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09.08.2025|Spielbericht|sh

Intensives Aufeinandertreffen mit dem 1. VfL Potsdam

Zum Abschluss des Vorbereitungsturniers in der MBS Arena, setzten sich die Füchse Berlin im Derby mit 41:32 gegen den Kooperationspartner 1. VfL Potsdam durch. Starke Torhüterleistungen, hohes Tempo und Spielfreude in der Offensive prägten den Auftritt des Deutschen Meisters.

Füchse-Trainer Jaron Siewert blickt auf ein erfolgreiches Vorbereitungsturnier in Potsdam zurück.
© Bildnachweis: Lächler

Wie es sich bei diesem traditionellen Vorbereitungsturnier gehört, treffen zum krönenden Abschluss die Füchse Berlin und der Kooperationspartner, der 1. VfL Potsdam, in der MBS Arena aufeinander. Der Ausrichter gewann zuvor am Donnerstag gegen das dritte Team, die Toyota Auto Body Brave Kings, die Berliner besiegten die Japaner am gestrigen Freitag.

Im ersten Angriff spielten sich die Füchse einen Siebenmeter heraus, Tobias Grøndahl verwandelte souverän zum 1:0 (2.). Dejan Milosavljev, der heute im ersten Durchgang das Tor hütete, parierte den ersten Angriff der Gastgeber. Dann ging das Spiel schnell, und Fabian Wiede erhöhte auf 2:0 (2.). Der serbische Torhüter parierte erneut, brachte das Spielgerät mit Tempo nach vorne, und der zweifache Welthandballer Mathias Gidsel stellte auf 4:1 (5.). Nach anfänglichen Schwierigkeiten war das Team von Emir Kurtagic nun etwas gefestigter im Spiel. Dennoch zeichnete sich Milosavljev immer wieder aus, während der Deutsche Meister in der Offensive zu leichten Durchbrüchen kam – so auch beim 10:5 (12.), als Lukas Herburger in der Abwehr den Ball am Kreis abfing und Tempo ins Spiel brachte. Gidsel traf dann im Eins-gegen-Eins gegen Torhüter und ehemaligen Jungfuchs Frederik Höler. Aber auch der VfL zeigte immer wieder, dass er Handball spielen kann. In einem tollen Zusammenspiel von Markus Mahr und Marco Mengon war es der Italiener, der den Ball gekonnt im Tor der Füchse unterbrachte (11:7, 16.).

Dadurch, dass der Gastgeber nun selbst schnelle Tore warf oder dies zumindest versuchte, nahm das Spiel an Fahrt auf. Aitor Ariño, der unfassbare Schnelligkeit mit sich bringt, lief im Tempogegenstoß dem Gegner davon und markierte mit dem 15:10 (19.) seinen ersten Treffer der Partie. Dann zeigte Gidsel erneut sein Können: Trotz Schubsen seines Gegenspielers bekam er den Ball im Fallen doch noch los und ließ ihn platziert im Netz zappeln (17:12, 23.). Danach machte Nils Lichtlein das Spiel schnell. Er wirbelte um die Abwehr, brachte den Ball zu Wiede, der nicht lange zögerte und auf den freistehenden Ariño verlängerte. Der spanische Neuzugang ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und stellte auf 20:13 (27.). Kurz bevor die Sirene zur Halbzeit ertönte, brachte sich der Zweitligist mit einer Leistungssteigerung durch den Treffer zum 17:21 (30.) wieder in Position für den zweiten Durchgang.

Die Adler eröffneten Hälfte zwei so, wie sie die erste beendeten. Nach nur vier Minuten sorgte die Mannschaft von Emir Kurtagic mit dem 21:21 (34.) wieder für ausgeglichene Verhältnisse. Die Füchse ließen dies aber nicht lange auf sich sitzen und drückten nun selbst wieder auf das Gaspedal. Leo Prantner, der auf Rechtsaußen bedient wurde, traf nur wenig später zum 23:21 (35.). Tim Freihöfer, der bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf der Platte stand, kam in der 40. Minute auf das Feld, um den von Prantner herausgeholten Siebenmeter zum 26:24 eiskalt zu verwandeln. Die Füchse waren nun drauf und dran, wieder in ihr gewohntes Spiel zu finden. Nur wenige Momente später war es der Südtiroler selbst, der mit dem 28:24 (41.) nicht nur einen seiner sieben Treffer markierte, sondern auch wieder zu einer komfortableren Führung traf. Ein paar Minuten später sprang er von Außen aus einem ungünstigen Winkel ab, drehte den Ball aber mit Gefühl um den Torhüter ins Tor (31:27, 45.).

Nach einer Parade von dem im zweiten Durchgang im Tor stehenden Lasse Ludwig brachte er selbst den Ball auf Lichtlein, der den neben ihm sprintenden Gidsel anspielte. Der Däne traf souverän zum 35:28 (51.). In der mit 805 Zuschauern gefüllten MBS Arena brachte sich Potsdam zwar immer wieder in die Position, Tore zu werfen, doch die letzte Konsequenz fehlte nun häufiger. Gleichzeitig hatten die Hauptstädter weiter Spaß daran, Angriff für Angriff zu kämpfen, um den Spielstand kontinuierlich zu erhöhen. Gerade eben sammelte er noch einen Assist, nun ließ Lichtlein seinen Gegenspieler aussteigen und wuchtete den Ball zum 37:29 (53.) ins Netz. Zu Ungunsten der Gastgeber parierte Ludwig souverän und vereitelte in der 56. Spielminute mit einem Superreflex eine klare Torchance. Im anschließenden Angriff erhöhte Gidsel zum 38:30 (56.).

Wir bedanken uns bei unserem Kooperationsverein, dem 1. VfL Potsdam, für das erneute Ausrichten des tollen Vorbereitungsturniers. Mit dem 41:32 gegen Potsdam und dem 48:33 gegen die Toyota Brave Kings haben die Füchse auch diese Testspiele erfolgreich gestaltet.

Trainer Jaron Siewert: „Wir wussten, dass Potsdam viel über das Rückraum-Spiel kommen wird, deshalb war es ein gutes Training für Mannschaften wie Stuttgart, Eisenach oder Lemgo und bis zum 20:13 war alles akzeptabel. Aber in den letzten Minuten der ersten Halbzeit einen 1:4-Lauf zuzulassen war unnötig. Natürlich gab es auch ein bis zwei kritische Situationen, bei denen wir zwei Minuten bekommen. Aber auch der Start in den zweiten Durchgang war alles andere als das, was wir uns vorgenommen hatten. Aber als wir dann die Griffigkeit wieder bekommen haben, Paraden bekommen haben, wieder auf das Tempospiel gesetzt haben und besser in der Abwehr gestanden haben, war das alles ganz ordentlich. Wir haben in den letzten zwei Tagen einiges getestet, wie zum Beispiel die Rotation auf den Außen. Daraus können wir viel mitnehmen. Das Ergebnis ist zweitrangig, aber wir wollten trotzdem einen deutlichen Sieg einfahren."

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev; Wiede (7), Darj, Prantner (7), Beneke, Ariño (2), Grøndahl (3), Lichtlein (1), Gidsel (14), Freihöfer (3), Langhoff, Herburger (2), av Teigum, Marsenić (2).




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