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12.09.2021|Spielbericht|khe

Füchse siegen endlich in Leipzig

Die Füchse Berlin haben das erste Auswärtsspiel in der LIQUI MOLY HBL am Sonntagnachmittag gewonnen. Beim SC DHfK Leipzig siegte der Hauptstadtklub vor 3062 Zuschauern mit 30:25 (10:13). Bester Werfer der Berliner war Jacob Holm mit sieben Toren.

Tim Matthes traf alle vier Versuche
© Bildnachweis: Klaus Trotter

Leipzig kam besser in die Partie, war von den Heimfans und dem schlechten Auftritt in Erlangen angespornt. Von Beginn an legten die Hausherren vor, Lasse Andersson erzielte nach über vier Minuten den ersten Füchsetreffer. Den durfte Valter Chrintz nur noch von der Tribüne aus verfolgen. Der Rechtsaußen, für Hans Lindberg in der Startformation, unterband einen schnellen Angriff der Sachsen und foulte dabei Gegenspieler Binder. Die Schiedsrichter zogen nach kurzer Besprechung die Rote Karte und für den Schweden war die Partie schon gelaufen. Zu viele ungezwungene Fehler der Füchse führten immer wieder zu einfachen Gegentoren, zwischenzeitlich lag der Hauptstadtklub mit drei Toren zurück. Doch auch Leipzig machte insgesamt sieben technische Fehler in Halbzeit eins, auf der anderen Seite verwarfen die Füchse dreimal frei vor Joel Birlehm. Die Siewert-Sieben tat sich sichtlich schwer, über Außen wurde ein einziges Mal geworfen (Lindberg verwirft), doch das Ziel, das Kreisläuferspiel erfolgreich zu gestalten, wurde zu oft verfehlt. So ging es mit einem 10:13-Rückstand in die Pause.

Wie schon am Donnerstag gegen Wetzlar war es die zweite Halbzeit, die deutlich besser verlief. Die Füchse kamen konzentriert aus der Pause und spielten, im Gegensatz zum ersten Abschnitt, über Außen. Lasse Andersson und Fabian Wiede verteilten die Expresspässe, Matthes und Lindberg verwandelten sicher. Und die Füchse waren dran. Aus einem 11:15-Rückstand sprang in der 41. Minute die 18:17-Führung heraus. Und jetzt schlug die Zeit von Weltmeister Jacob Holm. Fünf der nächsten sieben Treffer gingen auf sein Konto, immer wieder konnte sich der wendige Rückraumspieler durchsetzen. So erhöhte der Däne auf 23:20 (49.), Landsmann Hans Lindberg erhöhte per Heber vom Siebenmeterstrich zum 24:20 (51). Der Bann war gebrochen. Die Abwehr der Füchse stand stabil, vorne wurden deutlich weniger Fehler gemacht und die Effektivität im Abschluss kam zurück. Auch Dejan Milosavljev im Tor hielt wichtige Bälle, Fredrik Genz kam für einen Siebenmeter und parierte prompt. Jetzt sprach alles für die Gäste, die im zweiten Durchgang 20 Treffer erzielen und am Ende mit 30:25 den Auswärtssieg in Leipzig feiern.

SC DHfK Leipzig - Füchse Berlin 25:30 (13:10)

Leipzig: Birlehm (6 Paraden), Wiesmach 2, Witzke 3, Krzikalla 5/4, Meyer-Siebert 1, Binder 5, Jotic 1, Ivic 2, Remke 1, Sunnefeldt 1, Gebala 3, Milosevic 1

Berlin: Milosavljev (7 Paraden, 1 Siebenmeter), Genz (1 Parade, 1 Siebenmeter), Wiede 1, Holm 7, Andersson 3, Lindberg 4/3, Michalczik 3, Matthes 4, Vujovic 1, Marsenic 4, Drux 1

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte, Chrintz (3.)

Fabian Wiede bei Sky: „Erstmal muss man großen Respekt an Leipzig aussprechen, wir haben uns hier die letzten Jahre immer schwergetan. In der ersten Halbzeit machen wir zu viele technische Fehler und bekommen die Bälle nicht an den Kreis gespielt und nicht im Tor unter. Nach der Pause haben wir die Zweikämpfe angenommen, Pässe besser verteilt. Wir wussten, dass die Außen oft spekulieren, und das haben wir in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt.

Trainer Jaron Siewert bei Sky: „In erster Linie fühlt sich der Saisonstart gut an, die Stimmung hier in der Halle war gut und die Punkte hier mitzunehmen ist einfach top. Es war ein Spiegelbild zum Spiel gegen Wetzlar, erste Halbzeit machen wir zu viele Fehler, bekommen alleine sechs Treffer aus dem Leipziger Tempospiel. Da haben wir uns echt schwergetan. Was die Jungs dann in der zweiten Halbzeit verteidigt haben, das war echt beeindruckend. Wir machen 20 Tore, darauf können wir aufbauen. Wir versuchen viele Dinge aus der letzten Saison weiterzuentwickeln, jeder hat seine Stärken und Schwächen, die Jungs arbeiten richtig gut und der Rhythmus bleibt hoffentlich lange so erhalten."




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