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20.07.2008|Information|RM

Füchse sind mit Turnierergebnis in Krasnodar zufrieden

Im abschließenden Spiel gegen die russische Studentennationalmannschaft mussten die Füchse Berlin eine Niederlage mit 20:26 (12:12) hinnehmen. Trainer Jörn-Uwe Lommel zog dennoch eine rundum positive Bilanz des Turniers im russischen Krasnodar und sieht die Mannschaft in der Vorbereitung auf einem guten Weg. Insbesondere die Neuzugänge Jonathan Rivera und Rico Göde hätten die an sie gesetzten Erwartungen übererfüllt.

Die Füchse Berlin waren bereits ohne Kreisläufer Hany El Fakharany und Mittelmann Bartlomiej Jaszka nach Russland gereist, der Ägypter und der Pole befinden sich mit ihren Nationalteams in der Olympiavorbereitung. Aufgrund einer kleineren Verletztung wurde zudem Kjetil Strand geschont, so dass Trainer Lommel ohne etatmäßigen Mittelmann agieren musste. Auch im abschließenden Spiel gegen die russische Studentennationalmannschaft wusste Neuzugang Jonathan Rivera diese Lücke zu schließen. "Rivera hat die taktischen Vorgaben sehr gut aufgenommen und konsequent umgesetzt", so Lommel, "und ich bin überzeugt, dass er uns auf alle Fälle hilft, vor allem auch mit seinen Abwehrqualitäten." Rivera soll im Angriff auf allen Rückraumpositionen seine Mannschaftskameraden entlasten.

Daneben war Neuzugang Rico Göde war am Kreis ebenfalls auf sich allein gestellt. Obwohl Lommel grundsätzlich mit ihm zufrieden war, gibt er ihm in der Bundesliga noch drei bis vier Monate um sich zu akklimatisieren. "Das ist absolut der Mann, den ich mir erhofft hatte", macht Lommel keinen Hehl aus seiner Begeisterung, "er ist körperlich absolut fit und in der Abwehr ist an ihm kein Vorbeikommen." Arbeiten muss Göde aus Sicht seines neuen Trainers noch an seinen Wurfqualitäten, die einfachen Würfen aus der zweiten Liga sind in der höchsten Spielklasse nicht mehr ausreichend.

Für die Vorbereitung auf die Spielzeit 2008/09 sah Jörn-Uwe Lommel das Turnier im russischen Krasnodar als optimalen Vorbereitungsstart: "Das war der beste Einstieg in eine konstante Vorbereitung", so Lommel, "die Tage in Russland haben das Team gleich mit internationalem Niveau konfrontiert, in Deutschland hätten wir zwei Wochen gebraucht um in Tritt zu kommen."

Nach dem Sieg gegen die russische Studentennationalmannschaft im Siebenmeterwerfen am Freitag und der knappen Niederlage gegen die russische A-Nationalmannschaft am Samstag gab es am letzten Turniertag nochmals ein Aufeinandertreffen mit der Studentennationalmannschaft. Lommel nutzte dabei die Chance auf verschiedenen Positionen zu experementieren und einigen Spielern eine Verschnaufpause zu geben. "Auch wenn man immer gewinnen will", so Lommel, "dann habe ich auch darauf geachtet, dass es zu keinen Verletzungen kommt und alle Spieler Einsatzzeiten erhalten." Zum Einsatz kamen damit auch Colja Löffler und Martin Murawski, Markus Richwien durfte auf der Halbposition agieren und zwischen den Pfosten stand für rund 45 Minuten Jens Vortmann.

Bis zur Halbzeit behauptete sich diese ungewohnte Formation auch sehr gut und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Nach dem 12:12 zur Pause fehlten im zweiten Durchgang allerdings die Kräfte und die internationale Routine des Gegners machte sich bemerkbar. Am Ende verloren die Füchse Berlin 20:26 gegen die russische Studentennationalmannschaft. Erfolgreichste Torschützen waren wieder Michal Kubisztal (6 Tore) und Christian Caillat (4 Tore), die zudem von einer Jury mit zu den auffälligsten Spielern des Turniers gewählt wurden. "Wir sind unserer Botschafteraufgabe sehr gut gerecht geworden und haben eine tolle Visitenkarte abgegeben", fasst Trainer Jörn-Uwe Lommel die Reaktionen der Gastgeber auf das Auftreten der Füchse Berlin zusammen, "wir haben damit dem Hauptstadtmotto entsprochen: Be Berlin."




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