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10.09.2008|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse können ihren guten Saisonstart nicht fortsetzen

Konnten die Füchse Berlin in den ersten beiden Saisonspielen noch mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit überzeugen, hatten sie am dritten Spieltag in den Rhein-Neckar-Löwen ihren Meister gefunden. Nur beim 1:0 und 2:1 lagen die Füchse vor 4.571 Zuschauern in Führung, dann scheiterten sie vor allem am badischen Abwehrbollwerk. Mit 8:14 lagen die Füchse bereits zur Pause zurück, am Ende stand es 24:32. Vor allem die katastrophale Siebenmeterquote von 40% machte den Hausherren zu schaffen und ließ Konrad Wilzynski schmerzlich vermissen. Erfolgreichste Werfer waren am Ende Michal Kubisztal und Mark Bult mit jeweils 7/2 Treffern.

Gegen Stralsund und in Wetzlar hatten die Füchse kräftig Selbstvertrauen getankt und starteten entsprechend selbstbewusst in das Spiel. Trainer Jörn-Uwe Lommel startete überraschend mit Bartlomiej Jaszka auf Linksaußen für Konrad Wilczynski, Michal Kubisztal vertrat in zunächst bei den Strafwürfen. Nachdem sich die Platzwunde von Wilczynski entzündet hatte, musste sie nochmals geöffnet werden und sein Einsatz war definitiv nicht möglich, auch hinter dem Auswärtsspiel in Essen steht ein großes Fragezeichen. Doch Kubisztal machte seine Sache gut, mit einem Feldtor und einem Strafwurf warf er die Füchse beim 1:0 und 2:1 in Führung.

Doch dann kamen die Gäste richtig in Schwung, sie agierten deutlich engagierter und packten in der Abwehr konsequent zu. Die Rhein-Neckar-Löwen bestritten erst ihr zweites Ligaspiel, nachdem sie sich am Wochenende in zwei Partien gegen den luxemburgischen Meister problemlos für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert hatten. Vor allem die Löwen-Abwehr kaufte den Füchsen den Schneid ab und erlaubte den Gästen vom 3:3 auf 3:7 sich abzusetzen.

"Die Linie der Schiedsrichter war kleinlich, aber ausgewogen" kommentierte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning hinterher auf Nachfrage die Leistung der Unparteiischen Lars Schaller und Sebastian Wutzler. Die Schiedsrichter ahndeten Fouls streng und konsequent, am Ende sprachen sie den Füchsen 15 Strafwürfe zu. Durch den Ausfall von Wilczynski sollte sich das aber eher als Strafe für die Gastgeber herausstellen, denn nach dem ersten Strafwurftor von Kubisztal folgten fünf Fahrkarten. Kubisztal und Strand waren jeweils zwei Mal erfolglos, einmal verwarf Murawski, ehe Mark Bult ganz cool vom Siebenmeterpunkt einnetzte. Am Ende waren die Berliner aus 15 Strafwürfen nur sechs Mal erfolgreich.

Rhein-Neckar-Löwen zwingen den Füchsen ihr Spiel auf

Während die Füchse im Angriff gegen die Gästeabwehr ideenlos wirkten und die Strafwürfe nicht nutzen konnten, zeiten die Rhein-Neckar-Löwen eine kompakte Mannschaftsleistung. Der gesamte Rückraum der Löwen traf nach Belieben, auch die zweite Zeitstrafe gegen Oliver Roggisch in der 21. Minute und eine rote Karte gegen Siarhei Harbok in der 22. Minute brachte das Team von Iouri Chevtsov nicht aus dem Konzept. Zur Pause stand es bereits 8:14 gegen die Hausherren, eine Überraschung konnte fast ausgeschlossen werden.

Nach der Pause wirkten die Füchse zwar etwas frischer, schafften es aber nicht den Rückstand aufzuholen. Auf der anderen Seite war Iouri Chevtsov dagegen in der Lage allen Spielern Einsatzzeiten zu geben, sein Team konnte weiterhin das Spiel bestimmen. Die Badener profitierten dabei auch von einem starken Slawomir Szmal, während Petr Stochl und auch der eingewechselte Jens Vortmann im Füchse-Kasten nur eine durchschnittliche Leistung abrufen konnten. Am Ende mussten die Füchse mit 24:32 ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, während die Rhein-Neckar-Löwen ihre weiße Weste behielten.


Stimmen zum Spiel:

Iouri Chevtsov, Trainer Rhein-Neckar-Löwen:
Berlin ist eine ganz andere Mannschaft als letzte Saison. Wir hatten aufgrund von Olympia eine schwierige Vorbereitung. Aber ich bin heute sehr zufrieden, wir waren mit Herz bei der Sache. Nach der schlechten Abwehr gegen den TV Großwallstadt haben wir heute einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Außerdem war Szmal sehr stark. Aber es werden noch einige Mannschaften in Berlin Punkte lassen.

Jörn-Uwe Lommel, Trainer Füchse Berlin:
So etwas habe ich noch nie erlebt, dass neun Siebenmeter verworfen wurden. Außerdem wurden 16 freie Bälle vergeben, damit kann man kein Bundesligaspiel gewinnen. Uns hat der totale Biss gefehlt und natürlich auch Conny. Außerdem hatte sich Jaszka zunächst krank gemeldet, hat uns dann aber doch geholfen. Strand hatte gleich im ersten Angriff einen Körperkontakt und konnte danach eigentlich nicht mehr werfen. Zehn Minuten vor Schluss hatten wir noch eine kleine Chance, als wir auf fünf Tore herankamen. Geht dann der Gegenstoß rein, dann sind es vier. Aber letztlich war uns der Gegner klar überlegen und hat eine eindrucksvolle Vorstellung gezeit.

Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin:
Frage nach den Schiedsrichtern:
Die Linie der Schiedsrichter war kleinlich, aber ausgewogen. Es gibt keinen Grund eine Schiedsrichterdiskussion zu führen.
Frage nach der Zuschauerzahl:
Gegen Dormagen erwarten wir über 6.000 Zuschauer. Die Rhein-Neckar-Löwen sind noch nicht so etabliert wie Kiel, Magdeburg und Lemgo. Am Ende waren es mehr Zuschauer als erwartet, gegen Gummersbach hatten wir letztes Jahr nicht einmal 4.000. 500 Zuschauer mehr wären natürlich trotzdem schön gewesen.




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