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22.09.2022|Spielbericht|khe

Kantersieg gegen den ASV Hamm

Vor 6421 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gewinnen die Füchse Berlin ihr Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen mit 37:26 (19:13) und stehen mit 9:1 Punkten vorrübergehend an der Tabellenspitze. Hans Lindberg (6/6) und Lasse Andersson (6) trafen am häufigsten für die Berliner.

Kapitän Paul Drux traf dreimal
© Bildnachweis: Foto Lächler

Es dauerte bis zur neunten Minute, ehe Hans Lindberg von der Bank kommend den Siebenmeter zum 5:4 und zur ersten Führung für die Füchse verwandelte. Ab sofort beherrschten die Hausherren den Aufsteiger. Aus dem 2:4 machten die Berliner ein 10:4 bis zur 16. Minute, den 8:0-Lauf krönte Milos Vujovic mit seinem bis dato dritten Treffer. Immer wieder setzten sich die Füchse ab, immer wieder verkürzten die Gäste aus Hamm. Mit technischen Fehlern machten sie sich ihr Leben selbst schwer, scheiterten am gut aufgelegten Dejan Milosavljev im Tor der Füchse (8 Paraden bis zur Pause). Die Männer von Jaron Siewert wiederum fanden neunmal den Meister in Vladimir Bozic im Tor der Gäste. Die Führung hätte so noch höher lauten können, mit einem komfortablen 19:13 ging es in die Kabinen.

Aus der Pause kommend leisteten sich die Füchse für den Geschmack von Trainer Jaron Siewert zu viele Fehler. Doch das schönste Tor des Spiels war das erste des zweiten Abschnitts. Milos Vujovic spielte den Kempa-Pass auf Fabian Wiede, der zum 20:13 verwandelte (31.). Drei der nächsten vier Füchse-Tore gingen anschließend auf das Konto von Kapitän Paul Drux, der u.a. den Ball raus fing und im Tempogegenstoß auf 23:15 erhöhte (37.). Die Siewert-Sieben ließ die Gäste aus Hamm nicht mehr herankommen und verteilte fortan Spielanteile auf allen Schultern. Nils Lichtlein glänzte in der Schlussphase mit zwei Durchbrüchen und erhöhte auf 33:23 (52.), auf der anderen Halbposition war Lasse Andersson treffsicher. Der breite Kader wurde genutzt und die Überlegenheit ausgespielt. Drei Minuten vor Schluss führten die Füchse mit 37:24, am Ende sicherten sie sich mit dem 37:26 zwei wichtige Punkte. Der Hauptstadtklub tritt erst am Sonntag in zwei Wochen wieder im Fuchsbau an. Dann kommt der THW Kiel zum Spitzenspiel (9.10., 14 Uhr). Am kommenden Sonntag zur gleichen Zeit gastieren die Füchse bei der MT Melsungen.

Füchse Berlin - ASV Hamm-Westfalen 37:26 (19:13)

Berlin: Milosavljev (14 Paraden), Wiede 4, Holm 4, Andersson 6, Lichtlein 2, Lindberg 6/6, Gidsel 2, Freihöfer 1, Chrintz 1, Vujovic 5, Marsenic 1, Drux 3

Hamm: Bozic (13 Paraden, 1 Siebenmeter), Hertlein (2 Paraden), Huesmann 5/2, Schulze 3, Bornemann 2, Orlowski 1, Meschke 1, Dayan 3, Savvas 3, Van Boenigk 2, Wieling 3, Bauer 3

Jaron Siewert: „Wir kommen eigentlich nicht so gut rein, liegen zurück. Dann bekommen wir ein paar Paraden und so kommen wir in unser Tempospiel. Beim 10:4 ist das Spiel nicht entschieden aber in die Richtung gelaufen, wie wir sie uns vorstellen. Das ist unser Anspruch. Man hat gesehen, welche Breite wir im Kader haben, die wir dann auch konsequent nutzen konnten."

Stefan Kretzschmar: „Ich werde einen Teufel tun, einen 37:26-Sieg schlecht zu reden, dafür ist die Liga zu stark. Das ist keine Selbstverständlichkeit, egal wie der Gegner heißt. Hamm hat in dieser Saison schon gute Comeback-Qualitäten gezeigt, das ist eine Mannschaft, die hat Qualitäten. Der 8:0-Lauf legt die Basis für den guten Spielverlauf. Jetzt müssen wir schauen, dass wir die Spielanteile verteilen können. Nach der Länderspielpause geht es im 3-Tages-Rhythmus weiter, da wird jeder Spieler auch mal froh sein, wenn er eine Pause bekommt.




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