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08.08.2025|Spielbericht|sh

Füchse Berlin mit erfolgreichem Test gegen japanisches Team

Die Füchse Berlin sind am Freitag, 8. August, mit einem deutlichen 48:33-Erfolg über die Toyota Auto Body Brave Kings in das Vorbereitungsturnier in Potsdam gestartet. Beim traditionell in der MBS Arena stattfindenden Turnier hat der Deutsche Meister gegen das japanische Team eine reife Leistung hingelegt.

Mathias Gidsel und die Füchse Berlin haben gegen die Toyota Auto Body Brave Kings.
© Bildnachweis: Göres

Es kam ein Stück weit das Gefühl auf, das wir alle lieben: Zuerst sagt der Hallensprecher die Toyota Auto Body Brave Kings an, und dann wechselt der Song. Über die Hallenboxen läuft nun die Vereinshymne von Bollmer, während die Jungs von Trainer Jaron Siewert unter Applaus auf die Platte laufen.

Andre Gomes eröffnete die Partie mit dem 1:0 für die Toyota Brave Kings (1.), gefolgt von Nils Lichtlein, der sich im Eins-gegen-Eins durchsetzte, um auszugleichen (2.). Dann wurde es mehr und mehr „Füchse-like“: Der Gegner wurde zu einem technischen Fehler gezwungen. Der Deutsche Meister schnappte sich sofort das Spielgerät und warf es in Person von Lasse Ludwig auf den nach vorne sprintenden Mathias Gidsel, der zum 6:4 traf. Die Brave Kings, die immer wieder versuchten, ihren Spielmacher Gomes in Position zu bringen, scheiterten nun häufiger an der gut stehenden Abwehr oder an Ludwig im Tor. Im Gegensatz dazu nahmen die Füchse weiter Fahrt auf.

Der eingewechselte Max Beneke, der zusammen mit Torwart Ludwig an seiner alten Wirkungsstätte auflief – dort, wo die beiden beim 1. VfL Potsdam maßgeblich am Aufstieg der Adler beteiligt waren –, zündete eine Fackel aus dem Rückraum zum 17:10. In einem schnellen Angriff brachte Hákun West av Teigum den Ball zu Fabian Wiede. Der langjährige Fuchs spielte unter Bedrängnis den Ball gekonnt auf Mijajlo Marsenić, der mit Gefühl den Torhüter per Heber zum 22:12 überwand (23.). Nun hatten die Hauptstädter auf der Platte richtig Spaß. Ludwig parierte, Tobias Grøndahl brachte mit seinem „behind-the-back-Pass" das Spielgerät mit Spielwitz zu Tim Freihöfer, der zum 24:12 (26.) einnetzte. Der gebürtige Schwabe traf an diesem Abend insgesamt sieben Mal, was ihn mit Mathias Gidsel zum Top-Torschützen auf Seiten der Füchse machte.

Nach einem Assist von Lichtlein eröffnete av Teigum mit dem 28:15 den zweiten Durchgang (31.). Kurz darauf ließ Andersson mit einem kunstvollen Wurf, der erst noch an den Innenpfosten klatschte, bevor er im Netz zappelte, dem gegnerischen Torhüter keine Chance (31:18). Nach einem Fehlpass der Japaner schnappte sich Freihöfer den Ball, warf ihn sofort zu Wiede, der ins leere Tor traf. Eine ähnliche Szene wenige Momente später, nur dass diesmal Gidsel erfolgreich war (34:19). Das Sieben-gegen-Sechs behielt die Mannschaft des Dänen Lars Walther trotz des Doppelschlags bei. Wiede, der eben noch getroffen hatte, sammelte nun den nächsten Assist. In einem Überraschungsmoment brachte er den Ball über kurze Distanz, aber mit Tempo, zu Max Darj an den Kreis. Der Schwede traf souverän (37:22, 43.).

In einer tollen Einzelaktion ließ Grøndahl, der neue Mittelmann im Rückraum, zwei Spieler mit Tempo aussteigen und warf ins kurze Eck zum 41:25 (47.). Wenig später durfte sich dann Dejan Milosavljev mit einem gehaltenen Siebenmeter auszeichnen. Die Japaner wurden fehleranfälliger, je älter die Partie wurde. Die Füchse nutzten dies kaltschnäuzig aus. Der nächste Neuzugang, Aitor Ariño, markierte nach einem Tempogegenstoß nun auch seinen ersten Treffer der Partie (43:26, 49.). Mit einigen Wechseln wurde das Tempo im Angriffsspiel der Berliner etwas reduziert. Dennoch brachten die neuen Akteure auf der Platte Spielfreude mit. Ariño traf spät in der Partie erneut und erhöhte auf 46:31 (56.).

Nachdem der Gast aus Japan am vorherigen Tag 34:29 gegen den Ausrichter aus Potsdam verloren hatte, mussten sie am Ende mit dem 48:33 gegen die Füchse eine deutlichere Niederlage einstecken. Damit ist die Mannschaft von Jaron Siewert erfolgreich in das Traditionsturnier gestartet und spielt am morgigen Samstag, 9. August, gegen den Kooperationsverein 1. VfL Potsdam. Tickets sind hier erhältlich.

Jaron Siewert: Nach einer relativ harten Woche hat mir besonders das Tempo in der ersten Halbzeit sehr gut gefallen. In der Abwehr sind sicherlich noch ein paar Abstimmungsprobleme vorhanden. Insbesondere im 6-0-Verbund waren wir nicht so kompakt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die offensiven Varianten brauchen einfach noch Zeit. Im Angriff merkt man auch, dass wir noch nicht so viele Einheiten zusammen hatten. Da fehlt noch der Rhythmus. Aber da mache ich mir keine Sorgen, dass wir das jetzt auch schnell hinkriegen. Der Gegner hat aufgrund des Trainers eher europäisch als japanisch gespielt. Sie haben sich voll reingehauen und es war ein faires spiel. Das ist eine interessante Mannschaft. Man sieht, dass überall auf der Welt qualitativ hochwertig Handball gespielt wird."

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev; Wiede (4), Darj (5), Prantner, Max Beneke (5), Andersson (4), Ariño (2), Grøndahl (3), Lichtlein (4), Gidsel (7), Freihöfer (7), Langhoff, av Teigum (3), Marsenić (4).




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