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22.08.2026|Spielbericht|pst

Titelverteidigung verpasst: Pleite im Rexel Super Cup

Nach den Erfolgen 2024 und 2025 traten die Füchse Berlin zum dritten Mal in Folge beim Rexel Super Cup an, diesmal mussten sich die Hauptstädter allerdings dem SC Magdeburg mit 31:38 (15:20) geschlagen geben. Nun steht der Heim-Auftakt in der Opel Handball-Bundesliga vor der Tür.

Max Darj blickt auf einen Rexel Super Cup zurück, aus dem das Team die Lehren ziehen will.
© Bildnachweis: NXT Sport

Am kommenden Donnerstag, 27. August, gastiert die MT Melsungen in der Max-Schmeling-Halle. Anwurf des 1. Spieltags der Opel Handball-Bundesliga ist um 20 Uhr, Tickets sind hier erhältlich. Die Vorfreude darauf wird nicht gedämpft von der Niederlage im ersten Pflichtspiel der Saison. Nachdem bei den Frauen die HSG Blomberg-Lippe zuvor gegen Borussia Dortmund gewann, hatten die Füchse Berlin im Rexel Super Cup das Nachsehen gegen den SC Magdeburg. Im Duell gegen den amtieren Meister hat der Deutsche Pokalsieger mit 31:38 (15:20) verloren.

Bester Berliner Werfer im Münchener SAP Garden war Mathias Gidsel mit zehn Toren. Insgesamt fehlte es allerdings vor allem offensiv an Durchschlagskraft. Zu viele freie Würfe fanden nicht den Weg in das gegnerische Tor. Gleichermaßen war die Intensität in der Abwehr nicht immer gegeben und die Torhüter konnten keinen Einfluss auf den Spielverlauf nehmen. Matthes Langhoff konnte derweil immer wieder Glanzpunkte setzen, während sich Andreas Palicka und Frederik Simak ihre Premieren nach dem Wechsel zu den Füchsen sicherlich anders vorgestellt hätten.

Der Rexel Super Cup im Detail

Nachdem der erste Angriff der Füchse Berlin ohne Torerfolg blieb, verhinderte der Neuzugang im Tor des Hauptstadt-Clubs, Andreas Palicka, mit seiner Parade die Führung für den SC Magdeburg. Stattdessen stellte Matthes Langhoff auf 1:0 für den Deutschen Pokalsieger, der Deutsche Meister drehte den Spielstand allerdings in der 4. Spielminute. Nach fünf Zeigerumdrehungen war es wieder Palicka, der ein Minus drei nicht zustande kommen ließ. Mit viel Durchsetzungsvermögen war Langhoff derweil auch für den zweiten Berliner Treffer verantwortlich (7.). Tore von Hákun West av Teigum und Mathias Gidsel brachten die Füchse wieder auf einen Treffer heran, eine kurze Schwächephase bestrafte der SCM mit dem Absetzen auf Plus fünf.

Gidsel konnte immerhin sehenswert mit einem Unterarmwurf verkürzen (17.). Weiterhin ließen die in Rot gekleideten Berliner in der Offensive zu viel liegen, nach Palickas starkem Beginn konnte auch der eingewechselte Lasse Ludwig dem Spiel seinen Stempel nicht aufdrücken. Spielmacher Tobias Grøndahl durfte sich indes aber in die Torschützenliste eintragen (23.), doch die Magdeburger Effizienz blieb konstant höher. Als Antwort auf das erste Minus sieben hatte Langhoff eine Wucht in den Winkel parat (25.), av Teigum verkürzte wenig später auf 12:17. Ein Block Max Darjs, eine Parade Palickas und ein Treffer Langhoffs brachten vor dem Seitenwechsel noch einmal Aufschwung. Dennoch ging es mit einem 15:20-Rückstand in die Katakomben des SAP Gardens in München.

Auch in den zweiten Durchgang kam die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau schleppend, doch allmählich funktionierte das Tempospiel. Daraus resultiere, dass av Teigum, Tim Freihöfer und Mijajlo Marsenić einnetzten. Trotz der einen oder anderen Palicka-Parade setzte sich Magdeburg immer weiter ab. Ein Siebenmeter-Treffer Grøndahls zum 21:28 (40.) änderte daran nichts. Der Rückstand blieb bestehen, doch Langhoff zog erst einen Siebenmeter und konnte kurz darauf clever das Netz zappeln lassen. Gegen das SCM-Torhüter-Gespann Dominik Kuzmanović und Matej Mandić sowie Gisli Kristjansson, die überragend aufspielten, hatten die Hauptstädter nichts entgegenzusetzen – nur partiell wie in der 49. Minute, als Ludwig zur Stelle war.

Ein weiteres Highlight: Mit einer starken Täuschung gefolgt von einem Gegendreher verkürzte Gidsel auf 28:33 (51.). Den allerletzten Strohhalm konnten die Berliner jedoch nicht mehr ziehen und mussten sich am Ende mit 31:38 gegen den SC Magdeburg geschlagen geben. Die Saison in der Opel Handball-Bundesliga beginnt indes mit einem Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle. Am kommenden Donnerstag, 27. August, ist ab 20 Uhr der Sieger der EHF European League zu Gast im Fuchsbau, die MT Melsungen. Tickets für den Auftakt in die Liga sind hier verfügbar, im Ticketshop sind auch Dauerkarten für die HBL sowie die EHF Champions League erhältlich.

Stimmen und Statistiken

Trainer Nicolej Krickau: „Das war von Anfang bis Ende ein verdienter Sieg für Magdeburg. Mit so einer klaren Niederlage sind wir nicht zufrieden. Wir wissen, dass die Abwehrabsprachen besser sein müssen, wenn wir gegen den SCM konkurrenzfähig sein wollen. Das war aber lehrreich und freuen uns, an diesem Prozess weiterzuarbeiten. Wir sind immer noch früh in der Saison. Trotz der klaren Niederlage habe ich Positives gesehen. Zum Beispiel hat Lauro Pichiri seine Aufgaben zu großen Teilen gut gelöst auf einem Niveau, das er nicht gewohnt ist. Wir analysieren nun, was wir verbessern müssen.“

Kapitän Max Darj: „Ein sehr verdienter Sieg für Magdeburg. Wir wussten, dass wir ein fehlerfreies Spiel machen müssen, wenn wir gegen den SCM gewinnen wollen. Dafür hat es heute nicht gereicht. Jetzt wissen wir ein Stückweit mehr, wo wir stehen. Unsere Baustellen haben wir im Blick, aber ich habe auch Gutes gesehen, was wir mitnehmen werden.“

SC Magdeburg: Kuzmanović (5 Paraden), Mandić (4); Musche (5/4), Claar (4), Thielecke, Rasmussen, Kristjansson (9), Petterson (4), Magnusson (1), Serradilla, Jónsson (1), Weber, Lagergren (8), Mertens, Saugstrup (5), Bergendahl (1).

Füchse Berlin: Ludwig (1 Parade), Palicka (5); Darj, Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (6/3), Gidsel (10), Freihöfer (2), Pichiri, Langhoff (5), Kusche, av Teigum (7), Marsenić (1).




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