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22.07.2016|Jugend|CG

Füchse gewinnen erstes Testspiel der Saison

16:30 Uhr, Eichenau, mitten in Bayern. DHB-Pokalsieger, EHF-Pokalsieger, Vereinsweltmeister. Die drei Titel, die vorn auf dem Teambus der Berliner stehen, fallen direkt auf, als er sich die Auffahrt zur Halle hochschlängelt. Die Sonne scheint, 27 Grad, mediterranes Klima - etwas warm für Sport, dafür beste Voraussetzungen für gute Laune.

Aussteigen und weiter im Programm. Petr Stochl und Co. gehen direkt zu den bereitgestellten Bierbänken für die Autogramm-Stunde, hunderte Handballfreunde stehen Schlange. Und danach ging es los, das „Jahrhundertspiel" für den Eichenauer SV aus der Landesliga Süd. Aufwärmen, Einlaufkinder an die Hand, Anpfiff. Sieben Nachwuchstalente begleiten die Füchse Berlin, da mit den acht Olympia-Fahrern und zwei Verletzten die Hälfte des Kaders fehlt.

Deshalb laufen mit Christoffer Kubrak, Konstantin Werner, Christoph Rreißky und Cyrill Akakpo vier Spieler der zweiten Herren und mit Robert Lüdtke, Kuno Schauer und Frederik Simak drei Jungs aus der A-Jugend auf. Trainer der zweiten Herren, Jaron Siewert, hatte seinen Jungs im Voraus die Daumen gedrückt und versichert, dass sie eine super Leistung abliefern würden. Und er sollte Recht behalten.

Nach wenigen Sekunden stand es 1:0 für die Füchse. Und diese Führung gaben sie auch nicht mehr ab. Nach dem 3:0 von Bjarki Elisson trafen die Eichenauer dann zum ersten Mal - die Halle tobte, zu Recht. Denn die Heimmannschaft verkaufte sich gut: Nach zehn Minuten stand 5:7 auf der Anzeigetafel, die Füchse führten mit nur zwei Toren.

„Zum Teil gab es einfach Abstimmungsprobleme", sagt Sportkoordinator der Berliner, Volker Zerbe. „Diese Mannschaft hat noch nie zusammen gespielt, hier sind A-Jugend, zweite und erste Herren zusammengewürfelt worden. Um Drago Vukovic, Kent Tönnesen, Bjarki Elisson und Nacho Jiménez war zwar ein solides Gerüst aus unserem Bundesligateam auf dem Feld, der Nachwuchs war auch sehr engagiert und gut, aber natürlich passieren dann hier und da ein paar kleine Fehler."
Diese Fehler waren in der Tat vernachlässigbar, denn die Füchse drehten in der 12. Minute richtig auf, sodass es über ein 10:5 und 14:7 schließlich 20:11 zur Halbzeit stand.
Ein Freundschaftsspiel ist natürlich auch dazu da, Abläufe aufzufrischen und auszuprobieren, deshalb wechselten die Füchse zwischen einer 6-0-Abwehr und einer 5-1-Abwehr. „Hier sind die Laufwege wichtig, denn ab Saisonstart müssen die automatisiert sein.", sagt Zerbe, der in seiner aktiven Zeit selbst als ausgewiesener Abwehr-Spezialist galt.

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit zeigte sich der Gastgeber couragiert, spielte teils befreit auf und erzielte Tore von allen Positionen - auch aus dem Rückraum landeten einige Dinger im Netz. Trotzdem wurde der Abstand immer größer, nach 45 Minuten stand es 29:15 für die Handballer von der Spree - und das auch dank des Nachwuchses, der fleißig, motiviert und engagiert zu Werke ging. „Das hat wirklich viel Spaß gemacht", sagt Frederik Simak - 18 Jahre alt, 1,96 Meter groß, 100 Kilo schwer und Rückraum-Shooter aus der A-Jugend. Er selbst hat zwei Tore zum Füchse-Sieg beigesteuert. Beste Werfer waren Bjarki Elisson mit 10 und Ignacio Jiménez mit 7 Toren.

Am Ende gingen die Füchse mit einem 35:20-Sieg - nicht nach Hause, sondern zurück ins Hotel. Denn vom 22. Bis zum 23. Juli findet im 200 Kilometer entfernten Esslingen ein Marktplatzturnier statt, bei dem auch die Bundesligisten Frisch Auf! Göppingen, VfL Gummersbach und TVB 1898 Stuttgart teilnehmen sowie aus der Schweiz Pfadi Winterthur und aus Frankreich Cesson-Rennes Métropole. Gerade für die A-Jugendlichen wird das natürlich ein Highlight: „Ich bin positiv aufgeregt, freue mich aber tierisch, mit Profis gegen Profis zu spielen", sagt Simak. Am 24. Juli folgt dann direkt ein weiteres Freundschaftsspiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck.




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