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19.10.2023|Vorbericht|khe

20:0 Punkte: Füchse besiegen Verfolger Melsungen

Die Füchse Berlin setzen ihren Höhenflug fort und gewinnen das Spitzenspiel gegen die MT Melsungen mit 37:31 (17:15) und bleiben ungeschlagener Tabellenführer. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Partie, gemeinsam mit Hans Lindberg (7/6) und Mathias Gidsel (8) erzielten die Dänen 26 der 37 Treffer für Berlin.

Nils Lichtlein glänzte in der Schlussphase
© Bildnachweis: Foto Lächler

Mit zwei Treffern von Lasse Andersson starteten die Füchse in das Spitzenspiel, jeweils zum Ausgleich (2:2/6.). Dann gerieten die Hausherren ins Hintertreffen und konnten jeweils nur verkürzen. Mathias Gidsel traf so zum 9:10 (17.) und 10:11 eine Minute später, als sich Gästespieler David Mandic bei einer Abwehraktion verletzte und nicht mehr zurückkehrte. Kurz darauf konnte Hans Lindberg per Strafwurf den ersten Ausgleich seit dem 2:2 herstellen, ehe sein Landsmann Lasse Andersson die erste Führung erzielte (13:12 /22.). Auch weil Dejan Milosavljev im Tor der Hausherren den Siebenmeter von Timo Kastening entschärfen konnte. Von nun an legte der Hauptstadtklub vor, angetrieben von den Dänen im Team. Erneut Andersson und Gidsel waren die Torschützen, die auf 17:15 stellten. Gleichzeitig der Halbzeitstand.

Aus der Kabine kamen die Füchse nahezu perfekt und stellten innerhalb von vier Minuten auf 22:17. Doch die Gäste aus Melsungen konterten den Lauf der Hausherren ihrerseits und schlossen in der 41. Minute wieder auf (23:22). Nun musste Jaron Siewert die Auszeit nehmen und sein Team neu einschwören. Bei Wiederanpfiff legten die Füchse durch Lindberg wieder vor, hinten konnten sich die Berliner weiterhin auf Dejan Milosavljev verlassen. Mit insgesamt 13 Paraden wurde er zum Ende einer der Matchwinner. Die Mannschaft von Jaron Siewert kämpfte unermüdlich, Lasse Andersson tankte sich abermals durch und erhöhte auf 31:29 (53.). Die letzten Minuten der Partie gehörten dann u.a. Nils Lichtlein. Der Youngster, bis zuletzt durch einen grippalen Infekt außer Gefecht gesetzt und ohne Trainingsmöglichkeit mit der Mannschaft, setzte sich zweimal perfekt durch, legte den Ball gekonnt über den Gästetorwart und passte kurze Zeit später einmal diagonal am Kreis auf Linksaußen Jerry Tollbring. Die Max-Schmeling-Halle bebte, die Füchse führten nun kurz vor Abpfiff mit 35:30 - der Heimsieg war gesichert. Mit 37:31 gewinnen die Berliner auch das zehnte Ligaspiel in Folge und stehen mit 20:0 Punkten ungeschlagen an der Tabellenspitze. In der Liga geht es für die Hauptstädter Freitag kommender Woche (20 Uhr) beim VfL Gummersbach weiter, zuvor sind sie in der European League in Bosnien-Herzegowina auf Punktejagd (Di., 18:45 Uhr).

Füchse Berlin - MT Melsungen 37:31 (17:15)

Berlin: Milosavljev (13 Paraden, 2 Siebenmeter), Tollbring 3, Andersson 11, Lichtlein 3, Lindberg 7/6, Gidsel 8, Beneke 1, Marsenic 4

Melsungen: Simic (4 Paraden), Kühn 3, Balenciaga 1, Sipos 1, Kristopans 3, Moraes 4, Jonsson 5, Arnarsson 1, Martinovic 6/2, Kastening 7/1

Trainer Jaron Siewert: „Plus sechs Tore am Ende spiegelt nicht den Spielverlauf wider, bis zum Schluss waren es eigentlich nur eine 1- oder 2-Tore-Führung. Dejan Milosavljev konnte am Ende noch ein paar Bälle entschärfen, deshalb wurde es deutlich. Vorne haben wir dadurch mehr Ruhe in unseren Entscheidungen. Grundsätzlich bin ich mega happy und stolz auf meine Mannschaft, was sie hier heute geleistet hat."

Vorstand Sport Stefan Kretzschmar: „Normalerweise kann sich die MT Melsungen auf ihr starkes Torhüterduo verlassen, das wohl stärkste in der Liga. Das war heute nicht so. Das war wichtig für uns, dass sie nicht ins Spiel kommen. Es war ein großer Fight hier von beiden Mannschaften, sicherlich in der Anfangsphase durch viele technische Fehler geprägt. Beide. Teams waren heiß, das konnte man jedem einzelnen Spieler ansehen. Die Zuschauer waren ebenso heiß, alle haben in der Max-Schmeling-Halle gestanden. Das war fantastisch zu beobachten. Kompliment an unsere Leistungsträger, die wieder einmal geliefert haben. Nils Lichtlein dazu mit einer herausragenden Schlussphase."




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