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21.10.2018|Spielbericht|kwa

Starke Füchse verlieren knapp mit 25:28 bei den Rhein-Neckar Löwen

Die Füchse Berlin müssen sich trotz einer engagierten Leistung bei den Rhein-Neckar Löwen mit 25:28 (11:15) geschlagen geben. Die personelle Situation und die Anstrengung der letzten Woche verhinderten am Ende Zählbares in Mannheim. Doch die Moral und die Leistung in der Defensive gegen dieses Topteam war eindrucksvoll. Jacob Holm und Wael Jallouz waren mit fünf Treffern erfolgreichster Werfer des Hauptstadtclubs.

Jacob Holm traf fünfmal gegen die Löwen
© Bildnachweis: AS Sportfoto

Die Füchse Berlin starteten gut in die Partie. Jacob Holm markierte in der dritten Spielminute das 1:1. Die Füchse spielten gegen den großen Favoriten aus Mannheim konzentriert und clever. In der zehnten Spielminute traf Wael Jallouz zur 4:3-Führung für den Hauptstadtclub. Anschließend konnten die Löwen etwas aufdrehen und stellten in der 17. Minute auf 6:9.

Kurz darauf stelle der amtierende DHB-Pokalsieger sogar auf 6:11 und Velimir Petkovic reagierte mit einer Auszeit. Die Füchse spielten wieder konzentrierter und Hans Lindberg konnte fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf 8:12 verkürzen. Kurz darauf verwandelte Bjarki Elisson einen Tempogegenstoß und somit war der Kontakt hergestellt.

Bis zur Pause war der stark spielende Frederik Simak noch zweimal erfolgreich und schließlich wurden beim 11:15 die Seiten gewechselt. Aufgrund der personellen Situation war das Halbzeitergebnis für die Füchse sehr akzeptabel. Mit einer starken zweiten Halbzeit war in Mannheim noch etwas möglich.

Doch man merkte den Füchsen die Belastung der letzten Woche an. Die Hausherren zeigten sich abgeklärt und erhöhten in der 40. Spielminute auf 12:19. Velimir Petkovic war gezwungen mit Hilfe einer Auszeit seine Mannschaft nochmals etwas mit auf den Weg zu geben. Frederik Simak kam direkt zum Torerfolg und auch das restliche Team zeigte mehr Mut.

Bjarki Elisson traf nur drei Minuten nach der Auszeit zum 15:20. Auch im Anschluss ließ sich der Vize-Weltmeister nicht weiter abschütteln. Mijajlo Marsenic traf 13 Minuten vor dem Schlusspfiff zum 18:22 und stellte somit den Halbzeitrückstand wieder her. Kurz danach trafen Jakov Gojun und Jacob Holm zum 21:23 und somit war die Partie zehn Minuten vor dem Abpfiff wieder offen.

Auch vier Minuten vor Schluss war beim 24:26 noch alles möglich für das Team von Velimir Petkovic. Am Ende reichte es nicht ganz zum Punktgewinn in Mannheim. Die Füchse verlieren nach einer starken Leistung in der Defensive mit 25:28. In der kommenden Woche sind einige Füchse bei ihren jeweiligen Nationalmannschaften. Für den Rest heißt es Kräfte sammeln, um am 01.11. um 19:00 Uhr gegen den TVB Stuttgart im Fuchsbau bereit zu sein.

Füchse Berlin - Rhein-Neckar Löwen 25:28 (11:15)
Heinevetter, Semisch; Elisson 3, Holm 5, Gojun 1, Lindberg 2, Schmidt, Jallouz 5, Simak 4, Marsenic 5, Genty, Matthes, Urios, Gliese

Stimmen:

Volker Zerbe (Sportdirektor Füchse Berlin):
Die Löwen haben heute verdient gewonnen. Gleichzeitig aber auch Glückwunsch an Petko wie er die Mannschaft eingestellt hat. Sie hat heute glaube ich um jeden Zentimeter Boden gekämpft, um einfach ein gutes Spiel zu machen. Das war hervorragend. Zudem freut es mich, dass wir unsere Spieler der zweiten Mannschaft punktuell einbauen konnten, um Erholungsphasen zu schaffen. Es war eine tolle Mannschaftsleistung und es ist war schön diesen Charakter heute wieder gesehen zu haben. Deshalb fahren wir trotz der Niederlage zufrieden nach Hause.

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):
Wir hatten Respekt vor diesem Spiel, denn jeder weiß was wir in den letzten Tagen erlebt haben. Wir sind erst gestern ohne Training und mit wenigen Spielern hier aus Doha angekommen. Jeder dachte heute gibt es eine Blamage für uns. Aber ich habe bereits vor dem Spiel gesagt, dass das nicht in Frage kommt, weil ich weiß was für einen Charakter meine Mannschaft hat. Heute sind wir wieder zusammen aufgetreten. Die Löwen haben nicht ihre beste Leistung gezeigt, aber es war genug um uns zu schlagen.
In der zweiten Halbzeit sind wir durch eine überragende Deckung bis auf zwei Tore herangekommen. Da habe ich etwas Hoffnung bekommen. In diesem Moment braucht man vielleicht eine fantastische Torhüterleistung mit zwei unmöglichen gehaltenen Bällen, um eine Sensation zu schaffen. Glückwunsch an die Löwen zum Heimsieg heute. Ich bin sehr stolz diese Mannschaft trainieren zu dürfen und ich war selten so zufrieden nach einer Niederlage.




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