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03.05.2023|Spielbericht|khe

Füchse stolpern in Stuttgart

Mit 28:32 (14:14) verlieren die Füchse Berlin das Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart. Lasse Andersson und Milos Vujovic trafen jeweils sechsmal für die Berliner, die zwei Spieler mit Roter Karte verloren.

Lasse Ludwig kam unverhofft zu einem langen Einsatz
© Bildnachweis: Jens Körner

Ohne Paul Drux, Dejan Milosavljev und Tim Freihöfer traten die Füchse im ersten Spiel nach der Länderspielpause in Stuttgart an. Nach 12 Minuten war dann auch Viktor Kireev nicht mehr mit von der Partie. Der Schlussmann traf beim Versuch, einen Tempogegenstoß zu verhindern, außerhalb des Torraums seinen Gegenspieler und musste folgerichtig mit der Roten Karte auf die Tribüne. Bis dorthin war er mit vier Paraden sehr gut im Spiel. Von nun an war Lasse Ludwig auf sich alleine gestellt. Dennoch konnten sich die Füchse zu diesem Zeitpunkt auf fünf Tore absetzen. In die erste Sieben war zudem auch Hans Lindberg zurückgekehrt, der zum 5:2 (7.) traf. Nach der Hinausstellung verlor der Hauptstadtklub jedoch den Faden und die Hausherren nahmen ihn auf, auch wenn Lasse Ludwig direkt nach seiner Einwechslung den fälligen Siebenmeter parierte. Auf zwei Treffer kam der TVB heran und so musste Jaron Siewert per Auszeit nachjustieren (10:8/20.). Die Pause fruchtete und die Füchse konnten wieder auf den alten Vorsprung erhöhen, zweimal Jacob Holm zum 11:8 (21.) und 12:8 (23.) sowie Fabian Wiede und Milos Vujovic (14:9/24.). Doch dies sollten die letzten Treffer für die Gäste im ersten Durchgang gewesen sein. Stuttgart nutzte die Fehler im Berliner Abschluss und verkürzte Tor um Tor und stellte Sekunden vor Schlusspfiff mit dem 5:0-Lauf das Unentschieden her (14:14). Sichtbar unzufrieden ging es anschließend für Jaron Siewert und sein Team in die Kabinen.

Doch auch nach dem Seitenwechsel funktionierte das Spiel der Füchse nicht. Vorne wurden die Chancen nicht genutzt, hinten stand die Abwehr nicht sicher. Während die Stuttgarter sich vor den eigenen Fans fast in einen Rausch spielten, wurde es für Berlin bitter. Über die Pause hinweg waren es elf Minuten und sieben Sekunden, die die Füchse ohne eigenen Torerfolg blieben. Aus einem 14:9 aus Sicht der Gäste wurde ein 14:17 bis zur 36. Minute. Von diesem Black-Out sollte sich der Hauptstadtklub nicht mehr erholen. Von nun an rannte die Siewert-Sieben dem Rückstand hinterher. Und das, obwohl sich die Chancen für Berlin ergaben. Der bis dato beste Werfer der Berliner, Linksaußen Milos Vujovic, musste dann nach einem vermeintlichen Kopftreffer ebenfalls mit der Roten Karte auf die Tribüne. Für ihn kam Debütant Ole Machner ins Spiel, der kaltschnäuzig zweimal traf, u.a. zum 24:26 (52.). Plötzlich war Berlin wieder dran und hatte sogar zweimal die Chance, auf einen Treffer heranzukommen. Doch auch diese wurden vergeben. Vorne vergeben und hinten ein Gegentor bekommen macht dann in der Endabrechnung drei Tore Rückstand. Bei Schlusspfiff waren es dann vier, 28:32 (14:14) verlieren die Füchse Berlin das Auswärtsspiel in Stuttgart und damit zwei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft und die Champions League-Plätze.

TVB Stuttgart - Füchse Berlin 32:28 (14:14)

Stuttgart: M. Vujovic (15 Paraden, 2 Siebenmeter), Hanusz 6, Lönn 6, Nicolaus 1, Forstbauer 3, Zieker 4, Pfattheicher 8/2, Maric 4

Berlin: Kireev (4 Paraden, Rote Karte), Ludwig (11 Paraden), Wiede 3, Darj 1, Holm 4, Andersson 6, Lindberg 2/1, Gidsel 2, Machner 2, Vujovic 6, Weber 1, Marsenic 1

Trainer Jaron Siewert bei Sky: „Die ersten Minuten spielen wir so, wie wir es uns vorgestellt haben und führen mit 9:3. Kommen zu Ballgewinnen und stehen stabil in die Abwehr. Dann kommt die Rote Karte, die man geben muss. Trotzdem kommen wir auf 14:9 weg. Aber was wir dann in den letzten Minuten der Halbzeit machen, muss ich mir nochmal angucken. Dann war die Halle da, alles hat gegen uns gespielt. In die zweite Halbzeit kommen wir dann richtig schlecht rein und nichts, was wir uns vorgenommen haben, funktioniert. Die Abwehr war viel zu löchrig heute und im Angriff haben wir nicht die guten Würfe genommen. Das ist ein herber Rückschlag für uns, jetzt gilt es, sieben Spiele zu spielen und am Ende schauen wir, was bei rumkommt."

Jacob Holm bei Sky: „Es ist schwierig zu sagen so kurz nach dem Spiel. Wir haben heute einfach nicht funktioniert. Wir sind nicht in die Tiefe gegangen, haben unsere Zweikämpfe nicht gewonnen. Natürlich bin ich mega enttäuscht. Ich glaube nach dem 0:5-Lauf zum Ende der Halbzeit waren wir einfach schockiert und sind auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr zurückgekommen. Morgen müssen wir wieder nach vorne schauen und dann eine gute Taktik für das Spiel gegen Flensburg finden."




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