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17.03.2024|Nationalmannschaft|DHB, hg

DHB-Auswahl bucht Olympiaticket für Paris

Deutschlands Handballer fahren zu den Olympischen Spielen nach Paris. Die nervenstarke Mannschaft von Bundestrainer Gislason besiegte am heutigen Sonntagnachmittag Österreich im „Endspiel" von Hannover mit 34:31 (18:15) und sicherte sich nach 2016 und 2021 die dritte Olympia-Teilnahme hintereinander.

Das junge DHB-Team sicherte sich im Qualifikationsturnier in Hannover das Olympiaticket für Paris.
© Bildnachweis: Sascha Klahn

Beste deutsche Werfer vor 10.099 Zuschauern in der ausverkauften ZAG Arena waren Rückraumspieler Julian Köster (7 Tore), Linkshänder Renars Uscins (7) und Rechtsaußen Lukas Zerbe (6). Zudem hatten die beiden Torhüter Andreas Wolff und David Späth mit wichtigen Paraden großen Anteil daran, dass der Olympia-Traum für die unerfahrene deutsche Mannschaft Realität wird. In Paris greifen Kapitän Johannes Golla und Co. im Sommer nach der ersten deutschen Handball-Medaille seit Bronze 2016 in Rio. Dann ist hoffentlich auch wieder Füchse-Spielmacher Nils Lichtlein mit dabei, der seinen Einsatz heute nutzte, um wichtige Akzente im Spiel zu setzen.

Die DHB-Auswahl, aus der zwölf Spieler noch nie bei Olympia dabei waren, hatte es einmal mehr unnötig spannend gemacht und das Qualifikationsturnier auf dem zweiten Platz hinter Kroatien abgeschlossen. Das Team von Bundestrainer Gislason war mit einem 41:29 (16:13) Kantersieg gegen Außenseiter Algerien ins Turnier gestartet, bei dem Linkshänder Renars Uscins (zehn Tore) von der TSV Hannover-Burgdorf der beste Werfer des DHB war. Deutschland hatte die Partie zwar jederzeit im Griff, brillierte aber nur zeitweise, sodass erst gegen Ende der deutsche Vorsprung anwuchs.

Die zweite Partie gegen Kroatien hingegen verlor das DHB-Team mit 30:33 und stand damit unter Druck. Bester deutscher Werfer am Samstagnachmittag war erneut U21-Weltmeister Renars Uscins mit acht Treffern. Ausschlaggebend für die Niederlage war vor allem eine schwache erste Halbzeit. Das deutsche Team wachte erst nach dem Seitenwechsel auf, kam angetrieben vom starken Uscins aber nicht mehr näher als bis auf zwei Tore heran. Die Kroaten, die seit einigen Wochen vom früheren Bundestrainer Dagur Sigurdsson betreut werden, hatten die Olympia-Teilnahme mit nunmehr 4:0 Punkten so gut wie sicher.

Im dritten und letzten Spiel gegen Österreich hätte ein Unentschieden gereicht, aber mit einer stabilen Deckung, variablem Angriffsspiel und ganz viel Leidenschaft diktierte das deutsche Team ganz anders als tags zuvor gegen die Kroaten von Beginn an Tempo und Rhythmus des Spiels. Auch wenn es am Ende nochmal knapp wurde, sicherte sich das junge Nationalteam verdient das Ticket nach Paris.

„Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Wir haben einen Riesenfight geliefert. Klar lief nicht alles immer rund, aber wir sind eine wirklich junge Mannschaft und haben noch viel zu lernen. Ich bin sehr glücklich, dass die Fans mich wertschätzen und mich in der eigenen Halle dreimal zum ,Man of the Match&lsquot; gewählt haben. Das ist ein schöner Bonus. Viel wichtiger war, die Qualifikation zu schaffen", erklärte eine erleichterter Renars Uscins gegenüber der ARD.




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