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25.11.2018|Spielbericht|kwa

Füchse nach Aufholjagd in der Gruppenphase des EHF-Cups - 28:23-Sieg über Aalborg Handbold

Mit einem 28:23 (11:13) - Heimerfolg ziehen die Füchse Berlin in die Gruppenphase des EHF-Cups ein. Nach einem zwischenzeitlichen sechs Tore Rückstand dreht das Team von Velimir Petkovic richtig auf und kann sich gegen Aalborg Handbold durchsetzen. Vor 7403 Zuschauern war Hans Lindberg mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer der Füchse.

Die Füchse feiern das erreichen der Gruppenphase
© Bildnachweis: Foto Lächler

Nach der 29:31-Hinspielniederlage war klar, dass die Füchse einen Sieg mit mindestens zwei Toren benötigen, sofern die Gäste nicht 29 Treffer erzielen. Durch Rückkehrer Fabian Wiede ging der Hauptstadtclub direkt mit 1:0 in Führung. Doch dann kamen die Dänen besser ins Spiel und konnten sich beim 3:5 erstmals mit zwei Toren absetzen. Aber die Hausherren aus Berlin verkürzten in der 13. Spielminute durch Mijajlo Marsenic auf 5:6.

Allerdings meldeten sich dann die Gäste aus Aalborg bärenstark zu Wort. Durch einen 0:5-Lauf lagen die Füchse plötzlich mit 5:11 im Hintertreffen. Zusammen mit den beiden Treffern aus dem Hinspiel waren sie zu diesem Zeitpunkt mit insgesamt acht Toren im Nachteil. Nach einer Auszeit von Velimir Petkovic traf Jacob Holm neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 6:11. Inzwischen agierte der amtierende EHF-Cup-Champion aus Berlin in einer 5:1-Deckung.

Die Füchse erarbeiteten sich nun langsam heran. Erik Schmidt traf in der 26. Spielminute zum 9:13 und bis zum Halbzeitpfiff konnte man noch auf 11:13 herankommen. Somit waren es nach drei von vier gespielten Abschnitten, nimmt man Hin- und Rückspiel zusammen, vier Tore, die die Füchse noch immer vom Einzug in die Gruppenphase des EHF-Cups trennten.

Nach der Pause fielen die Tore auf beiden Seiten. Doch in der 38. Spielminute war es Marsenic, der die 7403 Zuschauer im Fuchsbau nach seinem Führungstreffer zum 16:15 in Exstase versetzte. Johan Koch legte nach und somit war beim 17:15 das erste übergreifende Unentschieden für den amtierenden EHF-Cup-Champion erreicht. Allerdings steckte Aalborg nicht auf und konnte nochmals auf 17:17 stellen.

Angetrieben von den lautstarken Fans zeigten die Füchse nun eine starke Defensivleistung und Silvio Heinevetter bekam immer mehr Bälle zu greifen. In der 45. Spielminute erzielte dann Jacob Holm das 20:17 für die Hausherren. Die Füchse legten durch Frederik Simak sogar noch einen Treffer nach. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Füchse in weniger als 30 Minuten zehn Tore Unterschied zwischen sich und Aalborg gelegt.

Auch in den weiteren Minuten blieben die Füchse konzentriert. In der 55. Spielminute war beim 26:22 noch immer ein Vorsprung von vier Toren da, jedoch war die Messe weiterhin noch nicht gelesen. Doch die dänischen Gäste verloren nun die Nerven. Henrik Mollgard sah nach einem emotionalen Schlag gegen Johan Koch die rote Karte und die Füchse konnten das letzte Aufbäumen des Teams aus Aalborg abwenden.

Nachdem Silvio Heinevetter einen Siebenmeter parierte und die Füchse im Angriff nachlegten war der Sieg beim 28:22 durch Frederik Simak perfekt. Am Ende gewinnen die Füchse nach einer fulminanter Aufholjagd mit 28:23 im heimischen Fuchsbau und stehen somit in der Gruppenphase im Europapokal.

Füchse Berlin - Aalborg Handbold 28:23 (11:13)
Heinevetter 1, Genz; Wiede 4, Elisson 3, Matzken, Holm 5, Schmidt 1, Gojun, Genty, Lindberg 6/5, Simak 3, Matthes, Jallouz, Koch 2, Marsenic 3, Gliese

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):
Das waren zwei gute Spiele. Wir wussten schon vorher, dass es gegen den Tabellenführer der dänischen Liga schwer werden würde. Wir haben dort verdient verloren. Aalborg hat eine gute Spielweise, sie gehen schnell nach vorne, haben ein gute Deckung und einen guten Rückraum. In der ersten Halbzeit haben sie uns quasi demontiert. Da haben wir keine Chance gehabt. Dann hat man aber gesehen, was unser Charakter ist. Da kann ich meine Mannschaft nur loben.

Hans Lindberg:
Das waren zwei harte Spiele. Wir haben im ersten Spiel teilweise etwas Glück gehabt, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Wir haben vorne zu viele Fehler gemacht. Das gilt auch für die ersten 20 Minuten heute. Aber wir konnten zum Glück schon vor der Pause wieder verkürzen. Wenn du mit fünf oder sechs Toren Rückstand in die Kabine gehst, dann wird es schwer.
In der zweiten Halbzeit lief es dann besser für uns und wir haben auch die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir geben nie auf und kämpfen. Das hat Petko mit uns über die letzten zwei Jahre entwickelt. Wir glauben immer daran, dass wir Spiele noch drehen können.




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