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15.04.2021|Spielbericht|khe

Zu unkonzentriert gegen Wetzlar

Die Füchse Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar verloren. Weniger als 48 Stunden nach dem Europapokalspiel in Montpellier unterlag der Hauptstadtklub 27:29 (10:15).

Kein Durchkommen
© Bildnachweis: Oliver Vogler

Die Reisestrapazen der Füchse waren dem Team anzusehen. Jaron Siewert veränderte seine Startformation auf mehreren Positionen. Fabian Wiede und Marian Michalczik bekamen eine Pause, am Kreis begann Johan Koch für Mijajlo Marsenic. Doch die Füchse brauchten lange, um sich zu finden. Erst in der fünften Minute erzielte Lasse Andersson den ersten Treffer der Gäste (1:2). Fortan taten sich die Hauptstädter schwer, machten das Spiel nicht breit genug. In der Auszeit forderte Siewert mehr Tiefe von seinen Spielern in der Offensive. Noch waren die Füchse dran. Valter Chrintz verkürzte in der 22. Minute auf 6:7 in einer bis dato torarmen Partie.

Doch gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es deutlich. Einzig Torhüter Dejan Milosavljev wehrte sich gegen die Mittelhessen und hielt Großchancen der Gastgeber fest. Doch die Füchse vergaben vorne erneut vielversprechende Möglichkeiten. Wetzlar konnte sich absetzen und ging verdient mit 15:10 in die Pause.

Die ersten Minuten nach der Halbzeit verschliefen die Hauptstädter dann komplett. Statt den Rückstand aufzuholen stand es plötzlich 11:18 für die HSG Wetzlar. Die Siewert-Sieben zog sich auch aus diesem Loch nochmal heraus. Der treffsichere Hans Lindberg verkürzte auf 15:19 (40.). Wetzlars Fehler häuften sich, die Füchse konnten aber vorne nicht genügend Profit daraus schlagen. Tim Matthes mit dem 23:26 in der 56. Minute brachte die Hoffnung, eventuell doch noch etwas aus Mittelhessen mitzunehmen. Doch wieder waren es freie Würfe, die die Füchse nicht im Tor von Till Klimpke unterbringen konnten. Koch traf zum 25:27 aus Berliner Sicht bei noch knapp zwei Minuten auf der Uhr.

Doch es sollte nicht zum Punktgewinn reichen. Mit 29:27 behält die HSG Wetzlar verdient zwei Punkte in Mittelhessen, während die Füchse Berlin sich schnellstmöglich auf das Viertelfinal-Rückspiel gegen Montpellier am Dienstagabend (20.45 Uhr) fokussieren müssen.

HSG Wetzlar - Füchse Berlin 29:27 (15:10)

Wetzlar: Klimpke (10 Paraden), Henningsson 1, Björnsen 4, Holst 3/2, Fredriksen 3, Gempp 1, Mellegard 1, Rubin 9, Lindskog 4, Cavor 3,

Berlin: Milosavljev (9 Paraden), Wiede 3, Holm 1, Andersson 1, Lindberg 7/5, Michalczik 3, Chrintz 1, Matthes 4, Kopljar 3, Koch 2, Marsenic 2

Trainer Jaron Siewert: „Wir sind sehr schwer ins Spiel reingekommen und haben es über fast die gesamte Spielzeit nicht geschafft, die 1:1-Situationen in der Abwehr zu lösen. Vorne vergeben wir zuviele Chancen. In der zweiten Halbzeit schaffen wir das Spiel nochmal aufzumachen und um Punkte zu kämpfen, aber Wetzlar hat das dann abgezockt gemacht."

Fabian Wiede: „Für die Füchse Berlin ist das Katastrophe, wir haben uns die letzte Chance verspielt oben anzugreifen und unter die Top Vier zu kommen. Mit der heutigen Niederlage wird das schwer für uns. Wir waren motiviert und wussten, dass das Spiel extrem wichtig für uns ist. Die erste Halbzeit haben wir komplett verpennt. Die letzten 20 Minuten haben wir gezeigt, dass wir es anders können. Aber was wir am Anfang gemacht haben, war nicht Füchse-reif."




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