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12.05.2007|Information|RM

Füchse auch beim letzten Auswärtsspiel erfolgreich

Das letzte Auswärtsspiel der laufenden Saison bestritten die Füchse beim TSV Altenholz in der Nähe von Kiel. Am Ende des wenig glanzvollen Spiels stand ein knapper aber verdienter Füchse-Sieg mit 32:28 (17:14) zu Buche. Mit jeweils zehn Treffern waren Andrius Stelmokas und Konrad Wilczynski die besten Füchse-Torschützen, übertroffen nur vom Altenholzer Rasmus Gersch (11/3). Überschattet wurde das Spiel allerdings durch eine Verletzung von Daniel Brack. Die erste Diagnose in einer Kieler Klinik ergab einen Handbruch, er konnte aber die Rückreise mit der Mannschaft antreten und wird in Berlin weiterbehandelt.

Bevor am kommenden Samstag in der Max-Schmeling-Halle der große Saisonabschluss mit der Meisterehrung bevorsteht, ging es zum TSV Altenholz zum letzten Auswärtsspiel. Nachdem die Mannschaft bis Mittwoch ihren Aufstieg auf Mallorca gefeiert hatte, erfolgte ab Donnerstag die Vorbereitung auf das Spiel. Dennoch ging es geschwächt in den hohen Norden, mehrere Spieler litten noch unter einer Infektion, Marc Hartensuer konnte die Fahrt erst gar nicht antreten. Mit ihm Kader stand dafür Martin Murawski, neben Gabor Langhans ein weiterer A-Jugend der am vorherigen Sonntag den NOHV-Meistertitel errungen hatte.

Die Füchse starteten dann etws nervös in die Partie und hatten gleich im ersten Angriff einen Ballverlust zu beklagen. Michael Spieker verwandelte den Tempogegenstoß und sicherte den Gastgebern damit die erste und einzige Führung beim 1:0. Frank Schumann konnte zwar postwendend ausgleichen, doch weiterhin agierten die Füchse im Angriff nervös und verpassten es, sich ihre Chancen sauber herauszuarbeiten. Dagegen stand die Füchse-Abwehr sehr stabil, so dass der TSV Altenholz daraus kein Kapital schlagen konnte. Im Angriff der Gäste bauten Hauke Müller und Alexander Bommes den Druck auf, der Altenholzer Toptorschütze Rasmus Gersch fand dagegen zunächst nicht ins Spiel. In der achten Minute scheiterte er auch mit einem Strafwurf an Petr Stochl.

Als dann Gersch in der 15. Minute zum ersten Mal erfolgreich war und zum 7:8 aufschließen konnte, begann Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel fleißig zu wechseln und alle Spieler erhielten Einsatzzeiten. Dies galt auch für Youngster Martin Murawski, der ab der 22. Minute zum ersten Mal Bundesligaluft schnuppern durfte. „Jörn wollte durchwechseln um auch den Druck auf die Mannschaft zu erhöhen und zu zeigen, dass wir das Spiel nicht nur locker runterspielen sondern auch gewinnen wollen“ zeigte sich Murawski über seine Chance erfreut. In dieser Phase kaufte dann auch Stochl den Altenholzener Schützen mehrfach den Schneid ab, so dass es mit 17:14 für die Gäste in die Pause ging.

Daniel Brack muss nach Armbruch ins Krankenhaus

Auch im zweiten Durchgang konnten sich die Füchse zu keinem Zeitpunkt vorentscheidend absetzen. Neben der sicheren Abwehrleistung wurden im Angriff weiterhin die einfachen Tore verpasst. Der TSV ging immer agressiver ins Spiel und befand sich über weite Strecken in Unterzahl, doch selbst eine doppelte Überzahl konnten die Füchse nicht nutzen. Zwar gelang beim 16:18 ein Zwischenspurt auf 16:22, worauf TSV-Trainer Wolfgang Schwenke mit einer Auszeit reagierte. Die Kieler Vorstädter kamen daraufhin wieder auf 20:23 (45.) heran und blieben immer in Sichtweite zum Aufsteiger.

Eine Schrecksekunde gab es dann für die zahlreich mitgereisten Gästefans nach einem Fourl an Daniel Brack in der 49. Minute. Unter sichtlich großen Schmerzen schleppte sich der Spielmacher zur Bank. Nach mehrfacher Aufforderung des Hallensprechers fanden sich im Publikum dann auch zwei Ärzte, die zur Behandlung in die Füchsekabine eilten. Brack wurde ins Kieler Krankenhaus gebracht, eine erste Diagnose lautete auf Bruch des linken Arm. Er konnte die Rückreise noch mit der Mannschaft antreten, eine genauere Untersuchtung in Berlin wird ergeben, ob eine Operation notwendig sein wird.

„Mit der Verletzung von Daniel kam ein Bruch ins Spiel“ erkannte Lommel die Auswirkungen des Ausfalls, in dessen Folge sich Altenholz wieder auf 26:28 (54.) herankämpfte. „Das Spiel ist unnötig emotional geworden“ so Lommel, der sich vor allem mit dem TSV-Betreuer Peter Linke beschäftigte, der ihn mehrfach provozierte und für unnötige Unruhe sorgte: „Ich hätte etwas mehr Souverenität von der Altenholzer Bank erwartet.“ Dennoch attestierte er seinem Team ein über weite Strecken souveränes Spiel, das letztlich auch mit 28:32 gewonnen wurde. In der Schlussphase war es wieder einmal Petr Stochl, gegen den fast kein Durchkommen war. Daneben natürlich Andrius Stelmokas und Konrad Wilczynski mit jeweils zehn Treffern.

TSV Altenholz – Füchse Berlin 28 : 32 (14 : 17)

TSV Altenholz:
Uhl, Lübker, Sommerfeld;
Gersch 11/3, Müller 3, Karbowski 3, Drecke 2, Opderbeck 2, Greve 2, Schmalfeld 2, Spieker 1, Munzert 1, Schöppner 1, Bommes

Füchse Berlin:
Stochl, Vortmann;
Stelmokas 10, Wilczynski 10/6, Schumann 4, Prokopec 3, Roemling 2, Brack 1, Detlof 1, Pieper 1, Matas, Langhans, Murawski

Zeitstrafen: 14 : 6 Minuten (Drecke, Müller 2x, Karbowski, Spieker 2x, Gersch – Prokopec, Schumann, Detlof)
Siebenmeter: 3/5 – 6/6 (Gersch scheitert an Stochl und Vortmann)
Schiedsrichter: Robert Schulze, Tobias Tönnies

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:3 (4.), 2:3 (4.), 2:4 (7.), 4:4 (9.), 4:5 (10.), 5:5 (11.), 5:7 (13.), 6:7 (15.), 6:8 (15.), 8:8 (16.), 8:10 (17.), 10:10 (19.), 10:14 (24.), 11:14 (25.), 11:15 (26.), 12:15 (26.), 12:16 (27.), 13:16 (28.), 13:17 (29.), 14:17 (HZ)
15:17 (31.), 15:18 (33.), 16:18 (33.), 16:22 (38.), 17:22 (39.), 17:23 (40.), 20:23 (45.), 20:25 (47.), 21:25 (48.), 21:26 (49.), 22:26 (50.), 22:27 (51.), 24:27 (53.), 24:28 (53.), 26:28 (54.), 26:29 (55.), 27:29 (55.), 27:31 (57.), 28:31 (59.), 28:32 (EN)




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