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24.03.2004|Information|on

Ahlener Abwehrbollwerk knacken

Am Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei der SG Ahlen erneut ein schwerer Brocken auf die Reinickendorfer Füchse. Nach dem beachtlichen Spiel gegen das Ausnahmeteam aus Nettelstedt und den überraschenden Punktgewinnen der Konkurrenz brauchen auch die Füchse nun den einen oder anderen unerwarteten Punkt.



Niemand hatte im Vorfeld der Partie gegen den TuS-N.-Lübbecke geglaubt, dass die Füchse die Partie bis zur 55. Minute offen halten könnten. Erst in den Schlussminuten schwand die Kraft, um gegen ein erstligareifes Team bestehen zu können. Trotzdem schöpfen die Berliner aus der Niederlage Mut für die anstehenden Aufgaben. "Wir haben aus dem Spiel gegen Nettelstedt Selbstvertrauen gewonnen", zog Georgi Sviridenko trotz der Niederlage ein positives Fazit.

Mut und Selbstvertrauen sind jetzt auch nötig, denn der Sieg der HSG Tarp/Wanderup beim TSV Altenholz ließ den Anstand zu einem Abstiegsplatz auf nur noch zwei Punkte schwinden. Zwar haben die Füchse es in den Spielen in Tarp und gegen Emsdetten immer noch selber in der Hand, das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz zu verhindern, doch zeigte der 28. Spieltag, dass die Mannschaften aus den oberen Regionen so langsam anfangen zu schwächeln. Fast alle Teams hinter den Füchsen konnten am Wochenende Punktgewinne einfahren. So spielte Ahlen beim Tabellenvorletzten Flensburg II nur Unentschieden, meldete sich die eigentlich schon abgeschlagene SG Achim/Baden mit einem 32:28 über Dessau mit dem dritten Sieg in Folge im Abstiegskampf zurück und hat als neues Ziel ausgegeben, am Saisonende nicht Letzter sein zu wollen. Tarp punktete nach dem Heimerfolg über Augustdorf überraschend auch in Altenholz und verkürzte den Rückstand zum rettenden Ufer auf einen Punkt. Lediglich Emsdetten musste sich in Delitzsch geschlagen geben.

Ahlen musste in den letzten drei Partien einige Rückschläge verkraften, bei dem Versuch, sich hinter Nettelstedt und Schwerin auf Platz drei festzusetzen. Der Niederlage in Delitzsch folgten die Heimpleite gegen die SG Achim/Baden und das glückliche Unentschieden in Flensburg, wo man erst in letzter Sekunde einen Fünf-Tore-Rückstand noch egalisieren konnte. Ausschlaggebend war dabei die taktische Variante, in den letzten 5 Minuten mit zwei Kreisspielern zu agieren, gegen die Flensburgs Abwehr kein Mittel fand. Sieben Sekunden vor dem Ende konnte Ahlen per Siebenmeter ausgleichen.

Ahlens Trainer Holger Kaiser machte trotz der Aufholjagd in Flensburg bei seinem jungen Team einen Substanzverlust aus. "Wir haben nun einmal den kleinsten Kader der Liga, und wenn dann noch Spieler ausfallen, wird es noch schwerer", sagte er der Verdener Zeitung. Insbesondere im Angriff sieht der Trainer Probleme. "Matthias Flohr spielt oft zu körperbetont, vergisst dabei das Handball spielen. Und bei Jonas Bagel ist es andersherum, der will spielen und vergisst manches Mal dahin zu gehen, wo es weh tut", wird Ahlens Trainer in der heimischen Presse zitiert. Die Abwehr war bisher hingegen das Prunkstück der Ahlener. Keine Mannschaft ist erfolgreicher bei dem Versuch, gegnerische Torerfolge zu verhindern. Mit nur 699 Gegentoren aus 28 Spielen steht man sogar noch vor dem TuS N.-Lübbecke (709). "Ahlen war in letzter Zeit nicht mehr so überragend wie noch zu Beginn der Saison", beobachtet Georgi Sviridenko die Entwicklung beim kommenden Gegner und glaubt an eine Chance der Füchse. "Unsere Abwehr ist auch sehr gut, gegen Nettelstedt haben wir nur 24 Tore zugelassen", setzt er seine Hoffnungen insbesondere auf Abwehrchef Jörg Hok. Unklar ist noch die Teilnahme von Mannschaftskapitän Michael Jantzen, der seid letzter Woche von den Ärzten keine Spielfreigabe erhält. Anwurf in Ahlen ist am Samstag um 17.30 Uhr. Auf der Ahlener Webseite soll es einen Liveticker zum Spiel geben.




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