 (58.), 33:26 (59.), 34:26 (EN)




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