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21.12.2007|Vorbericht|MaH

Richtungsweisendes Spiel gegen den TuS N-Lübbecke

Zum vorletzten Heimspiel dieses Jahres empfangen die Füchse am Sonntag um 17 Uhr in der Max-Schmeling Halle den TuS N-Lübbecke.
Nachdem am letzten Wochenende die  Auswärtsniederlage beim TBV Lemgo doch höher als erwartet ausgefallen ist gilt es für die Füchse am Sonntag Wiedergutmachung zu betreiben und auf Punktejagd zu gehen. Der TuS befindet sich derzeit auf dem 17. Tabellenplatz der TOYOTA Handball-Bundesliga hat aber mit 7 Pluspunkten nur einen Punkt weniger auf dem Konto als die Füchse und könnte mit einem Sieg sogar an den Berlinern vorbeiziehen. Die Füchse hingegen können sich mit einem Sieg wieder etwas Luft verschaffen und einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt auf Distanz halten. Das erste Mal diese Saison werden am Sonntag die beiden polnischen Neuzugänge der Füchse in der Max-Schmeling Halle auflaufen.
Michal Kubisztal und Bartlomiej Jaszka haben im Laufe der Woche die sehnlich erwartete Freigabe erhalten. Einem Einsatz gegen den TuS N-Lübbecke steht somit nichts mehr im Wege.

Das Duell der beiden Mannschaften  wird voraussichtlich durch die Tagesform und den größeren Siegeswillen entschieden. „Das Spiel gegen Lübbecke wird Abstiegskampf pur", sagt Trainer Jörn-Uwe Lommel, ähnlich sieht es auch sein Trainer-Kollege Velimir Kljaic: „Auf beiden Mannschaften liegt reichlich Druck. Daher glaube ich, dass wir ein sehr kampfbetontes Spiel sehen werden“
Der TuS Nettelstedt wurde bereits 1912 gegründet, und die Neugründung nach dem Krieg erfolgte 1945.
Bundesweit bekannt wurde TuS Nettelstedt 1970, als es dem damaligen Kreisligisten gelang, den seinerzeit zu den weltbesten Handballern gehörenden Kapitän und Kopf unserer Nationalmannschaft, Herbert Lübking, von Grün Weiß Dankersen nach Nettelstedt zu holen.
Unter seiner Führung begann ein einmaliger „Durchmarsch“. Bis 1977 stieg der TuS sieben Mal in Folge auf und wurde zum Gründungsmitglied der neugeschaffenen eingleisigen Bundesliga.
1975 erreichte Nettelstedt das Finale der letztmals ausgetragenen Deutschen Meisterschaft auf dem Großfeld.
Auch in der Halle setzte sich der kometenhafte Aufstieg fort. 1981 stand der Verein im europäischen Rampenlicht, als in zwei denkwürdigen Endspielen die damals wohl weltbeste Vereinsmannschaft, der HC Empor Rostock, im Europapokal der Pokalsieger geschlagen wurde und außerdem, sozusagen als Zugabe, der Deutsche Pokal  geholt wurde.
Aber die erfolgreichen Zeiten gingen 1983 zuerst einmal zu Ende.  Dem Abstieg in die 2. Liga folgte eine elfjährige Durststrecke, ehe der Wiederaufstieg gelang.
1997 und 1998 folgten die Europacup-Siege Nr. zwei und der im City-Cup, 1999 erreichte man noch einmal das Endspiel in diesem Wettbewerb.
2001 stieg der Verein mit hohen Schulden in die 2. Liga ab. Unter dem neuen Namen TuS N-Lübbecke wurde mit dem aktuellen Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel der sofortige Wiederaufstieg geschafft, dem sich  allerdings der erneute Abstieg anschloss.
Unter Trainer Jens Pfänder, mittlerweile Coach von TUSEM Essen, gelang Lübbecke in der Saison 2004/2005 ein einmaliger Rekord. Mit 68:0 Punkten marschierte die Mannschaft durch die zweite Liga und feierte den sofortigen Wiederaufstieg und konnte seitdem auch die Klasse halten.
Um sich allerdings den Startplatz in der Bundesliga für die Saison 2007/08 zu sichern, musste die Mannschaft in der letzten Saison durch die Relegation. Gegen Bayer Dormagen gab es zwei umkämpfte Partien, die N-Lübbecke mit 30:28 und 27:26 für sich entschied.
Diese Saison gab es erneut einen Umbruch im Team, zehn Abgängen standen neun Neuzugänge gegenüber wobei  der Abgang von Nationalspieler Rolf Hermann zum TBV Lemgo besonders schwer wiegt.
 Erfolgreichste TuS-Neuerwerbung ist Sergo Datukasvili, der nicht nur bester Torschütze der Lübbecker ist, sondern mit 98 Treffern auch auf Rang sieben der TOYOTA HBL-Torjägerliste steht.
Die Mannschaft von Trainer Velimir Kljaic konnte bisher nur vor heimischer Kulisse  die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, TUSEM Essen (30:26) und HBW Balingen-Weilstetten (23:19) und GWD Minden (33:25) bezwingen. Zudem gelang dem TuS ein 28:28 Unentschieden gegen den Wilhelmshavener HV.  Auswärts blieb das Team im bisherigen Saisonverlauf ohne Erfolgserlebnis.
Das Spiel  wird vom Füchse-Partner Johnson Controls präsentiert.
 




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