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11.03.2008|Vorbericht|SaL

Füchse zu Gast in Flensburg

Am Mittwochmorgen machen sich die Füchse auf den Weg in den hohen Norden. Dort erwartet sie in der Campushalle mit der SG Flensburg-Handwitt, die heimstärkste Mannschaft der TOYOTA Handball Bundesliga. Nach zwei Siegen in Folge gehen die Füchse aber dennoch motiviert an den Start.

Als Underdog wollen die Füchse morgen vielleicht sogar einen ganz Großen ärgern. Möglich könnte das werden indem die Müdigkeit, die den Flensburgern durch ihr überwältigendes Pensum (alle 3 Tage ein Spiel) anhaften dürfte, ausgenutzt wird und Füchse-Torjäger Konrad Wilczynski wieder zur Bestform aufläuft.
Schwer einzuschätzen ist die Niederlage der Norddeutschen in der Championsleague. Wird das Ausscheiden im europäischen Wettbewerb Enttäuschung und Frust in der Mannschaft von Trainer Kent-Harry Andersson hervorrufen oder in der Bundesliga eine „Jetzt-erst-Recht-Stimmung“ erzeugen? Denn das ausgegebene Saisonziel ist ein Titel und ohne internationalen Wettbewerb erhöht sich der Druck für die SG in der Bundesliga. Zusätzlich schlechte Stimmung brachte auch der unglücklich bekannt gewordene Wechsel von Rückraumspieler Blazenko Lackovic zum Rivalen HSV Hamburg ins Team.
Die Spielgemeinschaft Flensburg-Handewitt baut auf eine lange Flensburger Handballtradition. Im März 1990 sollten die Kräfte im Norden gebündelt werden, der drittklassige TSB Flensburg fusionierte mit dem Handewitter SV, der gerade mit der SG Weiche- Handewitt zum wiederholten Male aus der Bundesliga abgestiegen waren.
Nach einer mäßigen Zweitligasaison konnten die Flensburger durch eine zweite grandiose Spielzeit (52:0 Punkte) bereits 1992 in die Königsklasse aufsteigen. Damit nicht genug, auch im DHB-Pokal konnte sie die vereinte Stärke unter Beweis stellen und scheiterte erst im Finale am Titelverteidiger TUSEM Essen. Der erhoffte Aufschwung für den Bundesligaalltag blieb allerdings aus, sodass die SG die Klasse nur Dank des Konkurs´ des Mitbewerbers aus Milbertshofen halten konnte. Mit der Saison 1994/ 1995 kam dann der sportliche Wendepunkt, die Mannschaft belegt im Gesamtklassement den 4.Platz. In den folgenden Bundesligajahren etablierte man sich an der Spitze und blieb immer unter den Top 4. 1996 reichte es für die Flensburger erstmals zum Vizemeistertitel, 1997 konnte mit dem EHF-Pokal der erste internationale Titel an die Förde geholt werden und 2001 folgte der Cup der Pokalsieger. Doch nationale Titel blieben der SG als ewiger Zweiter lange versagt, erst 2003 konnte diese Negativserie im DHB-Pokalfinale gegen den TBV Lemgo beendet werden. Damit war der Knoten geplatzt; 2004 wurde erstmals der Meistertitel in den Norden geholt und der Sieg im DHB-Pokal machte dann das Double perfekt. Im Pokal bleiben die Flensburger auch 2006 auf der Erfolgswelle mit dem erneuten Gewinn schafften sie den Hattrick.
Auch wenn das Hinspiel glücklos 21:29 verloren ging, sind die Füchsen seitdem mannschaftlich gewachsen und wollen sich mit einer guten Vorstellung wie gegen die Rhein-Neckar Löwen oder vielleicht sogar einer Überraschung in eine längere Spielpause verabschieden. Dabei erwartet die Berliner im hohen Norden eine sehr starke mit vielen Nationalspielern und Skandinaviern gespickte Mannschaft die große Ambitionen auf den Titel hat. Aber die Füchse Berlin können bis auf den angeschlagenen Christian Caillat, der wegen einer Rippenblessur pausiert (Toni Kern rückt für ihn in den Kader) auf alle Spieler zurückgreifen und sich so als eingespielte Mannschaft präsentieren.
Um 20.15 Uhr in der Campushalle steht den Füchsen ein harter Kampf bevor.




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