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01.02.2026|Nationalmannschaft|pst

Gidsel und Andersson Europameister, Ex-Jungfüchse holen Silber

Dänemark hat sich im heimischen Herning den Titel gesichert und den Grand Slam erreicht. Der Welthandballer Mathias Gidsel ergatterte dabei diverse individuelle Auszeichnungen. Aber auch die Eigengewächse der Füchse Berlin, Nils Lichtlein und Matthes Langhoff, können stolz auf EM-Silber mit Deutschland sein.

Mathias Gidsel dekorierte sich mit EM-Gold, der MVP-Auszeichnung und der Torschützenkrone.
© Bildnachweis: EHF kolektiff images

Vor 15.000 Zuschauer in der ausverkauften Jyske Bank Boxen, die in Rot erstrahlte, lieferten sich Dänemark und Deutschland an diesem Sonntagabend ein Endspiel auf höchstem Niveau. Dennoch nahm man auch einige deutsche Fans in Herning wahr, die allerdings eine 27:34-Pleite hinnehmen mussten. So waren es die Final-Gastgeber der Europameisterschaft 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen, die das Happy End feierten. Mit Lasse Andersson und Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin schafften es die Dänen nun, den Grandslam zu erzielen: Gemeinsam wurden sie Olympiasieger 2024, Weltmeister 2025 und Europameister 2026. Gidsel wurde darüber hinaus als wertvollster Spieler gekürt und warf mit 68 Toren so viele, wie noch nie jemand zuvor bei einer EM. Bei den Deutschen dürfen sich die Hauptstadt-Eigengewächse Nils Lichtlein und Matthes Langhoff über Silber freuen. Beide konnten ihre Akzente im DHB-Team setzen.

Alle vier Final-Füchse, wie auch alle weiteren Spieler, werden am 15. Februar wieder in der Max-Schmeling-Halle begrüßt. Dann steht ab 16.30 Uhr das erste Heimspiel 2026 in der DAIKIN Handball-Bundesliga an, Tickets sind hier verfügbar.

Beim Anwurf waren Mathias Gidsel und Matthes Langhoff direkt auf der Platte, Lasse Andersson war bei den Dänen auf der Bank, Nils Lichtlein bei den Deutschen. Begonnen hatte das Endspiel mit zwei Paraden: Erst war Andreas Wolff zur Stelle, dann Emil Nielsen. Den ersten Treffer markierte dann der baldige Fuchs Simon Pytlick, der insgesamt einen starken Start in die Partie fand und sich mehrere Male in die Torschützenliste eintrug. Sein Teamkollege bei der Nationalmannschaft, Mathias Gidsel, der darüber hinaus MVP der EM wurde sowie mit 68 Treffern Torschützenkönig, wurde dann Mitte der ersten Halbzeit von Deutschlands Tom Kiesler im Gesicht getroffen. Daraufhin sah dieser die rote Karte, und Langhoff bekam noch mehr Verantwortung in der DHB-Abwehr. Mit ihm zeitweise im Mittelblock agierend blieb es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams immer wieder bessere und schlechtere Phasen hatten.

Nachdem es mit 18:16 für die Dänen in die Halbzeit ging, konnte Deutschland den Anwurf zum zweiten Spielabschnitt nicht direkt nutzen. Nach Fehlwürfen auf beiden Seiten war es Renars Uscins, der verkürzte. Im Anschluss zeigte Langhoff einmal mehr seine Abwehrqualitäten. Infolgedessen gelang dem DHB-Team zwar der Ausgleich, doch dann blieben sie lange ohne Torerfolg – Wolff hielt es am Leben. Weil es offensiv nicht flüssig lief, kam Lichtlein offensiv in die Partie, um als Spielmacher Varianz zu bringen. Nach der Kombination Langhoff auf Lichtlein, spielte Letzterer hinter dem Rücken auf Lukas Zerbe, der den ersten Treffer seit sechs Minuten vollendete. Lichtlein legte einen Treffer direkt nach. Doch danach entwischte den Deutschen das Spiel – und die Dänen ließen nichts mehr anbrennen. Am Ende war es ein 34:27, das den Gewinn der Europameisterschaft für Dänemark um Gidsel und Andersson bedeutete.

Mathias Gidsel: „Ich bin echt stolz, das war kein einfacher Weg. Wir mussten kämpfen und haben gezeigt, dass wir auch mit Kämpferherz Meister werden können. Deutschland war unfassbar stark heute. Jetzt feiern wir heute Abend in Herning und morgen in Kopenhagen, und dann freue ich mich auf den Alltag bei den Füchsen.“

Lasse Andersson: „Das ist eine große Erleichterung. Ich bin wirklich froh und stolz, dass wir so ein Turnier gespielt haben. Es hat nicht immer alles geklappt, aber am Ende haben wir alle mehr gearbeitet dafür. Als Gruppe haben wir das verdient.“

Nils Lichtlein: „Über das gesamte Turnier gesehen, haben wir eine gute Leistung gebracht und können stolz darauf sein, was wir geschafft haben. Auch heute haben wir uns teuer verkauft und haben lange mitgehalten. Am Ende muss man sagen: Glückwunsch Dänemark.“

Matthes Langhoff: „Wir können riesig stolz auf dieses Turnier sein, wie wir es gespielt haben. Klar ist es hart, das Finale so zu verlieren. Aber ich glaube, das Ergebnis spiegelt nicht die Wahrheit wider. Wir waren lange dicht dran, haben aber in den entscheidenden Momenten den Ball weggegeben. Trotzdem war es ein wichtiger Schritt für die Mannschaft.“




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