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11.06.2016|Jugend|JaS

Nach Herzschlagfinale - B-Jugend ist erneut Deutscher Meister

Die B-Jugend der Füchse Berlin hat den Titel verteidigt und ist erneut Deutscher Meister. Bei der SG Flensburg-Handewitt hat die Mannschaft von Trainer Bob Hanning zwar mit 20:26 verloren, durch das Hinspielergebnis (25:18) reichte das jedoch knapp für den Gesamtsieg. Die Füchse holen damit die achte Deutsche Jugendmeisterschaft nach Berlin.

Die Jungfüchse holen die achte Deutsche Meisterschaft nach Berlin
© Bildnachweis: Ingrid Anderson-Jensen

In einem spannungsgeladenen und vor 1300 Zuschauern heißblütig geführten Spiel setzten sich die Füchse aufgrund des Hinspiels in den vergleichen um die Deutsche Meisterschaft durch. Mit einem euphorisierten Publikum im Rücken, was 50 Minuten lang gemeinsam mit der Flensburger Bank Druck aufs Feld ausübte, fanden die Flensburger besser ins Spiel und gingen über 4:3 mit 9:5 in Führung, so dass Füchse-Trainer Bob Hanning ralativ früh seine Auszeit nehmen musste. Gestützt auf einen überragenden Torhüter Johannes Jepsen konnten die Gastgeber auf 13:10 erhöhen, den Füchsen gelang es ihrerseit aber, noch einmal auf 13:12 zur Pause zu verkürzen.

In der zweiten Halbzeit spielte Flensburg sich ab der 37. Minute in einen Rausch, gestützt auf ihren Spielmacher Bo Nielsen, der nicht nur als Torschütze, sondern auch als Ideengeber eine Vielzahl an richtigen Entscheidungen traf, und einen immer besser werdenden Jannek Klein, schafften es die Hausherren, auf 22:17 zu erhöhen. Da die Jungfüchse reihenweise klare Chancen liegen ließen, und auch ihre Leistungsträger mehrmals an Jepsen scheiterten, schien das Spiel kippen zu können. Zwei nicht gegebene 7-Meter für Tim Matthes taten ihr Übriges. Jetzt avisierten Aaron Krai und Erik Gerntke mit ihren Toren und Anspielen zu den Matchwinnern auf Seiten der Berliner.

"Was die beiden unter Stress geleistet haben, war schon bemerkenswert", freut sich Trainer Bob Hanning über seine Matchwinner. "Wenn man überlegt, dass Aaron letztes Jahr noch in der C-Jugend von Lichtenrade gespielt hat, und unter maximalem Stress gezeigt hat, was er zu leisten in der Lage ist, ist das schon sehr bemerkenswert." Die unberchtigte dritte Zeitstrafe für Jakob Knauer, die eine rote karte zur Folge hatte, hatte keine Auswirkungen mehr auf das Spiel, so dass sich die Jungfüchse jubelnd in den Armen lagen.

"Es haben die beiden besten Mannschaften Deutschlands in zwei packenden Finals gegeneinander gespielt. Es war großartiger Sport, den sowohl die Jungs von Sascha Zollinger als auch meine Jungs geboten haben. Es war taktisch, physisch und spielerisch ein Spiel auf höchstem Niveau", so Hanning nach der Partie.

Nach dem Spiel ging es für die Mannschaft nach Hamburg, wo noch bis in den späten Abend gefeiert wurde. Und auch heute geht das feiern weiter: Auf Einladung der Berliner Sparkasse wird mit Eltern, Sponsoren und der Schule gegrillt. "Wir werden es jetzt erstmal 14 Tage etwas ruhiger angehen lassen und es ein Stück weit genießen, danach werden wir uns mit dem nötigen Abstand noch einmal kritisch mit dem Rückspiel auseinadersetzen müssen, um auch hier aus den Fehlern noch besser zu werden", sagt Hanning, aber nicht ohne zum Abschluss der Saison auch noch ein Lob an sein Team anzuschließen: "Meiner Mannschaft ein riesen Kompliment für das gesamte Jahr und ihren Umgang mit vielen schwierigen Situationen, die wir haben verkraften müssen."

Torschützen Füchse: Krai (6), Matthes (3), Lüdtke (3/2), Gerntke (3), Raguse (3), Butzke, F. (2)

Torschützen Flensburg: Nielsen (6/2), Tobeler (6/2), Klein (6), Halgirsson (4), Cordes (2), Kepp (1), Wiese (1)




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