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16.12.2016|Jugend|SvN, CG

Der HV Berlin lässt nichts anbrennen

DHB-Länderpokal Tag 2 - Viertelfinalisten stehen fest Am Freitag wurde die Gruppenphase beim DHB-Länderpokal 2016 abgeschlossen. Gastgeber Berlin zog nach vier Siegen in vier Spielen souverän in das Viertelfinale ein. Ebenfalls verlustpunktfrei blieb der HV Schleswig-Holstein, der wie Berlin seinen Favoritenstatus bei diesem Turnier untermauerte. Extrem spannend wurde es in der Gruppe A.

© Bildnachweis: www.foto-laechler.de

Gruppe C: Berlin kontrolliert die Konkurrenz

Mit einem 8:0-Punktekonto zog der HV Berlin als Vorrundensieger der Gruppe C in das Viertelfinale ein. Zweiter wurde der Badische HV, der bis auf die Niederlage gegen Berlin ebenfalls deutliche Siege feiern konnte. Im entscheidenden Spiel gegen den HV Sachsen setzten sich die Badener mit einem beeindruckenden 30:18-Erfolg durch. Leon Gerstner (7) und Benedikt Damm (6) setzten in der Offensive immer wieder Nadelstiche und ließen den Sachsen bereits früh keine Chance. Durch diesen Erfolg zog der Badische HV am HV Sachsen vorbei.

Ihr letztes Spiel gegen den HV Brandenburg gewannen die Berliner ebenfalls deutlich mit 26:18, konnten aber erst in der Schlussphase für ein klares Ergebnis sorgen. Trainer Bob Hanning war trotz des vierten Sieges im vierten Spiel kritisch mit seiner Mannschaft: "Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit haben wir es in der zweiten Halbzeit geschafft, bessere Lösungen zu finden und das Spiel sicher nach Hause zu fahren. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir eine andere Leistung vorgestellt."

Möglicherweise war es eine Kopfsache, denn die Berliner standen bereits zuvor als Gruppensieger fest und konnten es sich zumindest erlauben, ein wenig Kraft für das Viertelfinale zu sparen. Die Partie gegen den HV Sachsen zuvor gewann Berlin mit 24:17 (11:9) und deshalb konnten die Jungs entspannt an die letzte Aufgabe herangehen.

Gruppe A: Dreiervergleich entscheidet

Spannender geht es nicht: Gleich drei Teams lagen mit jeweils 6:2 Punkten in der Gruppe A an der Spitze. Der HV Niedersachsen legte vor und konnte bei der letzten direkten Begegnung zuschauen. Denn das Schlüsselspiel der Gruppe A war die Partie zwischen dem HV Württemberg und dem Südbadischen HV.

Vorher war klar: Die Württemberger benötigen einen Sieg mit mindestens drei Toren Vorsprung, um in das Viertelfinale einzuziehen. Sie behielten die Nerven und setzten sich in der Schlussphase klar ab. Somit feierte HV Württemberg einen 32:24-Sieg gegen die Südbaden und zogen gleichzeitig als Gruppenerster in die Top 8 ein. Der HV Niedersachsen wurde Gruppenzweiter, weil die Mannschaften im Dreiervergleich besser abschnitt als der Südbadische HV.

Es war eine starke Drucksituation für den HV Württemberg, weil das Spiel gegen Südbaden klar gewonnen werden musste. Die 29:32-Niederlage zuvor gegen Niedersachsen führten dazu, dass die Württemberger ein Endspiel hatten. Zwischenzeitlich stand Südbaden vor dem Ausgleich, doch der HV Württemberg blieb konzentriert. "Wir haben uns zusammengerauft und das zeigt die Stärke von der Mannschaft", sagte Julian Mühlhäuser, Kreisläufer des HV Württemberg nach dem am Ende deutlichen Erfolg gegen Südbaden. "Alle haben Vollgas gegeben. Das war ein geiles Spiel." Besonders zufrieden waren die Württemberger über das Weiterkommen, weil das Spielniveau in der Gruppe hoch war.

"Hier konnte jeder jeden schlagen. Da kommt es drauf an, welche Leistung auf den Punkt gebracht werden kann", so Mühlhäuser.

Gruppe B: Starke Mecklenburger als Überraschungsteam

Mit engagierten Leistungen hat der HV Mecklenburg-Vorpommern in der Gruppe B auf sich aufmerksam gemacht. Allerdings verlor er 27:29 gegen den HV Sachsen-Anhalt, die Mannschaft unterlag im letzten Spiel außerdem dem ungeschlagenen Tabellenführer HV Westfalen. Die Westfalen gaben lediglich einen Punkt beim 23:23-Unentschieden gegen den HV Sachsen-Anhalt ab.

Sachsen-Anhalt gewann sein letztes Gruppenspiel gegen den Hamburger HV klar mit 29:17 (17:6). Bereits zur Halbzeitpause wurden die Weichen klar auf Sieg gestellt.

Gruppe D: Schleswig-Holstein lässt nichts anbrennen, Mittelrhein gewinnt Endspiel

Wie auch der HV Berlin gewann der HV Schleswig-Holstein alle vier Spiele in seiner Gruppe. Den Grundstein für das Weiterkommen legten die Norddeutschen gegen den Tabellenzweiten HV Mittelrhein. Bei der Begegnung am Freitagmittag setzte sich Schleswig-Holstein mit 25:19 durch. Nach einer Drei-Tore-Führung zur Halbzeitpause knüpfte der Tabellenführer in der zweiten Halbzeit an die starke Defensiv-Leistung an und ließ Mittelrhein nur wenige Möglichkeiten. In der Offensive überzeugte vor allem Jaris Toebeler mit sieben Toren, davon vier verwandelte Siebenmeter.

Bereits nach 43 Minuten hatte sich Schleswig-Holstein auf 22:13 abgesetzt und konnte somit das Weiterkommen vorzeitig klarmachen. Der HV Mittelrhein hatte nun ein Endspiel.
Um den Einzug in das Viertelfinale standen sich im letzten Gruppenspiel der Hessische HV und der HV Mittelrhein gegenüber. Beide Teams standen zu dem Zeitpunkt mit 4:2 Punkten gleich. Für die Beteiligten war klar, dass der Sieger dem HV Schleswig-Holstein in die Runde der besten acht Mannschaften folgt. Dementsprechend gingen die Abwehrreihen aggressiv zu Werke. Mit einem 24:22 setzte sich am Ende Mittelrhein durch.

Sämtliche Spiele beim DHB-Länderpokal können im SIS-Liveticker verfolgt werden. Am Samstagvormittag beginnen die Viertelfinal- und weiteren Platzierungsspiele.




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