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01.11.2022|Spielbericht|khe

Füchse besiegen auch Irun

Die Füchse Berlin haben auch das zweite Gruppenspiel in der EHF European League gewonnen. Vor 4517 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle besiegte der Hauptstadtklub den spanischen Kontrahenten Bidasoa Irun mit 34:29 (18:15). Nils Lichtlein war mit sieben Treffern bester Torschütze der Füchse.

Nils Lichtlein war bester Werfer (7)
© Bildnachweis: Sylvia Göres

Pünktlich zum ersten Heimspiel in der EHF European League war Fabian Wiede zurück im Spieltagskader. Im Spiel gegen die Nordspanier aus Irun dauerte es bis zur neunten Minute, ehe Kapitän Paul Drux die erste Führung der Hausherren erzielte (4:3). Mit einem Zwischenspurt erhöhte Kreisläufer Mijajlo Marsenic mit einem Doppelpack auf 6:3 (11.), Valter Chrintz erhöhte in der 15. Minute zum ersten Mal auf fünf Tore Vorsprung (10:5). Es war das Tempospiel, was den Erfolg für die Berliner bringen sollte. Das 11:5 durch Jacob Holm (17.) war die höchste Führung im ersten Durchgang, anschließend schlichen sich einige Ungenauigkeiten in das Spiel der Sieben von Jaron Siewert ein und die Gäste verkürzten auf 11:8. Anschließend zeigte Nils Lichtlein sein ganzes Können, erzielte drei Tore in Serie, eines davon mit einem sehenswerten Schlagwurf in den Winkel (15:11/27.). In die Kabinen zur Halbzeitansprache ging es mit 18:15 für die Berliner.

Der Start in die zweite Halbzeit lief alles andere als gut für die Füchse. Keine zehn Minuten waren gespielt, da führte plötzlich der Gast. Ballverluste im Angriff häuften sich, die Pässe kamen plötzlich nicht an, die ein oder andere Entscheidung der Schiedsrichter wurde mit lauten Pfiffen der Zuschauer bedacht. Nun stand es 20:21 (38.). Den Ausgleich besorgte Hans Lindberg vom Siebenmeter und spätestens jetzt war die Stimmung am Höhepunkt in der Max-Schmeling-Halle. Die Fans peitschen ihre Mannschaft nach vorne und diese riss das Ruder herum. Nils Lichtlein war es, der erneut vorweg ging. Und auch Paul Drux zeigte sein Können im Eins gegen Eins und setzte sich wieder und wieder durch. So kämpften sich die Füchse zurück ins Spiel. Und auch Dejan Milosavljev war jetzt ein wichtiger Rückhalt, der Serbe kam ins Tor und parierte bis zum Abpfiff überragende 55 Prozent der Würfe. Per Kempa-Trick von Valter Chrintz auf Paul Drux stellten die Füchse vorne dann auf 28:23 (49.) und steuerten so auf die Siegerstraße ein. Schließlich siegten die Berliner mit 34:29 (18:15) und gewannen auch das zweite Gruppenspiel gegen den wohl stärksten Konkurrenten in der Gruppe, wie es Trainer Jaron Siewert nach Spielende betonte.

Füchse Berlin - Bidasoa Irun 34:29 (18:15)

Berlin: Milosavljev (10 Paraden), Kireev (3 Paraden), Wiede 5, Darj 1, Holm 3, Andersson 1, Lichtlein 7, Lindberg 4/4, Chrintz 1, Vujovic 2, Marsenic 4, Drux 6

Irun: Skrzyniarz (7 Paraden), Harbaoui (5 Paraden), Cavero 6, Ugarte 1, Furundarena 2, Azkue 10, Da Silva 1, G. Nieto 3, Garcia 3, A. Nieto 3

Trainer Jaron Siewert: „Es war das befürchtet schwere Spiel und ich glaube, Irun ist der schwerste Gegner in unserer Gruppe. Sie haben es extrem unangenehm gespielt für uns. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit die Chance, uns auf sechs oder sieben Tore abzusetzen. Das haben wir aber verpasst, weil wir in Unterzahl die Bälle weggeschmissen haben. Auch der Start in die zweite Hälfte war nicht ideal und zu hektisch. Dann finden wir aber zum Glück wieder zu unserem Spiel, haben die Ruhe bewahrt und gewinnen am Ende auch in der Höhe verdient."

Nils Lichtlein: „In der ersten Halbzeit verpassen wir die Chance, wegzuziehen und laden Irun wieder ein, zurückzukommen. Dort nutzen sie unsere Fehler konsequent aus und kommen wieder heran. So haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Am Ende können wir zwar wegziehen, hätten es aber viel früher schon schaffen müssen. Ich glaube, das war heute mein bisher bestes Spiel bei den Profis der Füchse Berlin."




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