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27.11.2025|Spielbericht|pst

Veszprém-Sieg besiegelt Ungeschlagen-Serie

Im Kalenderjahr 2025 konnte keine Mannschaft der Machineseeker EHF Champions League die Füchse Berlin in ihrer heimischen Max-Schmeling-Halle besiegen. Das 38:34 (19:18) gegen One Veszprém HC an diesem Donnerstagabend war zudem der neunte Sieg im neunten Spiel der aktuellen Königsklassen-Saison.

Immer wenn 2025 im Fuchsbau Champions League angesagt war, jubelten Mijajlo Marsenić und die Berliner danach.
© Bildnachweis: Göres

Das letzte Heimspiel der Machineseeker EHF Champions League war mit diesem 9. Spieltag für die Füchse Berlin angerichtet – und auch dieses haben die Hauptstädter gewonnen. Vor 5720 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle blieben sie ohne Punktverlust und grüßen damit weiterhin von Tabellenplatz eins der Gruppe A. Das 38:34 (19:18) gegen One Veszprém HC war ein weiteres Ausrufezeichen des Deutschen Meisters. Im Match of the week krönte die EHF Lasse Andersson als Spieler des Spiels. Der Däne war mit zehn Toren auch bester Werfer.

Auch die Siebenmeterschützen Tim Freihöfer (acht Tore) und Tobias Grøndahl (sieben Tore) zeigten sich in Torlaune. In der Defensive konnten sich die Füchse in wichtigen Momenten auf Lasse Ludwig zwischen den Pfosten verlassen. Er heizte den Fuchsbau ein, als er nach einem Gesichtstreffer den darauffolgenden Siebenmeter parierte. Diese Aktion stand sinnbildlich für den starken Charakter, den die Berliner an diesem Donnerstagabend zeigten. Zudem feierte Jungfüchse-Keeper Pius Joppich sein Profi-Debüt und Coach Nicolej Krickau hatte mit einer offensiven Manndeckung den vielleicht entscheidenden Kniff als Ass im Ärmel parat.

So liefen die 60 Minuten ab

Der erste Abschluss der Partie war ein Siebenmeter für die Füchse Berlin, den Tobias Grøndahl eiskalt verwandelte (2.), One Veszprém war in ihrem ersten Angriff aber auch sofort erfolgreich. Weil Ahmed Hesham Elsayed Moham dann aber einen Wurf von Mathias Gidsel blockte, gingen die Gäste aus Ungarn mit 2:1 in Führung. Lasse Andersson hatte die passende Antwort parat. In der 13. Minute konnten die Hauptstädter durch Gidsel dann endlich ausgleichen, nachdem zuvor mehrere Versuche scheiterten. Das 10:10 kurz darauf brachte dann wieder vom Strich Grøndahl (14.). Nach einer guten Viertelstunde ging Veszprém allerdings mit zwei Toren in Führung.

Weil zu Beginn die Torhüterleistung von Lasse Ludwig ausblieb, durfte der Jungfuchs Pius Joppich früh im Spiel sein Debüt bei den Profis feiern. Der Keeper der zweiten Mannschaft rückte in das Aufgebot von Trainer Nicolej Krickau, weil Dejan Milosavljev mit Adduktorenproblemen aussetzen musste. Als die Füchse aber bereits mit drei Toren in Rückstand waren, traf Gidsel ins leere Tor. Ein erneuter Ballgewinn in der Abwehr ließ Andersson auf 13:14 verkürzen (22.). Grøndahl wieder vom Strich glich für die Berliner aus, wie auch wenig später Tim Freihöfer von Linksaußen. Weil die Gastgeber zwischen den Pfosten wieder auf Ludwig wechselten und dieser parierte, netzte Gidsel zur ersten Führung ein 17:16 (28.). Zum Seitenwechsel war es ein 19:18.

Nachdem der erste Veszprém-Angriff in Durchgang zwei glückte, traf Mijajlo Marsenić. Ludwigs Parade konnten seine Vordermänner nicht ausnutzen. Im Gegenteil: die Ungarn drehten den Spielstand wieder zu ihren Gunsten. Als Rodrigo Corrales Rodal im Tor der Gäste immer mehr Paraden aufwies, glich erst Hákun West av Teigum aus und Gidsel verwandelte dann zur erneuten Führung, 23:22 (39.). Wie schon in der ersten Halbzeit, als es sich als bewährte Lösung erwies, gingen die Mannen von Krickau in die komplette Manndeckung in der Abwehr. Diesmal blieb es allerdings in kurzer Dauer weniger erfolgreich. Bei Minus zwei setzte Freihöer mit einem Heber für ein Ausrufezeichen. Auf Matthes Langhoffs gute Abwehraktion folgte eine Ludwig-Parade sowie der Andersson-Ausgleich zum 27:27 eine knappe Viertelstunde vor Schluss.

Wahnsinns-Szenen von Lasse Ludwig dann: er bekam einen Ball ins Gesicht und blieb benommen am Boden. Dennoch gab es einen Siebenmeter für Veszprém, den er entschärfte. Beim Klärungsversuch sprang Langhoff wieder in den Berliner Keeper. Als er wieder aufstand, huldigte ihn der Fuchsbau. Freihöfer machte daraufhin das 28:27 (47.), nach eigenem Steal erhöhte Andersson auf Plus zwei. Absolut wichtig war Ludwigs Parade in Unterzahl, ebenfalls mit einem Mann weniger stellte Andersson mit einer unglaublichen Fackel auf Plus vier, nachdem Krickau eine Auszeit nahm. Das 38:34 besiegelte den neunten Sieg im neunten Spiel dieser Saison in der Machineseeker EHF Champions League.

Bereits am kommenden Sonntag, 30. November, also in drei Tagen, soll es schon wieder laut werden in der Max-Schmeling-Halle. Dann ist in der DAIKIN Handball-Bundesliga der TBV Lemgo Lippe zu Gast bei den Füchsen Berlin. Anwurf im Fuchsbau ist um 16.30 Uhr, Tickets sind hier erhältlich.

Stimmen und Statistiken zum Spiel

Trainer Nicolej Krickau: „Das war ein Topspiel, und ist absolut abgelaufen wie ein Topspiel. Wahnsinnige Intensität, viele Führungswechsel und einfach eine sehr tolle mentale Leistung unsererseits in der zweiten Halbzeit. Das hat insgesamt wirklich sehr viel Spaß gemacht heute Abend.“

Kapitän Max Darj: „Das war von Anfang an ein sehr intensives Spiel. Sie kamen mit viel Power und Härte. Wir haben uns zurückgekämpft, auch mit der offensiveren Abwehr. Dadurch haben wir von ein paar Fehlern profitiert. In der zweiten Halbzeit haben wir Stärke und Stabilität gezeigt und die zwei Punkte verdient.“

Füchse Berlin: Ludwig (7 Paraden), Joppich; Darj (2), Andersson (10), Ariño, Grøndahl (7/3), Gidsel (6), Freihöfer (8), Pichiri, Langhoff, av Teigum (3), Günther, Marsenić (2).

One Veszprém HC: Appelgren, Corrales Rodal (11 Paraden); Gonçalves Dos Santos, Martinovic (2), Descat (8/5), Hesham Elsayed Moham (4), Ligetvári, Marguc, Cindric (4), Remili (6), Lenne (4), Elderaa (1), Pechmalbec (4), Gáncs-Peto, Mesilhy (1), Zeinelabedin.




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