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03.03.2017|Jugend|CG

Jugend-Bundesliga: Füchse demontieren Tabellenführer Burgdorf, B-Jugend siegt über SG OSF

Die A-Jugend der Füchse Berlin hat am Freitagabend einen 30:22 (17:12)-Sensationssieg gegen den Tabellenführer der Jugend-Bundesliga Staffel Nord hingelegt. Gegen die TSV Burgdorf setzten die Berliner vor 300 Zuschauern ein riesiges Ausrufezeichen in eigener Halle und in Richtung Ligakonkurrenz. Überragende Leistungen zeigten Frederik Simak und Tim Rozman mit jeweils neun Treffern für die Füchse, für Burgdorf war Niklas Diebel mit sieben Toren am erfolgreichsten.

Große Freude nach dem sensationellen Sieg und dem Verbleib im Meisterschaftsrennen

Die Jungfüchse unter der Regie von Bob Hanning dominierten das gesamte Spiel. In den ersten 15 Minuten konnte Burgdorf zwar noch kräftemäßig gegenhalten, die offensiv ausgelegte Abwehr der Hausherren zehrte aber merklich am Spielaufbau der Gäste. Dadurch hatte es vor allem der Rückraum schwer, auf Dauer zu Torerfolgen zu kommen.

Die Berliner hatten sich jedoch auch sehr professionell vorbereitet. Sie übernachteten von Donnerstag auf Freitag im Füchse-Kooperationshotel „Crowne Plaza" und studierten dort stundenlang die Bewegungsmuster jedes einzelnen Gegenspielers. „Wir haben uns vorbereitet wie auf ein Meisterschaftsspiel", sagte Jugend-Nationalspieler Tim Matthes. „Das hat gutgetan."

Unter den Augen des beinahe komplett anwesenden Profi-Bundesliga-Kaders übernahmen die Jungfüchse Schritt für Schritt die Führung, ab der taktischen Abwehr-Umstellung in Minute 20 ging für die Burgdorfer beinahe nichts mehr. Stürmerfouls reihten sich an technische Fehler, dazu gingen diverse Würfe ins Nichts. Besonders das Tempospiel des Tabellenführers konnte unterbunden werden. Halbzeitstand: 17:12.

Auf der Gegenseite trafen die Jugend-Nationalspieler munter weiter, Frederik Simak und Tim Rozman steuerten aus dem Rückraum neun, Tim Matthes auf Linksaußen fünf Treffer bei. Unter der guten Spielgestaltung von Kuno Schauer und Julius Schroeder sowie der soliden Leistung von Jakob Knauer (Rückraumrechts) verzweifelten die Gäste regelrecht. Sie fanden bis zum Schluss kein Mittel mehr gegen Abwehr oder Angriff der Berliner, auch ein „Sieben gegen Sechs" durch Herausnehmen des eigenen Torwarts funktionierte nicht. Im Gegenteil: Auch Füchse-Keeper Mark Ferjan traf ins (leere) Tor.

Spätestens ab der 52. Minute musste das Spiel bei einem 29:19-Vorsprung nur noch verwaltet werden. „Das war eine Demonstration der Stärke", sagte der anwesende Profi und Nationalspieler Paul Drux.

Auch Trainer Bob Hanning war begeistert vom Spiel seiner Schützlinge: „Die Mannschaft hat in dieser Saison zum ersten Mal unter Druck wirklich geliefert. Es war ein Sieg des Willens und der Leidenschaft. Ich hoffe, dass wir aus dem Spiel die nötigen Schlüsse ziehen, weil am nächsten Wochenende Magdeburg kommt. Diese Aufgabe wird definitiv nicht einfacher."

Zum Schluss bedankte sich noch der Teamkapitän Kuno Schauer bei den 300 Fans, die in der ausverkauften Lilli-Henoch-Halle ihren Freitagabend verbrachten, um die Jungs anzufeuern. „Das war ein absoluter Hexenkessel, danke an alle, die da waren. Trommeln, Tröten, Klatschpappen. Wir wurden ein großes Stück weit auch zu dieser Leistung angetrieben", sagte der 19-Jährige.

Mit dem Sieg sicherten sich die Füchse die Chance, weiterhin um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Da sie jedoch noch drei Spiele weniger absolviert haben als Tabellenführer Burgdorf, stehen sie momentan noch auf Platz drei - der zweite wäre für die Endspiele jedoch vonnöten. Sollten alle Partien ab jetzt gewonnen werden, hätten die Jungs den ersten Platz am Ende der Saison jedoch sicher, da sie den direkten Vergleich gegen die minuspunktgleichen (4) Burgdorfer gewannen und der (von Torsten Jansen trainierte) zweitplatzierte HSV fünf Minuspunkte auf dem Konto hat.

Diesen erfolgreichen Weg müssen die A-Jugend-Füchse am 11. März ab 16:00 Uhr weiter beschreiten, wenn erneut in eigener Halle Anpfiff gegen den SC Magdeburg ist.

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B-Jugend dominiert SG OSF klar

Es war das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellenletzten. Den Füchsen war dementsprechend klar, dass es ein deutliches Spiel werden könnte, trotz der Schwierigkeit, Abläufe ohne Harz wie gewohnt durchzuführen. Hinzu kam ein sehr glatter Hallenboden, der ebenfalls für ungewohnte Verhältnisse sorgte. Dennoch brachte das Team von Trainer Fabian Lüdke ein 39:24 (27:9) zustande.

"Es war dennoch kein gutes Spiel von uns", so Lüdke. "Gerade in der zweiten Halbzeit gab es nichts Positives zu betonen." Es war in der Tat kein besonders gutes Spiel der Füchse, auch wenn das Ergebnis deutlich war. "Wir haben vor dem Spiel noch eine Krafteinheit absolviert, um eine zusätzliche Herausforderung zu generieren."

Die nächsten beiden Spiele gegen NARVA und Wildau werden ebenfalls gegen Gegner sein, die in der unteren Tabellenhälfte stehen. Dennoch wollen die B-Jugendlichen weiter konzentriert zu Werke gehen. Der größte Konkurrent, der VfL Potsdam, verlor zuletzt mit 16:19 gegen den HC Empor Rostock, sodass der Vorsprung der Jungfüchse nun bei vier Punkten liegt. "Die Oberligameisterschaft rückt damit in greifbare Nähe", so Lüdke. "Wenn wir aber darüber hinaus noch etwas erreichen möchte, sollten wir uns beim Training immer wieder selbst fordern. Wir können uns nur selbst besser machen, wenn wir jede Trainingsgelegenheit wahrnehmen."

Bis Mittwoch befinden sich übrigens die vier Jugend-Nationalspieler der B-Jugend (Aaron Krai, Tolga Durmaz, Niklas Trumpf und Lukas Hopp) auf einem DHB-Lehrgang, sodass sie momentan auswärts trainieren.




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