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29.01.2026|Nationalmannschaft|pst

EM-Halbfinale mit vier Füchsen

Im dänischen Herning beginnt ab morgen der Schlussspurt der Handball-Europameisterschaft, die auch in Schweden und Norwegen ausgetragen wurde. Mit Matthes Langhoff, Nils Lichtlein, Mathias Gidsel und Lasse Andersson sind vier Berliner Vereinskollegen in der Vorschlussrunde vertreten.

„Es macht immer Spaß, gegen seine Mitspieler zu spielen“, sagt Mathias Gidsel, hier im Zweikampf mit Matthes Langhoff.
© Bildnachweis: EHF/kolektiff images

Ekstase pur nach dem Sieg im letzten Hauptrundenspiel gegen Frankreich. Die deutsche Nationalmannschaft um Nils Lichtlein und Matthes Langhoff von den Füchsen Berlin hat damit das Ticket für das Halbfinale gelöst. In der Jyske Bank Boxen zu Herning war Lichtlein immer wieder ein belebendes Element und warf einige Siebenmeter, bekam Verantwortung, Langhoff ist derweil in der Abwehr eine Waffe, die Bundestrainer Alfred Gislason nicht missen möchte. „Offensiv war es gut von uns, dafür sprechen die 38 Tore und das hohe Tempo. Das war im Angriff unsere beste Turnierleistung. Defensiv war es auch wirklich gut“, sagte Lichtlein nach dem Frankreich-Sieg. Langhoff blickt auf das Halbfinale: „Wir müssen wieder so auf das Tempo gehen, das war eine riesige Steigerung. Unseren Rückzug müssen wir ebenso beibehalten. Halbfinale ist immer eine besondere Situation, da ist egal, wer kommt.“ Im Halbfinale geht es nun an diesem Freitag, 30. Januar, ab 17.45 Uhr gegen Kroatien. In der EM-Vorbereitung gewannen die Deutschen das Duell zweimal. Die ARD sowie DYN übertragen die Partie live.

Dänemark, gegen das Deutschland zuvor verloren hatte, war bereits vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert. Für das Team um Mathias Gidsel und Lasse Andersson von den Füchsen Berlin bleibt es beim Heimspiel in der Jyske Bank Boxen in Herning, die mit 15.000 Zuschauern, die fast alle in Rot gekleidet sind, und enormen Rückenwind gibt. Der Streaminganbieter DYN auch das zweite Halbfinal-Duell zwischen den Gastgebern und Island am Freitag, 30. Januar, um 20.30 Uhr. Gidsel und Andersson wollen nach dem WM-Titel im Vorjahr und Olympia 2024 nun den direkten Hattrick schaffen. Während Andersson immer wieder seine Stärken einbringt, bleibt Gidsel der Anführer. Mit bislang 54 Toren ist er zudem Erster der Torjägerliste. Nachdem die Dänen in der Vorrunde gegen Portugal verloren hatten, gewannen sie alle vier Duelle in der Hauptrunde. „Ich bin sehr zufrieden damit, dass wir im Halbfinale sind, das war nicht so einfach für uns. Wir sind alle bereit und ich hoffe, dass wir es schaffen“, sagte Gidsel nach der abschließenden Hauptrundenpartie. Andersson ergänzte: „Island kommt mit viel Geschwindigkeit, also haben wir in der Abwehr eine große Aufgabe.“

In der Hauptrundengruppe I hatte beim Halbfinal-Einzug Deutschlands und Dänemarks auch die norwegische Truppe um Tobias Grøndahl das Nachsehen. Der Mittelmann der Füchse Berlin konnte dem Spiel der Norweger immer wieder seinen Stempel aufdrücken, muss nun aber wieder abreisen. In Gruppe II hat derweil Füchse-Kapitän Max Darj im heimischen Malmö mit den Schweden ebenfalls die ersten beiden Plätze verpasst. Eine Enttäuschung für die Handball-Nation, die sich nun am Freitag, 30. Dezember, um 15 Uhr im Spiel um Platz fünf wiederfindet. Gegner in Herning ist dann Portugal. Für die Berliner Akteure Mijajlo Marsenić, Dejan Milosavljev (beide Serbien), Leo Prantner, Simon Sirot, Bob Hanning (Trainer, alle Italien), Lukas Herburger (Österreich) und Hákun West av Teigum (Färöer Inseln) war bereits nach der Vorrunde Schluss.




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