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27.12.2022|Spielbericht|khe

Die Füchse überwintern an der Tabellenspitze

Die Füchse Berlin haben durch ein 28:22 (14:9) gegen den SC DHfK Leipzig den erneuten Sprung an die Tabellenspitze geschafft und überwintern als Erster der LIQUI MOLY Handballbundesliga. Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle war Hans Lindberg (10/6) bester Werfer der Berliner.

Hans Lindberg war bester Werfer
© Bildnachweis: Foto Lächler

Die Fans im Fuchsbau brauchten keine Anlaufzeit, die Stimmung nach den Weihnachtsfeiertagen war von Anfang an bestens. Auf der Platte dauerte es dagegen etwas länger. Erst in der vierten Minute erzielte Hans Lindberg das erste Füchse-Tor - sehenswert per Heber vom Siebenmeter (1:1). Er ließ bis zur Pause fünf weitere Treffer folgen, drei davon ebenfalls per Strafwurf. Auch weil die Gäste in der Abwehr konsequent und robust zur Sache gingen, gab es anschließend die Chancen per Siebenmeter. Das laß sich im Protokoll dann so: Rote Karte für Oskar Sunnefeldt nach 12 Minuten für einen Schlag ins Gesicht von Mathias Gidsel, dritte 2-Minuten-Strafe für Simon Ernst nach 22 Minuten und damit ebenfalls Rot. Zwei wichtige Stützen der Leipziger Abwehr waren damit aus dem Spiel. Im Tor der Hausherren war Viktor Kireev ein wichtiger Rückhalt mit sieben Paraden (43,75 %), die seine Vordermänner durch schnelle und einfache Tore vergoldeten. So zum Beispiel Mathias Gidsel (6:4/13.) oder Hans Lindberg (13:8/24.) jeweils in das leere Tor. Mijajlo Marsenic fehlte, sein Vertreter Jann Keno Jacobs kam in der 20. Minute und war kurze Zeit ebenfalls Torschütze (10:6). Den Halbzeitstand besorgte dann Kapitän Paul Drux mit dem 14:9.

Die Füchse konnte nach der Pause sogar durch Nils Lichtlein und Paul Drux auf 16:10 erhöhen. Viktor Kireev stand hinten weiterhin sicher, die Abwehr wurde durch Max Darj und Marko Kopljar zusammengehalten und vorne tat Hans Lindberg weiterhin das, was er am besten kann. Mit dem 19:14 (42.) überholte er Lars Christiansen in der ewigen Torschützenliste und sprang auf Platz 2. Mit Tempo nach Paraden konnten Mathias Gidsel oder auch Fabian Wiede vorne ihre Treffer beisteuern, so zum 24:19 (51.) Die lautstarken Fans im Fuchsbau feierten ihre Mannschaft, in sehnlicher Erwartung des Schlusspfiffes. Als dieser ertönte, stand es 28:22 (14:9) und die Füchse standen erneut an der Tabellenspitze. Als Erster der LIQUI MOLY HBL überwintert der Hauptstadtklub, ehe es im Februar nach der Weltmeisterschaft weitergeht.

Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig 28:22 (14:9)

Berlin: Kireev (11 Paraden), Wiede 2, Darj 3, Holm 1, Lichtlein 2, Lindberg 10/6, Gidsel 6, Jacobs 1, Vujovic 1, Drux 2

Leipzig: Saeveraas (10 Paraden), Wiesmach 2, Ernst 1, Witzke 3, Krzikalla 2, Binder 2, Klima 1, Ivic 1, Sunnefeldt 1, Matthes 2, Sajenev 4, Kristjansson 3/1

Trainer Jaron Siewert: „Die Anfangsphase begann mit viel Tempo und etlichen Zeitstrafen, die auch berechtigt waren. Die beiden Roten Karten haben das Spiel in unsere Richtung gelenkt, da Leipzig weniger Optionen in der Abwehr hatte. Es gab ein paar Phasen, wo wir Glück haben, dass Viktor Kireev einige Bälle hält und es nicht nochmal eng wird und wir vorne dann immer noch mit einem Siebenmeter oder einem freien Wurf antworten können. Grundsätzlich bin ich froh, dass wir heute gewonnen haben. Es war extrem wichtig für unser Selbstvertrauen und das gute Gefühl in der Winterpause."

Vorstand Sport Stefan Kretzschmar: „Wir waren gewarnt durch die Serie, die Leipzig zuvor gestartet hat. Wir sind natürlich überglücklich über die zwei Punkte, zumal Mijajlo Marsenic und Dejan Milosavljev ausgefallen sind. Zum Glück konnten wir uns auf Viktor Kireev verlassen. Es war jetzt kein Bundesligaspiel auf absolut höchstem Niveau, aber als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen, macht mich stolz."




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