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01.09.2007|Spielbericht|RM

Füchse unterliegen unglücklich in Göppingen

Zum ersten Auswärtsspiel in der höchsten Spielklasse waren die Füchse nach Göppingen gereist. Am Ende gab es zwar einen Favoritensieg, aber die Hauptstädter hatten es dem Altmeister erheblich schwerer gemacht, als dieser erwartet hatte. Frisch Auf! Göppingen gewinnt in einer torarmen Partie mit 22:20 (11:8), hatte aber noch in der zweiten Halbzeit die Führung übernommen. Erfolgreichster Schütze war Konrad Wilczynski mit sechs Treffern. Zu den Leistungträgern gehörten aber auch Petr Stochl mit zahlreichen Glanzparaden und Sascha Detlof, der den verletzten Mark Bult auf der für ihn ungewohnten Position respektabel vertrat.

Noch unter der Woche hatte Frisch Auf! in einem vorgezogenen Spiel des fünften Spieltages die HSG Wetzlar mit 31:21 (15:5) deutlich besiegt und damit auch ein Ausrufezeichen nach Berlin gesandt. Entsprechend vorbereitet ging es in den Süden der Republik, die Auswertung des Spiels gegen Nordhorn wurde ebenfalls in der Vorbereitung umgesetzt. Dem Gastgeber gelang es dann auch zunächst nicht die Leistung vom Mittwochspiel abzurufen, stattdessen legten zweimal Kjetil Strand und einmal Sascha Detlof mit 3:0 vor. Rechtshänder Detlof agierte dabei überraschend stark auf der rechten Rückraumposition und vertrat den verletzten Mark Bult. Dann traf zwar auch Dragos Oprea für Göppingen, doch bis zum 6:3 konnte der Vorsprung gehalten werden. Was dann folgte, war eine zehnminütige Torflaute der Berliner.

Ohnehin sehr abwehrbestimmt, gelang es den Gästen nicht einmal in eine Wurfposition zu kommen, während Göppingen zwar mehrmals an der Gästeabwehr und dem Torpfosten scheiterten, aber auch traf. Aus dem 6:3 wurde ein 6:9 und plötzlich gerieten die Gäste ins Hintertreffen. Die Füchse profitierten allerdings von der individuellen Leistungssteigerung der meisten Spieler. Von Beginn an und über die gesamte Partie parierte Petr Stochl glänzend, ein Gewinner im Duell mit seinem Nationalmannschaftskollegen Martin Galia in Göppinger Diensten konnte nicht ausgemacht werden. Außerdem war das Rückzugsverhalten besser, Tempogegenstöße konnten verhindert werden. Die machte stattdessen Konrad Wilczynski auf eigener Seite. Eine Auszeit von Trainer Jörn-Uwe Lommel beim 8:6 rüttelte dann auch das Team auf. Zwar traf Göppingen noch zum 9:6, doch die Gäste konnten diesen Rückstand wenigstens bis zum 11:8-Halbzeitstand konservieren.

Füchse bringen Göppingen in Bedrängnis

War die Leistung der Füchse bisher schon überzeugend, konnte Jörn-Uwe Lommel in der Halbzeit anscheinend noch die richtigen Worte finden und für einen weiteren Motivationsschub sorgen. Markus Richwien verkürzte auf 11:9, es folgten drei Treffer von Wilczynksi und nach einem zwischenzeitlichen Gegentreffer konnte beim 12:12 ausgeglichen werden. Die Füchse Berlin hielten das Spiel spannend und hatten eine ernsthafte Chance. Beim 13:14 wurde die Führung übernommen und fortan musste Göppingen für den Ausgleich sorgen. Berlin verpasste allerdings eine höhere Führung und Nikola Manojlovic glich beim 17:17 letztmalig aus.

Manojlovic sorgte dan auch für die Führung zum 18:17, die in der Folge nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. In den letzten sieben Minuten konnte der Aufsteiger die Hausherren nicht mehr in Bedrängnis bringen, die Niederlage aber mit 22:20 erträglich gestalten. Göppingens Trainer Velimir Petkovic war allerdings gezwungen entgegen seiner Planung bereits heute Jaliesky Garcia das Comeback zu ermöglichen. Nach seiner Verletzung kam Garcia damit früher als geplant, wusste aber vom ersten Wurf an zu überzeugen. Trotz der Niederlage zeigte sich Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel dann sehr zufrieden, hatte die Mannschaft doch den Gegner überraschend lang in Schach gehalten und vor allem deutlich aus den Fehlern vom vergangenen Mittwoch gelernt.

Stimmen zum Spiel:

Jörn-Uwe Lommel:
Ich kann mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden sein. Wir haben hervorragend gearbeitet bis zu dem Zeitpunkt, an dem Petko Halli Garcia brachte. Auf ihn konnten wir uns auf Grund seiner langen Verletzungszeit ja nicht einstellen. Auch haben wir zu viel Fehler, zumeist Anfängerfehler, gemacht, was für einen Aufsteiger normal ist. Jetzt erwartet uns mit dem VfL Gummersbach noch ein Lernspiel, aber dann müssen wir gegen Wetzlar punkten.

Velimir Petkovic:
Ich bin glücklich über den Sieg, nachdem ich heute Morgen ein schlechtes Gefühl hatte. Durch unsere Deckung haben wir die beiden letzten Spiele gewonnen, doch im Angriff, vor allem in der ersten und zweiten Welle, haben wir noch Probleme, die wir abstellen müssen, wenn wir aus Nordhorn zwei Punkte mitnehmen wollen.

Zu Garcia: Viele dachten, jetzt muss auf Mitte etwas passieren, aber auch von der Halbposition kam zu wenig, weil meine beiden Halben nicht ins Spiel fanden. Eigentlich wollte ich Halli noch ein paar Tage schonen, aber ich habe gesehen, dass wir ohne ihn das Spiel verlieren, also habe ich ihn gebracht und er hat gleich fünf Tore gemacht.




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