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05.04.2026|Spielbericht|pst

19 Paraden, 42 Prozent: Ludwig mit Sahnetag

Beim Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig haben die Füchse Berlin ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Am 39:26 (20:10) des 27. Spieltags in der DAIKIN Handball-Bundesliga hatte vor allem der Schlussmann Lasse Ludwig großen Anteil. Ein Ostergeschenk für die Fans.

An Lasse Ludwig war für die Leipziger am Ostersonntag kein Vorbeikommen.
© Bildnachweis: Lächler

8725 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen an diesem Ostersonntag eine wahre Sahne-Vorstellung der Füchse Berlin. Schnell führten die Gastgeber gegen den abstiegsbedrohten SC DHfK Leipzig komfortabel, und brachten so auch einen souveränen Heimsieg über die Ziellinie. Am Ende zierte ein starkes 39:26 (20:10) die Anzeigetafel im Fuchsbau, welcher vor allem einen Mann feierte: Lasse Ludwig. Der Torhüter des Hauptstadt-Clubs entschärfte am Ende unfassbare 19 Abschlüsse des sächsischen Gegners und kam damit auf eine Quote von 42 Prozent. Mitte der zweiten Halbzeit lag dieser Wert sogar noch bei fast 60 Prozent.

Auf dem Feld konnte Trainer Nicolej Krickau ordentlich rotieren und brachte alle Spieler im grünen Dress. So verteilte sich nicht nur die Spielzeit, sondern auch die Anzahl an Toren. Die Dänen Lasse Andersson und Mathias Gidsel waren mit je sechs Toren die besten Werfer, gefolgt von Tobias Grøndahl (sieben Tore). Gidsel hatte mit fünf Assists darüber hinaus auch immer wieder ein Auge für den Mitspieler. Kreisläufer Mijajlo Marsenić war mit vier Treffern aus vier Versuchen treffsicher und feierte zudem darunter seinen 750. Treffer in der HBL. Den schönsten Treffer erzielte wohl Leo Prantner direkt nach dem Seitenwechsel: Hinterrücks ließ er das Netz zappeln.

Der Spielfilm am Ostersonntag

Trotz sehr schneller Unterzahl haben die Füchse Berlin im ersten Angriff des SC DHfK Leipzig kein Gegentor kassiert, sodass Mijajlo Marsenić nach knapp zwei Minuten das 1:0 markierte. Weil der heimische Torhüter Lasse Ludwig einen gegnerischen Abschluss aus dem Winkel wischte, konnte Mathias Gidsel mit einem wuchtigen Sprungwurf erhöhen. Der Welthandballer spielte kurz darauf den spanischen Linksaußen Aitor Ariño sehenswert an, ehe Marsenić seinen 750. HBL-Tor erzielte. Diese tolle Marke bedeutete das 8:3 der Füchse gegen die Leipziger (10.). In dieser Phase machte auch Ludwig weiter die Schranken dicht, mehrere Paraden hintereinander ließ er folgen. Der neue deutsche Nationalspieler erwischte eine hervorragende erste Halbzeit.

Teilweise musste er nicht einmal eingreifen. Nach einer Viertelstunde stellte Matthes Langhoff einen absolut stabilen Block. Weil ein Gegenspieler noch dran war, schaltete Hákun West av Teigum beim Einwurf blitzschnell um und servierte für Gidsel, der zum 14:5 vollendete. Dass es in Durchgang eins eine klare Angelegenheit war, zeigte sich auch darin, dass Langhoff nach 17 Minuten bereits auf Plus zehn stellen konnte. So rotierte Chefcoach Nicolej Krickau bereits früh durch und verteilte die Kräfte auf verschiedene Schultern, so trug sich unter anderem auch Tobias Grøndahl in die Torschützenliste ein. Beim Ertönen der Sirene zum Seitenwechsel führten die Gastgeber bereits mit 20:10.

Mit einem Hingucker meldete sich Leo Prantner aus der Kabine zurück. Mit einem Wurf hinter dem Rücken vollendete der Italiener, ehe Ludwig dort weitermachte, wo er aufhörte. Direkt zeigte der Berliner Keeper eine Doppelparade. Weil er weitermachte markierte Gidsel maßgeschneidert in den Winkel das 25:11 (36.). Weiter schwebte Ludwig auf einer Erfolgswelle, war beim zweiten Siebenmeter im Weg und bedankte sich für die Ovationen der Fans. Nach seiner nächsten Parade spielte Andersson Grøndahl gut an den Kreis an. Der Norweger verbog sich ein wenig und traf dennoch zum 28:12 (39.).

Auch zum Schluss der Partie machte der Deutsche Meister weiterhin ordentlich Tempo, nahm den Fuß nicht vom Gaspedal. Dennoch war nicht zu übersehen, dass nicht mehr jeder Angriff konsequent zu Ende gespielt wurde und nicht mehr jeder Leipziger Angriff verteidigt werden konnte. Nach einem Steal Marsenićs blieb Langhoff aus der eigenen Hälfte ganz cool (49.). Für die letzten zehn Minuten durfte auch Youngster Lauro Pichiri noch Einsatzzeit sammeln. So griffen alle Spieler bis auf Keeper Dejan Milsoavljev in das Spielgeschehen ein. Gemeinsam feierten sie nach 60 Minuten einen 39:26-Heimsieg.

So geht es weiter

Am kommenden Wochenende gastieren die Füchse Berlin in der DAIKIN Handball-Bundesliga beim TBV Lemgo Lippe. Anwurf am Sonntag, 12. April, ist um 18 Uhr. Wiederum eine Woche später treffen beide Teams schon wieder im Lidl Final4 aufeinander. Dann geht es um den Einzug in das Endspiel von Köln um den DHB-Pokal. Das nächste Heimspiel steht am Donnerstag, 23. April, auf dem Programm. Ab 19 Uhr empfangen die Hauptstädter den VfL Gummersbach in der Max-Schmeling-Halle (zu den Tickets).

Stimme und Statistik

Trainer Nicolej Krickau: „Unsere Effektivität war heute super. Das gewonnene Torhüterduell hat heute einen großen Unterschied gemacht. Lasse Ludwig hat überragend gespielt. Auch der Flow zwischen unseren Spielern aus dem Rückraum hat sich heute weiter in die richtige Richtung entwickelt. Zudem konnten wir sehr gut unsere Breite im Kader ausnutzen. Nicht so gut gelungen ist es uns, die eigene Überzahl auszuspielen. Das hat Leipzig gut verteidigt. Wir bedanken uns bei unseren Fans für diese großartige Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle und hoffen, dass sie uns auch in den verbleibenden Saisonspielen so lautstark wie heute unterstützen.“

Füchse Berlin: Ludwig (19 Paraden), Milosavljev; Darj, Prantner (3), Andersson (6), Ariño (3), Grøndahl (5/1), Lichtlein (3), Gidsel (6), Freihöfer (4/2), Cehte, Pichiri (1), Langhoff (4), Herburger, av Teigum, Marsenić (4).

SC DHK Leipzig: Ebner (2 Paraden), Mrkva (6); Piroch (6), Krzikalla (2), Binder, Mamic, Khairi Nasralla, Peter (5), Bogojevic (3), Preuss (1), Gauer (2), Rogan (4), Hinriksson (1), Bombač (1), Hertzfeld (1), Koschek.




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